21.03.2012 - 4.5 Schulentwicklungsplanung 2011 für den Bereich d...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4.5
- Gremium:
- Bezirksvertretung Hohenlimburg
- Datum:
- Mi., 21.03.2012
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB48 - Bildung und Kultur
- Bearbeitung:
- Horst Hermann
- Beschluss:
- vertagt
Wortprotokoll
Anmerkung: Dieser TOP
wurde nach TOP beraten.
Beantwortung der Einwohnerfragen
Zu Frage 1
Herr Dr. Schmidt beantwortet die Frage mit den Ausführungen im Gutachten
von Herrn Krämer-Mandeau, wonach die Anmeldezahlen der GS Reh schwächeln und für
einen dauerhaften Erhalt der Schule nicht ausreichen.
Zu Frage 2
Herr Dr. Schmidt führt aus, dass die GS Reh dauerhaft auch nicht die
Minimalanforderungen an eine Dorfschule erfüllt. Hinzu kommt, dass ausreichende
Räumlichkeiten in der benachbarten Hauptschule Hohenlimburg vorhanden sind.
Grundsätzlich weist Herr Dr. Schmidt darauf hin, dass es für jede
Grundschulklasse mehr nicht automatisch auch mehr Lehrer von der
Bezirksregierung zur Verfügung gestellt werden. Je mehr Grundschulklassen, umso
schwieriger bis unmöglich wird eine gerechte Lehrerverteilung auf die
Grundschulen.
Zu Frage 3
Herr Hermann erläutert, dass die meisten Schüler in einem Radius von 2 km
zur GS Kley wohnen. Schüler, die außerhalb dieses Radius wohnen, bekämen dann
von der Stadt ein Busticket.
Zu Frage 4
Herr Hermann relativiert die Befürchtungen hinsichtlich eines möglichen
Konfliktpotentials aufgrund der auf 414 anwachsenden Schülerzahlen am Standort
Kley. Zum einen funktionieren schon heute Grundschulen mit über 350 Schülern,
zum anderen geht der Gutachter bis zum
Schuljahr 2016/17 von einer Reduzierung der Schülerzahlen auf 317 aus. Hinzu
kommt eine räumliche Entspannung der Situation dadurch, dass der s.g. Turmtrakt
mit vier Klassenräumen der Hauptschule Hohenlimburg gezielt durch die
Grundschüler genutzt werden soll.
Zu Frage 5
Herr Hermann geht davon aus, dass bei einer Aufgabe des GS-Standortes Reh
die Offene-Ganztags-Schulplätze mit zur GS Kley verlagert werden.
Zu Frage 7
Herr Hermann sagt zu, dass der Schulträger auch zukünftig die notwendigen
Unterhaltungs- und Anpassungsinvestitionen bezüglich der Sanitäranlagen tätigen
wird.
Zu Frage 8
Herr Hermann widerspricht der Aussage einer Zusammenlegung von einer
Grundschule mit einer Hauptschule. Beide Schulformen bleiben erhalten. Es
werden nur Räumlichkeiten der Hauptschule durch eine Grundschule genutzt.
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Hermann führt aus, dass die GS Berchum / Garenfeld zur Zeit über
knapp unter 100 Schüler verfügt und sich diese Anzahl im nächsten Schuljahr auf
ca. 82 Schüler reduziert. Damit wird die Mindestschülerzahl von 92 deutlich
unterschritten. Daraus ergibt sich die Handlungsnotwendigkeit, diese
Grundschule an die GS Kley anzubinden, die bereits im Verbund mit dem
Teilstandort Reh ist.
Aufgrund der Rückläufigkeit der Schülerzahlen an den GS Wesselbach,
Regenbogen und Heideschule, so führt Herr Hermann weiter aus, können perspektivisch nur zwei dieser Standorte
erhalten bleiben.
Herr Leisten führt aus, dass sich die CDU-Fraktion seit Mitte Dezember
2011 intensivst mit der Thematik beschäftigt hat und präsentiert den anderen
BV-Mitgliedern seinen Beschlussvorschlag zu diesem TOP. Um den anderen
BV-Mitgliedern Zeit zu geben, sich mit diesem Vorschlag auseinander zu setzen
und um einen breiten Konsens zu erzielen, regt er die Vertagung dieses TOP auf
die nächste Sitzung an.
Frau Buddeberg, Frau Schlößer und Herr Arnusch sind mit diesem Prozedere
einverstanden. Herr Arnusch ergänzt, dass sich seine Fraktion dem
demografischen Wandel nicht verschließen wird und steht, ebenso wie die
Mehrheit der Schulleiter, für eine Übergangsphase hinter dem Verbundkonzept bei
den Grundschulen.
Herr Schmidt ist vom Grundsatz her ebenfalls für eine Vertagung dieses
TOPs, kann jedoch für seine Fraktion dem CDU-Beschlussvorschlag in den Punkten
2 und 3 nicht zustimmen. Er spricht sich eindeutig für einen Erhalt aller
Grundschulstandorte in Hohenlimburg aus, so lange es die Anmeldezahlen hergeben,
und bemängelt, dass die Verwaltung Grundschulen hinsichtlich des
Anmeldeverhaltens der Eltern gegeneinander ausspiele.
Herr Dr. Schmidt widerspricht Herrn Schmidt ausdrücklich und verteidigt
das Grundschulkonzept als richtig und zukunftsfähig. Anders als es die
Verwaltungsvorlage vorsieht, ist er persönlich für eine Aufgabe der
Wesselbachschule (in ca. 2 Jahren) und steht für eine Weiterführung der
Wesselbachschule nur noch als Filialstandort der Heideschule. Bezüglich des
Verbundkonzeptes merkt er weiter an, das dies für die Lehrer eine erhebliche
Mehrbelastung darstellt.
Herr Arnusch fragt, wann die Klassenräume im Turmtrakt der Hauptschule
Hohenlimburg frei werden und erwartet weiter, von der Verwaltung in
regelmäßigen Abständen über Veränderungen bei den Entscheidungsgrößen des
Schulentwicklungskonzeptes informiert zu werden.
Herr Leisten erinnert daran, dass die Eltern selber durch ihr
Anmeldeverhalten über den Bestand jeder einzelnen Grundschule entscheiden. Herr
Strüwer hält einen Schulentwicklungsplan für einen Zeitraum von 5 Jahren für
völlig unrealistisch. Vielmehr muss dieser Plan durch Veränderungen des
prognostizierten demografischen Wandels und vor dem Hintergrund der Aufhebung
der Schulbezirke, jedes Jahr durch neue Beschlüsse –auch hinsichtlich der
Notwendigkeit von Schulschließungen- angepasst werden.
An der weiteren Diskussion beteiligen sich Frau Buddeberg sowie die
Herren Sondermeyer, Schmidt, Ullrich und Leisten.
Abschließend weist Herr Dr. Schmidt darauf hin, dass die Existenz der Hauptschule
Hohenlimburg durch ihre Einzügigkeit und der geringen Anmeldezahlen von z. Zt.
20 Kindern erheblich in ihrer Existenz gefährdet ist.
Anlagen zur Vorlage
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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1,7 MB
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