14.06.2005 - 6 Einführung des Neuen Kommunalen Finanzmanagemen...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6
- Sitzung:
-
Sitzung des Personalausschusses
- Gremium:
- Personalausschuss
- Datum:
- Di., 14.06.2005
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- VB 2/NKF
- Bearbeitung:
- Ina Burgath
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Röspel stellt fest,
dass TOP I.6 und TOP I.7 inhaltlich zusammengehören und daher eine Beratung
dieser beiden Punkte gemeinsam erfolgen sollte.
Herr Pollex erläutert
anhand eines Folienvortrages die Verknüpfung der Vorlage zum Thema NKF und
Einsatz SAP Software, die in sich jeweils bereits 2 eigene große Projekte
darstellen, mit dem Thema der dezentralen Ressourcenverantwortung. Im Rahmen
der anstehenden Produktsteuerung werden Fach- und Ressourcenverantwortung
zukünftig gemeinsam vom jeweiligen Dezernenten wahrzunehmen sein. Ohne direkten
Zugriff auf eine dezentrale Steuerungsunterstützung erscheint die Übernahme
dieser Aufgabe für die Verwaltung kaum möglich zu sein. Dies hat zur Folge,
dass die Zentrale Steuerung neu organisiert und neu ausgerichtet werden muss.
Insgesamt sei festzustellen, dass derzeit nicht genügend Mitarbeiter mit
betriebswirtschaftlichem Wissen in der Verwaltung vorhanden seien. Herr
Pollex erklärt das NKF mit den 4 großen Bereichen Haushaltsplanung,
Haushaltsbewirtschaftung, dezentrale Ressourcenverantwortung und Steuerung und
Controlling. SAP dient dabei als Mittel zur Umsetzung. Insgesamt werden 21
Mitarbeiter freigestellt werden müssen, um die Aufgaben des Projektes NKF und
SAP wahrnehmen zu können. (Folienvortrag in der Anlage zur Niederschrift)
Herr Pütter erläutert die
Gesamtkosten des Projektes NKF und SAP.
Frau Machatschek, Herr
Pollex und Herr Röspel diskutieren über die große Anzahl der
Mitarbeiter, die in dieses Projekt involviert werden müssen. Im Ergebnis stellt
die Verwaltung fest, dass aufgrund des speziellen Anforderungsprofils mit
betriebswirtschaftlichen, finanzwirtschaftlichen und kassenrechtlichen
Kenntnissen hauptsächlich Kollegen aus beteiligten Ämtern, wie Stadtkämmerei,
in der Lage sein werden, diesem Profil zu entsprechen. Durch
Stadtinspektoranwärter die ihre Prüfung bestanden haben soll ein Teil der
Freistellungen kompensiert werden.
Herr Dücker bittet die Verwaltung während der Projektphase um
regelmäßige Berichterstattung und weist auf das Konsolidierungsziel hin.
Herr Pollex erklärt, dass bereits eine halbjährliche Berichterstattung
im HFA angedacht sei. Im Vorlauf dazu sei eine Berichterstattung auch im
Personalausschuss möglich.
Frau
Grehling führt aus,
dass das Thema Dezentralisierung eng mit dem Thema NKF und SAP verknüpft sei.
Es bestehe die Notwendigkeit der Dezentralisierung und der damit verbundenen
Neuordnung des Amtes 19, um die Verwaltung zukunftsfähig zu positionieren. Die
damit verbundene Einstellung von 4 Betriebswirten sei unumgänglich, um das
große Projekt NKF ordnungsgemäß umsetzen zu können.
Herr
Peters teilt mit,
dass die SPD Fraktion grundsätzlich die Dezentralisierung begrüßt und auch
anhand der Vorlage zur Neueinstellung der Auszubildenden der Wille der
Verwaltung deutlich wird, zukünftig das Augenmerk vermehrt auf den
betriebswirtschaftlichen Teil der Ausbildung zu legen. Man gehe davon aus, dass
sich die zusätzlichen Kosten in der Zukunft durch die Bewirtschaftung rechnen
lassen und gewähre damit der Verwaltung einen Vertrauensvoschuß.
Herr Gregull geht auf
die Unterdeckung des betriebswirtschaftlichen Personals in der Stadtverwaltung
ein. In weichenstellenden Bereichen in der Verwaltung sollte der Bedarf durch
externe Betriebswirtschaftler sichergestellt sein. Eine Beschäftigung durch
betriebswirtschaftlich orientierte Inspektoranwärter reiche in diesem Fall nicht
aus. In der Vergangenheit hätten bereits 9 Betriebswirtschaftler die
Stadtverwaltung verlassen, davon allein mindestens 3 aus dem Bereich der
Zentralen Steuerung. Herr Gregull kündigt deshalb an, dass zur
Sicherstellung des Controllings im Bereich der Zentralen Steuerung zusätzlich
eine externe Ausschreibung für einen Betriebswirtschaftler nötig sein wird, um
den notwendigen Bedarf abdecken zu können. Der derzeitige einzige Betriebswirt
in der Zentralen Steuerung werde zusätzlich in das Projekt NKF mit eingebunden.
Herr
Dücker und Herr
Gregull diskutieren über das fehlende betriebswirtschaftliche Know - How in
der Verwaltung.
Herr
Röspel stellt fest,
dass nicht eine fehlende Personalentwicklung sondern die sich wandelnden
Verwaltungsstrukturen das Problem darstellen. Er läßt über die Vorlagen zu TOP
I.6 und TOP I.7 abstimmen.
Beschluss:
Der Personalausschuss empfiehlt dem
Rat der Stadt folgenden Beschluss zu fassen:
Der Rat stimmt der Vorgehensweise und
dem Einsatz der Beschäftigten zur Einführung des Neuen Kommunalen
Finanzmanagements auf der Basis der SAP-Finanzsoftware zu.
Die Verwaltung wird beauftragt, die
erforderlichen Schritte für die Einführung des NKF und den Einsatz der
SAP-Finanzsoftware kurzfristig umzusetzen, um die termingerechte Einführung des
NKF auf der Basis der SAP-Finanzsoftware sicherzustellen.
Der befristeten Einstellung der beiden
Vermessungsingenieure im Bereich des Teilprojektes Erfassung, Bewertung, Bilanz
wird zugestimmt.
Die abschließende Auswahl der
Bewerber/innen kann im Interesse der Dringlichkeit in einer kleinen
Auswahlkonferenz des Personalausschusses, mit dem Vorsitzenden, sowie jeweils
einem Vertreter der im Personalausschuss vertretenen Parteien, erfolgen.
Die Verwaltung wird über den Fortgang
der Einführung des Neuen Kommunalen Finanzmanagements und der damit in
Zusammenhang stehenden Einführung der SAP-Finanzsoftware halbjährlich dem HFA
berichten.
