12.12.2012 - 8 Ausbau der Kindertagespflege

Beschluss:
ungeändert beschlossen
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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

 

Frau Versteeg-Schulte erläutert die Vorlage.

 

Herr Reinke bedankt sich für den Bericht und die Vorlage. Das werde seine Fraktion sicher so mittragen. Er bäte um weitere Ausführungen zum Aktionsprogramm Kindertagespflege. Bezüglich des Ausbaus der Kindertagespflege bittet er um Angabe von Zahlen. Wie hoch sei die Entlohnung der Tagesmütter? Wie sei die Fachberatung in Hagen organisiert?

 

Frau Versteeg-Schulte beantwortet die Fragen von Herrn Reinke dahingehend, dass durch den Caritasverband bzw. durch den Sozialdienst katholischer Frauen je nach Vermittlung durch den jeweiligen Träger erfolge. Die Vergütung betrage 4 € pro Stunde bei vorliegender Qualifizierung. Aktuell habe man 135 Kindertagespflegepersonen, die auf selbständiger Basis arbeiteten. Insgesamt seien das 220 Plätze.

Aktuell befänden sich 117 Kinder in der u3-Betreuung. Zurzeit befinde man sich in der Startphase des letzten Projektes.

 

Herr Strüwer ist der Meinung, dass auch in früheren Diskussionen deutlich geworden sei, dass Tagespflege ein familiäres System sei. Es biete zeitliche Flexibilität. Man habe in diesem Zusammenhang auch über Hemmnisse gesprochen. In der Vergangenheit sei es so gewesen, dass man nur ein bestimmtes Kontingent an Stunden bekommen habe, dessen Bedarf man habe nachweisen müssen. Nun gehe man ja wohl in die Richtung, ggf. ein größeres Stundenkontingent anzubieten.

Sei das so gedacht? Gebe es so etwas schon in anderen Städten? Das zweite Problem seien die Fehlzeiten, die zu einem Verdienstausfall der Tagesmütter führten.

 

Frau Versteeg-Schulte macht deutlich, dass das bisherige Verfahren sowohl für Eltern, als auch für die Tagesmütter keine Sicherheit geboten habe. Der Gedanke sei nun, dass eine Pauschalvergütung Anreize schaffe, indem sie für die Tagespflegepersonen Sicherheiten biete. Ihr sei bekannt, dass einige andere vergleichbare Städte diesen Weg beschritten hätten. Die zusätzlichen Kosten seien nicht unerheblich.

Eine beispielhafte Berechnung für Dezember habe zusätzliche Kosten in Höhe von über 31.000 € ergeben.

 

Herr Dr. Schmidt ist der Meinung, dass der Stundensatz von 4 € ein Hungerlohn sei. Hier müsse dringend etwas getan werden. Hier sei nicht nur die Kommune gefragt. Das familiäre Umfeld sei sicher die Stärke der Tagespflege. Es sei aber auch denkbar, als Kommune Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen, in denen in einem Zentrum mehrere Tagespflegepersonen arbeiteten. Das könne ein Zukunftsmodell sein.

Man sei ein wenig enttäuscht über den Erfolg der Anstrengungen, die man im letzten Jahr unternommen habe. Man müsse da differenzierter agieren.

 

Herr Strüwer weist darauf hin, dass man auch in Zusammenarbeit mit den Trägern eine neue Vorlage erwarten könne.

 

Frau Versteeg-Schulte geht davon aus, dass diese im ersten Quartal des neuen Jahres vorgelegt werden könne.

 

Herr Strüwer stellt den Beschlussvorschlag zur Abstimmung.

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Beschluss:

 

 

Die Verwaltung wird beauftragt, gemeinsam mit den beteiligten freien Trägern Maßnahmenvorschläge zur Beseitigung der hier aufgeführten „Stolpersteine“ beim Ausbau der U3-Betreuung in der Kindertagespflege inkl. der finanziellen Auswirkungen im interkommunalen Vergleich zu entwickeln und dem JHA zur Entscheidung vorzulegen.

 

 

 

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Abstimmungsergebnis:

X

Einstimmig beschlossen

 

Mit Mehrheit beschlossen

 

Einstimmig abgelehnt

 

Mit Mehrheit abgelehnt

 

Abgelehnt bei Stimmengleichheit

 

Ohne Beschlussfassung

 

Zur Kenntnis genommen

 

     

 

Dafür:

14

Dagegen:

  0

Enthaltungen:

  0