05.02.2013 - 4.3 Anmeldeverfahren der Lernanfänger an den Grunds...

Beschluss:
ungeändert beschlossen
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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

Herr Dahme begründet die kurzfristige Aufnahme der Angelegenheit in die Tagesordnung damit, dass dieses Thema entsprechende Auswirkungen auf die Grundschule in Dahl habe, zumal dort sowohl erst Geld in die Schulhofgestaltung als auch in das dazugehörige Schwimmbad geflossen sei. So empfinde er es als negativ, wenn dort lediglich einzügig eingeschult, demnächst vielleicht sogar die gesamte Schule einzügig fahre.

 

Herr Hermann erläutert ausführlich die im Schulausschuss behandelte Vorlage zum Thema. So sei die neue kommunale Klassenrichtzahl der Grund für die jetzige Situation. Aufgrund der nicht ausreichend stringenten Schulentwicklungsplanung der letzten Jahre verteilten sich die Anmeldungen auf den zuviel vorhandenen Schulraum.

So habe man es sich als Verwaltung nicht leicht gemacht und sei zu der Überzeugung gelangt, Eingangsklassen unter 18 Kindern nicht zu bilden.

Gesamtstädtisch betrachtet sei es nicht leicht, einen entsprechenden Ausgleich zu schaffen.

 

An der nachfolgenden Erörterung nehmen Frau Ellner, die Herren Schulz, Grzeschista, Neuhaus, Beyer, Aßmuth, Jobst, Dahme, Huyeng und von der Verwaltung Herr Hermann teil.

 

So habe der Bezirk Eilpe/Dahl bereits Zusammenlegungen als auch Schließungen von Schulen vollzogen, was anderen Stadtteilen erst bevorstehe. Auch die Besonderheit im ländlichen Bereich, in dem insbesondere funktionierende Eingangsklassen erwünscht sind, müsse Berücksichtigung finden. Eine Investition in Höhe von drei Millionen Euro habe die Schule entsprechend funktionsfähig gemacht. Darüber hinaus gebe es keinen anderen Schulstandort in Hagen, der solch eine Grundlage biete. Alle ersehnenswerten Voraussetzungen wie das Lehrschwimmbecken, die Schwimmhalle und die vorzufindenden Werkräume sprechen für eine dauerhafte Existenz dieser Schule.

So plädiere Herr Neuhaus eher dazu, den Standort in Dahl mit Schülern aus Delstern zu komplettieren. Die Kinder mit den Bussen auf den Höhen abzuholen sei bereits eine gewohnte Notwendigkeit im Hagener Süden. So dürfe es sicher auch kein Problem damit geben, Kinder aus Delstern nach Dahl zu fahren.

Diese Überlegung nimmt Herr Neuhaus zum Anlass den Vorschlag zu unterbreiten, die Eingangsklassen der Grundschule in Dahl zweizügig aufzustellen.

 

Sowohl Frau Ellner als auch die Herren Beyer und Jobst schließen sich der Auffassung von Herrn Neuhaus an.

Herr Beyer kritisiert generell die aufgestellte statistische Erhebung bezüglich der Schulanfängerzahlen, deren immense Abweichung er nicht nachvollziehen könne.

 

Herr Schulz plädiert ebenfalls für die Zweizügigkeit in Dahl möchte aber andererseits nicht die Existenz des Standortes in Delstern damit gefährden.  

 

Die Privatschulen, so Herr Aßmuth, seien hier unberücksichtigt geblieben, die möglicherweise die Begründung für die fehlenden Schülerzahlen seien könnten.

 

Herr Hermann teilt informierend dazu mit, dass nur ein geringer Teil der angesprochenen Abweichungen auf die Hagen-Schule entfallen. So habe man bereits Kontakt mit dem externen Gutachter aufgenommen und um Erklärung gebeten.

Wenn dieser Trend jedoch weiterhin anhalte, werde man in den kommenden Jahren immer wieder in die gleiche Situation geraten, die derzeitig an beiden Schulen

bestehe.  

 

Herr Dahme spricht die angesprochene versäumte stringente Schulentwicklungsplanung der letzten Jahre an. Für den Bezirk Eilpe/Dahl sind die für notwendig gehaltenen Maßnahmen vollzogen worden. Wäre dies in anderen Bereichen auch schon geschehen, hätte man vermutlich insgesamt mehr Spielraum. So könne es nicht sein, dass die erfolgten Versäumnisse anderswo nun vom Volmetal kompensiert werden müsse.

 

Herr Huyeng informiert aus einem Gespräch mit der Kommunalaufsicht, dass Hagen keine Schulen besitze, die insbesondere von der Landesregierung als „typische Schulen im ländlichen Raum“ einzustufen seien. Darüber hinaus habe Hagen insgesamt 12 Schulen die einzügig fahren. Dieses Problem müsse schon allein aufgrund der finanziellen Situation angepackt werden. Die Anzahl der Lehrer richte sich nach der Anzahl der Schüler. Auch seien in einzügigen Schulen bestimmte pädagogische Konzepte nicht realisierbar.

 

Genau deshalb sei man für die Zweizügigkeit in Dahl und aus Sicht des Stadtbezirkes für insgesamt 57 Eingangsklassen, was sich für den Hagener Norden sicherlich schwierig gestalte, so Herr Grzeschista. Aber auch gerade dort gibt es kritische Schulen, die beinahe Tür an Tür stehen, wo die Kinder vielleicht 100 Meter weiter die nächste Schule vorfinden. Dies sei im Hagener Süden nicht der Fall. 

 

Fragen werden entsprechend beantwortet.

 

Darüber hinaus ergibt sich kein weiterer Erörterungsbedarf.

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Beschluss:

Die Bezirksvertretung Eilpe/Dahl empfiehlt dem Schulausschuss und dem Rat der Stadt Hagen, zur Erhaltung der örtlichen Bildungs- und Sozialstruktur,

an der Grundschule Volmetal zwei Eingangsklassen zu realisieren.

 

 

 

 

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Abstimmungsergebnis:

 

 

Ja

Nein

Enthaltung

SPD

4

 

 

CDU

4

 

 

Bündnis 90/ Die Grünen

2

 

 

FDP

1

 

 

Hagen Aktiv

1

 

 

Die Linke

1

 

 

 

 

 

X

Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

13

Dagegen:

0

Enthaltungen:

0

 

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Anlagen zur Vorlage

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