13.03.2013 - 5.2 Sachstandsbericht Historisches Centrum

Beschluss:
ungeändert beschlossen
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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

 

Hinweis der Schriftführerin:

Ein Auszug aus der Niederschrift der Sitzung des Kultur- und Weiterbildungsausschusses vom 14.02.2013 wurde als Tischvorlage ausgelegt und ist als Anlage 12 Gegenstand der Niederschrift.

 

Herr Dahme ruft den Tagesordnungspunkt auf und richtet die Frage nach den derzeitigen Planungen an Herrn Huyeng.

 

So berichtet Herr Huyeng, dass es im Rahmen der Konsolidierungsmaßnahmen den Beschluss gebe, dass Historische Centrum in seiner Gesamtheit aufzulösen, um die Mietausgaben einzusparen. Einige Mitarbeiter sind bereits in den neu gegründeten Fachbereich Kultur gewechselt. So stehe das Stadtmuseum heute an falscher Stelle. Derzeit werde überlegt, wie das Stadtmuseum in das Museumsviertel, zu dem

das Emil Schumacher Museum aber auch das Osthaus Museum gehöre, mit eingebunden werden kann. Diese Überlegung sei nicht allein aufgrund von Konsolidierungsbemühungen entstanden, sondern man sei ferner der Auffassung, dass es besser in das Konzept einer Museumslandschaft passe. Damit könnten dann wiederum erhebliche Konsolidierungsmaßnahmen umgesetzt werden, wie zum Beispiel die gemeinsame Beheizung und die Betreuung. Wann und wie die Umsetzung erfolgen wird, werde derzeit erörtert.   

Darüber hinaus gebe es dort das Archiv und einen Fundus, sowie für das Museum einen weiteren angemieteten Fundus. Auch für den Fundus des Theaters seien Räumlichkeiten angemietet. So schaue man im Rahmen von frei werdenden städtischen Immobilien nach Möglichkeiten für diese Aufgaben. Gegebenenfalls könnten frei werdende Schulen geeignet sein.

 

An der nachfolgend kontroversen Erörterung nehmen Frau Ellner, Frau Köppen, die Herren Dahme, Beuth, Schulz, Grzeschista, Aßmuth, Jobst und von der Verwaltung Herr Huyeng teil.

 

So seien bezüglich des Stadtarchivs erhebliche Aufwendungen in Höhe von mehreren hunderttausend Euro notwendig gewesen, die teilweise vom Land finanziert worden sind. Aufgrund der vorgeschriebenen Statikvoraussetzungen werde es schwierig werden entsprechende Räumlichkeiten zu finden, ohne erneut soviel zu investieren, dass man damit möglicherweise genau so gut 30 Jahre anmieten könne.

 

Ferner werden die bestehenden Synergieeffekte bezüglich des Historischen Centrums und des Archivs vorgetragen. Nur deshalb seien die Bereiche zusammen gelegt worden und sollten bei einer Verlegung auch zusammen bleiben, um auch weiterhin davon profitieren zu können.

 

Ein Synergieeffekt bestehe darin, dass teilweise dasselbe Personal als Ansprech- und Beratungspartner sowohl für das Archiv als auch für das Stadtmuseum fungiere. Nicht umsonst seien historische Vereine in der Nähe des Archivs geblieben oder sogar in dessen Nähe gezogen. Nicht allein das Weglagern von Unterlagen sei Aufgabe eines Archivs. Es lebe von Menschen die es benutzen, um lokale oder persönliche Geschichte zu ermitteln. So gebe es im Hagener Süden viele interessierte und engagierte Menschen, die dieses Archiv entsprechend nutzen. Dafür sollten zumindest die bisher zur Verfügung stehenden Mittel in das Archiv und das Stadtmuseum fließen und nicht für andere Museen ausgegeben werden.

 

Insbesondere verursache das Emil-Schumacher-Museum hohe Kosten.

 

Auch Frau Ellner ist gegen eine Auflösung und möchte wissen, wie lange das Mietverhältnis laufe und wie hoch die Sach- und die Personalkosten seien. Schließlich müsse sich der erhebliche Aufwand bezüglich der Auflösung auch rechnen

 

Die Museen seien unterschiedlich und müssen nicht zusammen stehen, so Herr Schulz. Darüber hinaus sei es eher unwahrscheinlich, dass man die benötigten Statikvoraussetzungen in einem freiwerdenden Gebäude bereits vorfinde, sodass abermals Investitionen erforderlich sein werden. So möchte Herr Schulz wissen, woraus man die Erkenntnisse ziehe, dass durch eine erneute Verlegung des Stadtmuseums tatsächlich akzeptable Einsparungen erreicht werden. Überdies bedeute die Auflösung vor Ort einen Verlust für den Stadtteil.

 

Darüber hinaus wurde das damalige Gesamtkonzept des Stadtmuseums auf die vorhandenen Räumlichkeiten hervorragend abgestimmt. Ein Umzug könne dieses Konzept gefährden. Ferner wünsche man sich weiterhin so qualifiziertes Personal.

 

Um eine räumliche Nähe zu den anderen Museen zu erreichen sei auch von der möglichen Eignung einer frei werdenden Schule gesprochen worden, so Herr Beuth. So möchte er wissen, welche Schule dafür unter Umständen in Frage komme.

 

Herr Huyeng teilt insgesamt dazu mit, dass es zu den Konsolidierungsmaßnahmen einen Beschluss der Politik gebe, der Veränderungen bezüglich des Historischen Centrums vorsehe. So sei man erst ganz am Anfang der Überlegungen, was die Umsetzung dessen betreffe. Insgesamt sei man sich jedoch darüber einig, dass es bessere Synergieeffekte geben könne, wenn die Museen zusammengelegt werden. Wie und unter welchen Voraussetzungen das passiere, stehe noch völlig offen.

Auch könne er nicht beantworten, welche Schulen geschlossen werden. Dennoch befinde man sich inmitten der Schulentwicklungsplanung und fest stehe, dass die Anzahl der Schulen in Hagen viel zu hoch gegenüber der vorhandenen Schüler sei. Ferner habe er nicht von einer unmittelbaren räumlichen Nähe zu den genannten anderen Museen gesprochen. Ein Schulgebäude sei nur eine Alternative.

Bezüglich des Archivpersonals, so Herr Huyeng, ändere sich derzeit nichts.

 

Auf die Fragen von Herrn Dahme berichtet Herr Huyeng, mit einer entsprechenden Museumskonzeption in den Kultur- und Weiterbildungsausschuss gehen zu wollten. Dies werde, zeitlich eingeschätzt, in der zweiten Jahreshälfte passieren und der Bezirksvertretung auch zur Kenntnis gegeben.

 

Frau Köppen macht abschließend deutlich, dass es auch Aufgabe der Bezirksvertretung sei, nach messbaren Zahlen zu fragen und auch Dinge, die vorgeschlagen werden, zu hinterfragen. Sicher sei man offen für Sparmaßnahmen. Aufgrund des aber noch sehr unausgegoren wirkenden Themas, falle der Glaube an die besseren Synergien eher schwer.

 

Darüber hinaus ergibt sich kein weiterer Diskussionsbedarf. 

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Beschluss:

Die Bezirksvertretung Eilpe/Dahl nimmt den mündlichen Sachstandsbericht zur Kenntnis.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Abstimmungsergebnis:

  X

Zur Kenntnis genommen

 

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Anlagen

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