14.02.2013 - 5 Sachstandsbericht Fachbereichsbildung Kultur
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5
- Gremium:
- Kultur- und Weiterbildungsausschuss
- Datum:
- Do., 14.02.2013
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführend:
- FB49 - Museen und Archive
- Bearbeitung:
- Ulrike Derksen
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Asbeck erinnert, mit der Einrichtung des Fachbereichs Kultur seien ja auch Personaleinsparungen beabsichtigt worden. Er möchte wissen, ob die Zielrichtung drei Stellen einzusparen, auch in absehbarer Zeit erreicht werde.
Herr Söhnchen bringt zusätzlich den Aspekt der Beförderungen ein. Es sei ja ausgesagt worden, mit der Bildung des Fachbereichs Kultur sollten keine Beförderungen einhergehen, er möchte wissen, ob es dabei geblieben ist.
Herr Dr. Belgin antwortet, die Konsolidierungszielsetzung werde in sehr absehbarer Zeit durch Altersteilzeit erreicht. Beförderungen habe es nicht geben.
Herr Asbeck hält die Neuorganisation und das Organigramm für optimal. Er fragt, ob man denn genauer sagen könne, wann mit dem Konsolidierungspotenzial zu rechnen sei.
Herr Röspel bitte, diese Fragen im nichtöffentlichen Teil zu beantworten.
Herr Dr. Belgin kann aber jetzt schon sagen, dass erste Konsolidierungsziele bereits im April 2013 zu erwarten sind.
Herr Dücker bezieht sich auf die bereits erfolgten Umzüge aus der Eilper Straße zum Museumsplatz, er fragt, ob sich das bereits finanziell bemerkbar mache, oder ob diese Räumlichkeiten zwar leer stehen, aber noch von der Stadt Hagen zu bezahlen sind.
Herr Fritzsche hat ein massives Problem mit diesem Bericht und zwar an dem Punkt, an dem es um die Verlagerung der Dauerausstellung ins Osthaus Museum geht. Darüber gebe es keinen Beschluss des Rates. Er sehe die Rechte des Rates hier verletzt, er zitiert den Beschluss aus dem Ratsprotokoll von Juni 2012 zum Punkt Verlagerung des Historischen Centrums Hagen, dort heiße es : Der HFA stimmt der Verlagerung der Dauerausstellung des Historischen Centrums in ein städtisches Gebäude, welches ggf. auch das Archiv zu einem späteren Zeitpunkt aufnehmen kann, zu.
Das Archiv passe definitiv nicht in die Hochstraße 71. Die Intention dieses Beschlusses, der auch wortgleich mit dem Beschluss des KWAs ist, sei verletzt worden.
Daher beantragt er, den Bericht nicht zur Kenntnis zu nehmen und die Verwaltung zu beauftragen, von der Verlagerung Abstand zu nehmen und eine Vorlage zu erarbeiten, die darstellt : die Kosten des Umzugs, die Kosten des Rückbaus der Wippermann-Passage, die Kosten des Umbaus des Souterrains des Osthaus Museums, die denkmalschutzrechtlichen Aspekte im Souterrain des Osthaus Museums, die Auswirkungen auf das Junge Museum, die Auswirkungen auf die Dauerausstellung, die Höhe der Fördermittel, die ggf. zurückgezahlt werden müssen und einen groben Zeitplan.
Herr Klinkert betrachtet das Organigramm mit Skepsis. Es gehe nicht daraus hervor, was genau vom Fachdienst Verwaltung verwaltet werden soll. Die Trennung der Verwaltung von den eigentlichen Aufgaben der Fachdienstleitungen hält seine Fraktion für problematisch. Es stelle sich auch die Frage, wer den Verwaltungskräften gegenüber weisungsbefugt ist, alle diese Dinge könnten zu Problemen führen.
Er möchte dem KWA die Skepsis seiner Fraktion gegen dieses Organigramm zur Kenntnis geben.
Herr Huyeng verweist auf sehr ausführliche Gespräche mit allen Beteiligten und ist zuversichtlich, dass die Fachbereichsumorganisation erfolgreich sein wird, es werde auch Evaluationstermine dazu geben. Die Bedenken der Fraktion Hagen Aktiv nimmt er zur Kenntnis.
Herr Röspel erinnert an den Antrag von Herrn Fritzsche.
Herr Dr. Fischer bittet um Wiederholung des Antrages.
Herrn Fritzsche geht es darum, dass die Verwaltung eine Vorlage speziell zur Verlagerung der Dauerausstellung des Historischen Centrums erstellt. Er wiederholt die einzelnen Punkte, die beantwortet werden sollen. Aufgrund dieser detaillierten Ermittlungen könne dann möglicherweise ein Beschluss zur Verlagerung der Dauerausstellung gefasst werden.
Herr Dr. Fischer ergänzt, es sei ja bekannt, dass er sich wiederholt eine Museumsinsel gewünscht habe, in die auch das Gebäude des Sportamtes mit einbezogen werden könnte. Alternativ habe man aber auch diskutiert, ein angemessenes Gebäude in Hagen zu finden, das geeignet ist, sowohl das Archiv als auch das Stadtmuseum aufzunehmen. Ihn interessiert, ob diese Suche stattgefunden hat und ob man darüber einmal einen Bericht erhalten könne.
Herr Asbeck hält es für akzeptabel, diese Vorlage heute zur Kenntnis zu nehmen und gleichzeitig eine Vorlage über die Verlagerung der Dauerausstellung einzufordern.
Herr Fritzsche kann sich mit diesem Vorschlag anfreunden, wenn die Verwaltung davon Abstand nimmt, die Verlagerung der Dauerausstellung voranzutreiben, bis die Vorlage und ein erneuter Beschluss dazu vorliegt.
Er gibt zu bedenken, dass die gesamte Ausstellungsfläche in der Wippermann-Passage leer stehen würde, wenn die Dauerausstellung jetzt verlagert würde und man die Flächen nicht eher abmieten könne. Dieser Aspekt müsse möglicherweise auch noch in der Vorlage betrachtet werden.
Herr Huyeng kann eine entsprechende Vorlage zusichern. Die Verlagerung des Historischen Centrums werde gerade sehr intensiv diskutiert, die Idee sei ja, alles im Kunstquartier zu komprimieren. Durch die Verbindung des Historischen Centrums mit dem Kunstquartier rechne man mit Synergieeffekten. Man habe eingehend über Unterbringungsmöglichkeiten des Archivs gesprochen. Es sei nicht leicht, einen geeigneten Ort zu finden. Gerade gestern wurde über all diese Fragen diskutiert, die Herr Fritzsche gestellt hat. Man habe auch erste Gespräche darüber geführt, ob man durch eine Verlagerung des Stadtmuseums in ein Gesamtensemble vielleicht auch vom RVR neue Fördermittel bekommen könne.
Das Organigramm habe mit dieser Umsetzung jedoch gar nichts zu tun.
Herr Söhnchen stellt fest, man nähere sich dann an, er schlägt aber vor, heute diese Vorlage nicht zur Kenntnis zu nehmen oder den letzten Passus zu streichen, denn auf der letzten Seite des Berichts gehe es um die Verlagerung des Historischen Centrums und der Dauerausstellung.
Er erinnert daran, dass man sich seinerzeit zu einem Gesamtkonzept für das Stadtmuseum und das Archiv entschieden habe, um Synergieeffekte zu erzielen, davon solle man jetzt nicht einfach abweichen.
Das kann Herr Fritzsche bestätigen. Es sei sicher keine leichte Aufgabe, geeignete Gebäude für das Archiv zu finden, er hält es aber für ratsam, diese Synergieeffekte zu erhalten und ein Gebäude zu suchen, wo beides in räumlicher Anbindung zum Kunstquartier untergebracht werden kann.
Herr Röspel formuliert nun zusammenfassend den Beschluss.
Herr Dr. Fischer erinnert an die in dieser Stadt viel zu wenig bekannten Räume am Museumsplatz, wie den Ernst Meister-Raum und den Karl Halle-Raum. Nach seinen Informationen müssen diese Räume durch den Umzug aufgegeben werden, er bittet darum, hierfür eine andere angemessene Unterkunft anzubieten.
Herr Dr. Belgin berichtet, er habe aus Konsolidierungsgedanken heraus diese beiden selten genutzten Räume frei gezogen und auf dem gleichen Flur einen alternativen Raum für beide Ausstellungen zur Verfügung gestellt. Der Karl Halle - Gesellschaft habe er angeboten, einmal im Jahr einen Karl Halle Abend im Kunstquartier auszurichten.
Abstimmungsergebnis:
| Ja | Nein | Enthaltung |
CDU | 5 |
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SPD | 4 |
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Bündnis 90/ Die Grünen | 2 |
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Hagen Aktiv | 1 |
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FDP | 1 |
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Die Linke | 1 |
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x | Einstimmig beschlossen | ||
| Mit Mehrheit beschlossen | ||
| Einstimmig abgelehnt | ||
| Mit Mehrheit abgelehnt | ||
| Abgelehnt bei Stimmengleichheit | ||
| Ohne Beschlussfassung | ||
| Zur Kenntnis genommen | ||
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Dafür: | |||
Dagegen: | |||
Enthaltungen: | |||
Anlagen zur Vorlage
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(wie Dokument)
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