14.04.2005 - 4 Feinstaubbelastung in Hagen
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4
- Sitzung:
-
Sitzung des Umweltausschusses
- Gremium:
- Umweltausschuss
- Datum:
- Do., 14.04.2005
- Status:
- öffentlich (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB69 - Umweltamt
- Bearbeitung:
- Elfi Paech
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Dr. Schmidt erläutert das
durch die Stadt Hagen bereits seit Jahren diskutierte Thema Luftverschmutzung.
Hinsichtlich der Feinstaubbelastung sind derzeit in Hagen etwa 13
Überschreitungen gemessen worden. Die Luftmesswerte der Stationen seien unter
uba.de (Umweltbundesamt) im Internet abzurufen. Die Maßnahmenpunkte umfassen
die City-Logistik, die Umrüstung der Busse und das Prognosesystem als
Kernpunkt. Der Luftreinhalteplan mit dem Schwerpunkt Stickoxydwerte müsse um
das Thema Feinstaub (pm 10) ergänzt werden, die Finanzierung werde im HFA
vorgeschlagen. In der ersten Stufe werde eine sorgfältige Auswertung erfolgen und
im nächsten Jahr könne der Plan für ganz Hagen eingeführt werden. Im Gegensatz
zu anderen Städten sei keine komplette Herausnahme des Verkehrs vorgesehen
sondern der Verkehr werde durch Lenkung und Leitung begrenzt. Dadurch solle
eine Verbesserung zwischen 20 und 30 % erreicht werden. Notwendige Maßnahmen
sollen durch die politischen Gremien beschlossen werden. Herr Warmeling
fragt nach der Möglichkeit einer Erzwingung der Inanspruchnahme der City
Logistik. Herr Breddermann erläutert, die kleinen Feinstaubteile seien
seiner Information nach bedenklich. Weiterhin wird die Frage gestellt, ob die
Verwaltung in Sachen Anschaffung Gasfahrzeuge tätig geworden sei. Herr Dr.
Schmidt erwidert, bisher seien intern dazu alle Versuche an
Abschreibungstatsachen gescheitert, ein Beschluss im HFA könne dabei helfen.
Feinstäube im Mikro-/Nano-Bereich seien schädlicher als grobe Feinstäube. Neben
Belastungen aus dem Verkehr seien weitere Hintergrundbelastungen wie bsp. aus
dem Tagebau bekannt; in Hagen bestehe jedoch keine deutliche
Hintergrundbelastung durch Industrie. Hinsichtlich der Frage nach der
Erzwingung der City Logistik könne ggf. über eine weitere Einschränkung der
Lieferzeiten oder Zulassung bestimmter Lieferfahrzeuge nachgedacht werden,
jedoch müsse dies rechtlich geprüft werden. Die von Herrn Breddermann
angesprochene Reinigungsproblematik in Schulen beantwortet Herr Dr. Schmidt
dahingehend, dass ein Untersuchungsprogramm dazu durchgeführt werden solle. Herr
Dr. Ullrich berichtet über Ergebnisse einer Untersuchung der Reifen- und
Rußhersteller, wonach der Reifen- und Rußabrieb größer als der Ausstoß von
Dieselruß sei. Herr Erlmann betont, an Verkehrsverbote seien maßvoll
einzusetzen. Herr Erlmann schlägt vor, der Resolution des Städtetages
als Umweltausschuss beizutreten, in der die Autoindustrie aufgefordert wird,
schnellstmöglich die serienmäßige Einführung von Rußfiltern bei
Dieselfahrzeugen vorzunehmen.
