06.06.2012 - 4.2 Haushaltssanierungsplan des Doppelhaushalts 201...

Beschluss:
geändert beschlossen
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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

 

Zu Maßnahme Nr. 12_20.003

Reduzierung der bestehenden Straßenreinigungsintervalle:

 

Herr Arnusch lehnt für seine Fraktion diese Maßnahme ab, damit das Stadtbild nicht noch weiter in Mitleidenschaft gezogen wird.

 

 

Zu Maßnahme Nr. 12_41.001

Zuschusskürzung der Förderung der freien Kulturszene:

 

Herr Arnusch fragt, ob die bereits vor zwei Jahren beschlossene personalwirtschaftliche Maßnahme, nämlich das Ausscheiden eines Geschäftsführers aus dem Kulturzentrum des Werkhofes und Ersatz durch einen städtischen Mitarbeiter, bereits realisiert sei. Weiterhin ist er der Meinung, dass die notwendigen Einsparungen im Kulturbereich eher beim Stadttheater als bei den Kleinkunstbühnen vorgenommen werden sollten. Herr Leisten ist derselben Meinung.

 

Herr Strüwer fragt, ob der Werkhof vor dem Hintergrund der bereits vor zwei Jahren beschlossenen personalwirtschaftlichen Maßnahme überhaupt noch von dieser Sparrunde betroffen ist. Herr Dr. Schmidt kann dies nicht final ausschließen, sieht jedoch die Sparlast eher bei den anderen freien Kulturzentren.

 

 

Zu Maßnahme Nr. 12_48.001

Sachkostenreduzierung Lernmittel 10%

 

Herr Arnusch fragt, ob die Schulen die geplante Sachkostenreduzierung der Lernmittel um 10% deckeln können oder ob die Einsparung zu einem höheren Elternbeitrag

führt. Dazu hätte er gerne eine schriftliche Antwort. Herrn Leisten erscheint vor dem Hintergrund der beschlossenen Schulschließungen sowie dem Rückgang der Schülerzahlen die vorgeschlagene Sachkostenreduzierung nur plausibel. Allerdings möchte er geklärt haben, ob sich die 10%ige Einsparung auf das einzelne Schulkind bezieht oder ob der Gesamtansatz um 10% reduziert wird.

 

Herr Krippner und Herr Eschenbach erklären, dass ihre Fraktion Kürzungen im Bildungssektor nicht mitträgt, da letztendlich die Einsparungen von den Eltern aufgefangen werden müssen. Herr Dr. Schmidt verweist auf die Erläuterung zu dieser Maßnahme und hält die geplante Verlängerung der Nutzungsdauer der Lehrbücher für zumutbar. Sollte jedoch der jetzige Qualitätsstandard gehalten werden, würde dies zu Lasten der Elternbeiträge gehen.

 

Herr Arnusch fragt, wie hoch die Elternbeiträge für Lernmittel in Form von Sozialleisten für sozial schwache Einwohner sind und möchte diese der geplanten Einsparung gegenübergestellt sehen. Herr Krippner fragt, wie der Schulausschuss zu dieser Maßnahme entschieden hat.

 

Es schließt sich eine Grundsatzdiskussion an über den Unterschied zwischen Sparen und Kürzen, die Notwendigkeit des Haushaltssanierungskonzeptes, der Mitgliedschaft im RVR sowie über die möglichen Konsequenzen, wenn der Sanierungsbetrag nicht erreicht wird. An dieser Diskussion beteiligen sich die Herren Strüwer, Quitter, Krippner, Voss, Sondermeyer, Eschenbach, Arnusch, Leisten und Frau Nigbur-Martini.

 

 

Zu Maßnahme Nr. 12_FBOB.002

Reduzierung des Aufwands um 5%

 

Herr Leisten erläutert den Hintergrund des Beschlussvorschlages der Tischvorlage seiner Fraktion. Danach soll auch die Politik ihren Sparbeitrag leisten, allerdings lehnt er eine Reduzierung der Zahl der Bezirksvertreter ab. Herr Krippner schließt sich dieser Auffassung an.

 

 

Zu Maßnahme Nr. 12_FBOB.004

Vorschlag GPA: Zuschussreduzierung HVG/Bäder

 

Frau Krämer regt an, dass Entscheidungskriterium „Steigerung der Besucherzahlen auf 20 zahlende Gäste“ im Beschlussvorschlag der Tischvorlage der CDU-Fraktion zu streichen. Herr Arnusch verweist darauf, dass im Westfalenbad jeder Besucher durchschnittlich 8,74 € an Kosten verursacht, im Lennebad hingegen 9,17 €. Dies sei kein relevanter Unterschied. Weiter bittet er Hagenbad einen Belegungsplan des Westfalenbades vorzulegen, aus dem ersichtlich wird, dass tatsächlich alle Besucher des Lennebades (inkl. Schulschwimmen und Vereine) vom Westfalenbad aufgenommen werden können. Herr Müller sagt dies zu, erläutert dann die von der HVG vorgelegten Besucherzahlen und erklärt den erheblichen Rückgang der normalen Badegäste mit der Reduzierung der Öffnungszeiten ab dem 01.05.10. Die Besucherzahlen je Öffnungsstunde sind jedoch mit durchschnittlich 12,5 konstant geblieben.

 

Herr Arnusch fragt, ob die HVG Rückstellungen für die Bauunterhaltung des Lennebades gebildet hat. Herr Müller bestätigt dies. Herr Krippner sieht auch die HVG selbst in der Pflicht, für die Attraktivität des Lennebades zu sorgen.

 

Frau Nigbur-Martini fragt, ob die HVG erklären kann, wohin die 20.000 Badegäste (Besucherschwund von 2009 bis 2011) abgewandert sind. Herr Müller erläutert, warum im Beschlussvorschlag die Zahl 20 genannt ist. Bundesweit tätige Berater von Badbetreibern sehen 20 Besucher pro Öffnungsstunde als Voraussetzung für einen wirtschaftlich gesunden Badbetrieb an. Unter 15 Besucher pro Öffnungsstunde kann kein Bad wirtschaftlich betrieben werden.

 

Herr Leisten schlägt als Kompromissvorschlag vor, im Beschlussvorschlag der Tischvorlage die Formulierung „20 zahlende Gäste“ durch „nennenswert“ zu ersetzen.

 

An der weiteren Diskussion beteiligen sich die Herren Lotz, Leisten, Voss, Eschenbach und Strüwer.

 

 

Zu Maßnahme Nr. 12_SZS.001

Vorschlag GPA: Einführung einer Sportstättennutzungsgebühr

 

Herr Leisten lehnt die Einführung einer Sportstättennutzungsgebühr ab und formuliert einen entsprechenden Beschlussvorschlag (siehe Beschluss). Herr Dr. Schmidt berichtet über Denkansätze zu Einsparungen bei Steuern durch gesellschaftsrechtliche Konstrukte.

 

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Auf Nachfrage von Herrn Dr. Schmidt, ob es aus den Reihen der BV-Mitglieder eigene Sparvorschläge gibt, macht Herr Krippner folgende Vorschläge: papierlose Sitzungsunterlagen, höhere Ausschüttungen der Sparkasse und anderer Tochtergesellschaften, Reduzierung der Berater- und Gutachterkosten. Herr Leisten ergänzt diese Aufzählung um den Punkt `Reduzierung des Aufwands beim HABIT´.

 

 

 

 

 

 

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Beschluss:

 

Die Bezirksvertretung Hohenlimburg empfiehlt dem Rat der Stadt, den als Anlage beigefügten Haushaltssanierungsplan 2012/2013 der Stadt Hagen mit folgenden Änderungen/Ergänzungen zu beschließen:

 

Maßnahmen-nummer

Bezeichnung

Beschluss der BV Hohenlimburg

Abstimmungsergebnis

12_20.003

Reduzierung bestehender Straßenreini-gungsinter- valle

Die Reduzierung der bestehenden Straßenreinigungsinter- valle wird abgelehnt.

X      Abgelehnt bei Stimmengleichheit

 

Dafür:               6

Dagegen:       6

Enthaltungen:  1

12_41.001

Zuschusskür- zung der Förderung der freien Kulturszene

Die Zuschusskürzung der Förderung der freien Kulturszene wird abgelehnt.

X Einstimmig beschlossen

 

Dafür:             13

Dagegen:        0

Enthaltungen:  0

12_48.001

Sachkostenre- duzierung Lernmittel 10%

Die Sachkostenreduzierung  der Lernmittel um 10% wird abgelehnt.

X Mit Mehrheit beschlossen

Dafür:               7

Dagegen:       6

Enthaltungen:  0

12_FBOB.002

Aufwendungen für Rat, Ausschüsse und BV´en; Reduzierung des Aufwands um 5%

Die Bezirksvertretung Hohenlimburg lehnt die Verringerung der Mandatszahlen in Ihrem und den übrigen Gremien ab. Die so nicht erzielten Einsparmassnahmen im Politikbereich werden kompensiert durch entsprechende Verringerung der Zahlungen für die Fraktionsgeschäftsstellen.

X Mit Mehrheit beschlossen

 

Dafür:               7

Dagegen:        5

Enthaltungen:  0

12_FBOB.004

Vorschlag GPA: Zuschussredu- zierung HVG / Bäder

Die Bezirksvertretung Hohenlimburg lehnt die Einstellung des Betriebes im Lennebad ab.

Der Betrieb soll bis 2015 auch mit öffentlichen Öffnungszeiten gewährleistet bleiben.

Darüber hinaus soll ein Weiterbetrieb des Lennebades gewährleistet bleiben, wenn die Besucherzahlen sich bis 2015 nennenswert steigern lassen. Weiter soll die bereits geübte Praxis der Bad- und Schwimmaufsicht durch ehrenamtliche Kräfte fortgeführt werden und bereits angedachte Einsparmöglichkeiten bei den laufenden Betriebskosten umgesetzt werden und so zu weiteren Kosteneinsparungen führen.

 

X Einstimmig beschlossen

 

Dafür:             12

Dagegen:        0

Enthaltungen:  0

12_GWH.001

Reduzierung der Bauunterhalt- ung

Die Bezirksvertretung Hohenlimburg befürwortet die Reduzierung der Bauunterhaltung.

X Einstimmig beschlossen

 

Dafür:             11

Dagegen:        0

Enthaltungen:  1

12_SZS.001

Vorschlag GPA: Einführung einer Sportstätten- nutzungsge- bühr

Die Bezirksvertretung Hohenlimburg lehnt die Einführung einer Sportstättennutzungsge- bühr ab. Die dadurch nicht realisierten Einsparungen sollen durch einen weiteren `Packt für Sport´ erzielt werden.

X Mit Mehrheit beschlossen

 

Dafür:               6

Dagegen:         4

Enthaltungen:  2

12_20.006

Anhebung der Grundsteuer um 15 Punkte von 530 auf 545%

Die Bezirksvertretung Hohenlimburg befürwortet die Anhebung der Grundsteuer um 15 Punkte von 530 auf 545%.

X Einstimmig beschlossen

Dafür:             12

Dagegen:        0

Enthaltungen:  0

 

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Abstimmungsergebnis:

X

Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

12

Dagegen:

0

Enthaltungen:

0

 

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Anlagen zur Vorlage