19.09.2013 - 8 Jahresbericht 2012 Fachdienst Kulturbüro
Grunddaten
- TOP:
- Ö 8
- Gremium:
- Kultur- und Weiterbildungsausschuss
- Datum:
- Do., 19.09.2013
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB49 - Museen und Archive
- Bearbeitung:
- Sigrun Politt
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Frau Politt verweist auf die Vorlage, in der die einzelnen Projekte aus dem Jahr 2012 zusammengestellt wurden. Für Nachfragen steht sie gerne zur Verfügung.
Herr Fritzsche hat einige Nachfragen zu den personellen Veränderungen im Fachbereich Kultur. Er hat die Sorge, dass der Bereich des ehemaligen Kulturbüros personell so ausgedünnt wurde, dass viele Dinge von dem, was 2012 noch durchgeführt worden ist, vielleicht zukünftig nicht mehr leistbar sind.
Er möchte wissen, wer für die einzelnen Projekte zukünftig verantwortlich sein wird. Er kann sich nicht gut vorstellen, dass dies allein auf Frau Politts Schultern lasten soll.
Außerdem bitter er dringend, die Politik einzubinden, wenn zukünftig Aufgaben des Kulturbüros wegfallen sollen.
Herr Huyeng berichtet, nachdem man sich die bisherigen Strukturen des Kulturbüros genau angesehen habe, sei man sehr schnell auf den Gedanken gekommen, den Urlaubskorb wegen der Synergieeffekte zukünftig besser von der VHS organisieren zu lassen. Das Gleiche gelte für das Projekt Leselust, das möglicherweise besser bei der Stadtbibliothek angesiedelt werden könnte.
Den Vorgaben des Hasenritter-Gutachtens zu Konsolidierungsmaßnahmen habe man sich zu stellen.
Bei den Projekten Extraschicht oder Tanzräume müsse man nach dem Wegbrechen der Fördermittel fragen, ob es sinnvoll ist, diese noch weiter zu führen.
Herr Fritzsche geht davon aus, dass hier im KWA berichtet wird, falls Veranstaltungen, die im Sachbericht von Frau Politt aufgeführt wurden, wegfallen, bzw. in einer massiv veränderten Struktur fortgeführt werden sollten. Es liege im Entscheidungsbereich der Politik, welche Aufgaben der Fachbereich Kultur zukünftig wahrnehmen solle. Er möchte nicht, dass das ehemalige Kulturbüro plötzlich kalt gestellt und seiner Grundlagen entzogen wird.
Herr Huyeng hält es für absurd zu behaupten, das Kulturbüro solle kalt gestellt werden. Es seien im Rahmen einer eigenen Aufgabenkritik Umstrukturierungsmaßnahmen durchgeführt worden, um auch Kosten einzusparen. Natürlich werde man über wesentliche Veränderungen hier im KWA berichten. Er hält es für fraglich, ob die Politik bisher auch über solche Veränderungen beschlossen habe oder ob es nicht eher um Verwaltungshandeln gegangen sei.
Man müsse sehr genau schauen, was im Rahmen des vorhandenen Budgets machbar sei und was nicht.
Herr Dr. Belgin möchte ausdrücklich klarstellen, dass das Kulturbüro nicht abgeschafft wurde. Man habe unter Beteiligung aller zuständigen Mitarbeiter in allen Bereichen eine Aufgabenkritik durchgeführt und auch im Bereich des Kulturbüros bestimmte Dinge hinterfragt. Er stellt auch klar, dass er entgegen bestimmter Veröffentlichungen keine Mitarbeiterinnen entlassen habe.
Richtig sei, dass das Kulturbüro in den letzten Jahren ausgedünnt worden sei. Die Verwaltungsmitarbeiterinnen seien jedoch nach wie vor mit den gleichen Aufgaben noch dort.
Man habe darüber nachgedacht, welche Projekte möglicherweise nicht mehr fortgeführt werden sollten. Dazu gehöre eindeutig der Weihnachtsmarkt.
Der Fachbereich Kultur biete eindeutig auch Vorteile, so habe man Frau Politt, Frau Andrich, die ab 1.01.2014 ihre Stundenzahl verdoppeln werde, man habe Herrn Freiesleben, der bei dem Projekt Kultur und Schule bereits mitgewirkt habe. Man habe auch immer wieder freie Mitarbeiterinnen für bestimmte Reihen wie Tanzräume gehabt, diese Strukturen werden auch weiterhin bestehen bleiben. Es müsse aber erlaubt sein, bestimmte Fragen zu stellen.
Die Extraschicht sei schon von Herrn Huyeng angesprochen worden, diese Veranstaltung sei in Hagen nicht besonders erfolgreich gewesen und könne auch wegen der wegbrechenden Fördermittel nicht mehr weiter fortgeführt werden.
Tanzräume habe allein 30.000 an Technik gekostet, diese Mittel habe man einfach nicht mehr dafür zur Verfügung. Durch das Hasenritter- Gutachten stehe er in der Pflicht, außer der Zusammenlegung der Ämter auch noch weitere Einsparungen zu erzielen, daher müsse man überlegen, welche Aufgaben man in Zukunft noch wahrnehmen wolle.
Er nehme das Thema Transparenz sehr wichtig und sei immer zu Gesprächen bereit.
Herr Dücker bedankt sich für den umfassenden und einleuchtenden Bericht. Die Aufgabe, die Herr Dr. Belgin übernommen habe sei schwierig und kompliziert. Der Fachbereich Kultur sei mit Fingerspitzengefühl daran gegangen, wichtige Dinge wie z.B. den Muschelsalat zu erhalten.
Da das Land den Kulturetat um 10 % gekürzt habe, möchte er wissen, wie sich das auf die Veranstaltungen und Projekte in Hagen auswirken wird.
Frau Politt antwortet, in der letzten Sitzung zur regionalen Kulturpolitik im Verbund Die Drei sei genau diese Frage gestellt worden und es sei gesagt worden, dass sich die Situation für die regionale Kulturpolitik nicht geändert habe und die Fördermittel gleich bleiben.
Frau Nigbur-Martini bezieht sich auf die in der Vorlage genannten Transferkosten für das Schloss Hohenlimburg. Vor dem Hintergrund eines Presseartikels möchte sie wissen, ob das Geld an den Eigentümer des Schlosses geht oder an die dortigen Kulturschaffenden.
Frau Politt antwortet, der jährliche Zuschuss für das Schloss sei für das Kulturprogramm vor Ort vorgesehen.
Herr Becker möchte zu den Ausführungen von Herrn Huyeng ergänzen, man sei jederzeit zu Gesprächen bereit, um fachbereichsübergreifend zu überlegen, welche Dinge man neu ordnen könne. Nach diesen Werkstattgesprächen sei er gerne bereit, hier im KWA über die Ergebnisse zu berichten.
Herr Fritzsche hat eine Nachfrage zu den Finanzen für das Projekt Kultur und Schule. Dort wurden für das Jahr 2012 30.000 veranschlagt, für das Jahr 2013/2014 38.000 . Er fragt ,woher diese Differenz rühre.
Frau Politt antwortet, sie habe dieses Projekt an Herrn Freiesleben abgegeben, die Höhe der Fördermittel hänge jedoch mit der Anzahl der teilnehmenden Schulen zusammen. Sollten in anderen Städten weniger Mittel abgefragt werden, können z.B. in Hagen noch Schulen nachrücken und gefördert werden.
Herr Söhnchen kann noch verstehen, dass der Weihnachtsmarkt zukünftig von anderer Stelle organisiert werden soll. Auch die Verlagerung des Urlaubskorbes und von Leselust sei nachvollziehbar. Er fragt aber, ob er richtig verstanden hat, dass Tanzräume zukünftig nicht mehr durchgeführt werden soll.
Außerdem möchte er wissen, ob die Politik demnächst noch an solchen Entwicklungen beteiligt sein wird oder nur noch die Ergebnisse zur Kenntnis nehmen soll.
Er hält fest, dass er Herrn Dr. Belgin tatsächlich immer als offenen Gesprächspartner kennengelernt hat, dennoch bittet er, mitzunehmen, dass Missverständnisse in der Öffentlichkeit erst seit der Fachbereichsbildung vorliegen.
Außerdem möchte er wissen, ob auf die gestellten Fragen der SPD-Fraktion später noch eingegangen wird.
Herr Röspel antwortet, diese Fragen sollen im nächsten Tagesordnungspunkt beantwortet werden.
Anlagen zur Vorlage
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(wie Dokument)
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33,4 kB
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