16.06.2005 - 6.4 Fortschreibung des gesamtstädtischen Strategiek...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6.4
- Gremium:
- Haupt- und Finanzausschuss
- Datum:
- Do., 16.06.2005
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- VB 2/KM Konsolidierungsmanagement
- Bearbeitung:
- Ina Burgath
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Weber weist darauf
hin, dass die Vorlage wegen bestimmter darin enthaltener Maßnahmen Kritik
auslöst und Feinheiten noch einmal nach zu beraten sein werden. Er teilt jedoch
gleichzeitig für die SPD-Fraktion mit, dass das Konzept im Großen und Ganzen
mit getragen wird und plädiert dafür, die Vorlage wegen der laufenden
Haushaltsplanberatungen jetzt so laufen zu lassen.
Herr
Gerbersmann weist auf die Ergänzung der Vorlage 0121/2005 (Anlage
3 der Niederschrift) hin und teilt für die CDU-Fraktion mit, dass eine
Verbesserung der Erstwohnsitznahme positiv begleitet, die Schaffung von
Mehreinnahmen durch eine Zweitwohnsitzsteuer jedoch abgelehnt wird. Er stellt
den Antrag, auf die Zweitwohnsitzsteuer zu verzichten und statt dessen auf ein
Maßnahmenbündel zur Verbesserung der Erstwohnsitznahme ohne Zweitwohnungssteuer
zu setzen.
Herr
Oberbürgermeister Demnitz weist darauf hin, dass sinnvollerweise aber auch
ein Drohpotential gegeben sein sollte, wobei er sich nicht in der Lage sieht zu
beurteilen, ob die Zweitwohnsitzsteuer das geeignete Instrument ist.
Herr
Dücker
teilt für die FDP-Fraktion mit, dass auch die FDP die Einzelmaßnahmen künftig
genau prüfen wird. Die FDP-Fraktion schließt sich darüber hinaus den
Ausführungen von Herrn Gerbersmann für die CDU-Fraktion an.
Frau Grehling sagt zu, dass
die Priorität auf die Verbesserung der Erstwohnsitznahme gelegt wird, da hierin
auch das Haupteinnahmepotential (Schlüsselzuweisungen) liegt.
Herr Riechel fasst
zusammen, dass die Zielsetzung nicht in der Besteuerung des Zweitwohnsitzes,
sondern in der Schaffung von Anreizen zur Erstwohnsitznahme liegt. Ein Anreiz
könnte aus seiner Sicht sein, dass bei Verlagerung des Erstwohnsitzes nach
Hagen ein Teil der bis dahin erhobenen Zweitwohnsitzsteuer erstattet werden
könnte.
Herr
Oberbürgermeister Demnitz stellt die Frage, ob sich der Haupt- und
Finanzausschuss auf Folgendes einigen kann: Durch Überzeugungsarbeit die
Erstwohnsitznahme in Hagen anzuregen und nach den ersten Erfahrungen im Haupt-
und Finanzausschuss erneut zu berichten und dann ggf. zu prüfen, ob es evtl.
sinnvoll sein könnte, eine Steuer einzuführen. Hierbei soll ein Zeitraum bis
Mitte 2006 zur Verfügung stehen, der dann parallel zur Darstellung von
Rahmenbedingungen genutzt werden soll.
Die
Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses sind damit einverstanden, dass die
vorgenannten Vorgaben so zu Protokoll genommen werden. Eine förmliche
Abstimmung ist damit entbehrlich.
Beschluss:
1.
Der
Rat der Stadt nimmt die Fortschreibung
des gesamtstädtischen Strategiekonzeptes zur langfristigen Wiederherstellung
der kommunalen Handlungsfähigkeit in der Fassung vom 9.2.2005 zur Kenntnis und
beauftragt die Verwaltung, die erforderlichen Maßnahmen einzuleiten.
2.
Die
dargestellten Maßnahmen und Beträge sind in das Haushaltssicherungskonzept
einzuarbeiten und bei der Fortschreibung der Finanzplanung entsprechend zu
berücksichtigen.
3.
Die
Fortschreibung des Strategiekonzeptes wird Bestandteil des
Haushaltssiche-rungskonzeptes.
