11.07.2013 - 5.6 Schulentwicklungsplanung 2011 ff für den Bereic...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5.6
- Sitzung:
-
Sitzung des Rates der Stadt Hagen
- Gremium:
- Rat der Stadt Hagen
- Datum:
- Do., 11.07.2013
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB48 - Bildung und Kultur
- Bearbeitung:
- Horst Hermann
- Beschluss:
- vertagt
Wortprotokoll
Herr Thieser führt aus, dass die Schulkinder nach Schließung der Grundschule Kückelhausen zur Grundschule am Spielbrink umgezogen sind. Diese Kinder müssten nun erneut die Schule wechseln. Daher habe sich die Bezirksvertretung Haspe unter anderem gegen eine Schließung der Grundschule Spielbrink ausgesprochen. An der Grundschule Friedrich-Harkort gibt es keinen OGS-Betrieb und am Christian-Rohlfs-Gymnasium kein schlüssiges Konzept dafür. Aufgrund dessen sei die Bezirksvertretung aus pädagogischer Sicht der Auffassung, die Grundschulen Spielbrink und Friedrich-Harkort parallel weiter führen. Er bemängelt, dass die Schulwege in der Vorlage falsch dargestellt seien. Von der Spielbrinkschule zur Friedrich-Harkort-Schule sei der Weg weiter. Zudem konnte bislang wirtschaftlich nicht dargestellt werden, ob die Turnhalle am Spielbrink nach Schließung der Schule ohne Mehrkosten weiter betrieben werden kann oder ob gar ein anderes Energiesystem eingerichtet werden muss. Des Weiteren sind mögliche Rückforderungen aus Fördermittel zu prüfen.
Herr Klinkert ergänzt Herrn Thiesers Aussagen bezüglich des Schulweges. Er hebt die besondere Gefährlichkeit hervor im Bereich der Grundschöttlerstraße, da es sich hier um eine viel befahrene Straße handelt, die als Autobahnzubringer dient. Ein solcher Schulweg sei unverantwortlich.
Herr Becker geht auf die Nachfragen von Herrn Thieser ein. Für die Grundschule am Spielbrink seien keine Fördermittel aus dem KII-Paket geflossen. Der Energiekreislauf der Schule und der Turnhalle besteht aus einem System, welches aber getrennt werden kann. Hierfür sei keine große Investition nötig und die Kosten würden sich nach zwei bis vier Jahren amortisieren. Dieses sei keine Begründung für den Erhalt der Schule.
Herr Weber findet es bezeichnend, dass sich die Bezirksvertretung seit Wochen mit Diskussionen und Fragen befasst habe, aber die Verwaltung heute nicht in der Lage ist, diese umfassend zu beantworten.
Herr Thieser merkt an, dass sofern eine Wirtschaftlichkeitsberechnung erfolgt wäre, ggf. auch ein anderes Ergebnis erfolgen würde.
Herr Ludwig führt aus, dass neben der Gefährlichkeit des Schulweges die Kosten für einen möglichen Transport per ÖPNV nicht außer Acht gelassen werden sollten. Schüler aus Kückelhausen müssen derzeit zum Spielbrink und zukünftig mit den jetzigen Spielbrinkschülern zur Friedrich-Harkort-Schule gefahren werden.
Herr Dr. Schmidt räumt ein, dass die Fördermittel aus dem KI-Paket nicht explizit geprüft worden seien. Dieses werde noch nachgeholt. Es sei fraglich, sofern alle vier verbleibenden Grundschulen in Haspe wirtschaftlich und energetisch auf dem neusten Stand wären, aber nicht mehr ausreichend Schüler hätten, welche Schule dann geschlossen würde. Er verdeutlicht, dass eine Schließung nicht nur unter Wirtschaftlichkeitsaspekten zu beurteilen ist. Er merkt an, dass es weniger Eingangsklassen geben wird als Schulen. Er erinnert, dass die Einbettung des Kindergartens Jungfernbruch in die Friedrich-Harkort-Schule seitens der Politik abgelehnt wurde. Diese Schule ist nur zweizügig, obwohl Vierzügigkeit möglich wäre.
Frau Neuhaus weist darauf hin, dass der Wechsel nur die neu einzuschulenden Kinder betrifft. Die bestehenden Schüler beenden ihre Grundschulzeit an der bisherigen Schule. Die Eltern hätten somit Planungssicherheit und können sich überlegen, wo sie ihre Kinder anmelden.
Herr Thieser führt neben der Länge des Weges und der Gefährlichkeit des Autobahnzubringers als negativen Aspekt an, dass die OGS Kückelhausen geplant hatte, mit ihrer kompletten Ausstattung in das Gebäude der Grundschule Spielbrink zu ziehen. In der Grundschule Geweke sei die Raumkapazität nicht vorhanden und die Raumkooperation mit der alten Hauptschule und dem Gymnasium schwierig.
Herr Dr. Schmidt schlägt vor, die Entscheidung bis zum Rat im September zu schieben inklusive erneuter vorheriger Beratung im Schulausschuss. Bis dahin werden die Kosten für das eigene Energiesystem der Turnhalle, die dort genutzten Hallenzeiten, die genauen Schüleranmeldezahlen sowie mögliche Förderersatzleistungen aus dem KI-Paket geklärt.
Der Rat ist mit dieser Vorgehensweise einverstanden.
Beschluss:
1. Die Grundschule Spielbrink wird ab dem Schuljahr 2014/2015 auslaufend geschlossen. Der Unterrichtsbetrieb wird zum 31.07.2015 beendet.
2. Die Grundschule Friedrich-Harkort wird als Nachfolgeschule bestimmt. Sie übernimmt ab dem Schuljahr 2015/2016 auch die verbleibenden SchülerInnen der Grundschule Spielbrink.
3. An der Grundschule Geweke wird ab dem Schuljahr 2014/2015 eine zusätzliche OGS-Gruppe gebildet.
4. Die Bildung einer weiteren OGS-Gruppe an einer Hasper Grundschule wird bedarfsorientiert aufgrund der Anmeldezahlen zum Schuljahr 2014/2015 erfolgen.
Die Vorlage wird zum 01.08.2014 umgesetzt.
Anlagen zur Vorlage
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