15.03.2005 - 5.2 Offene Ganztagsgrundschule in HagenEntwicklungs...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5.2
- Zusätze:
- Verfasser : Sterungsgruppe OGS
- Gremium:
- Bezirksvertretung Hagen-Mitte
- Datum:
- Di., 15.03.2005
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 14:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB40 - Schule
- Bearbeitung:
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
An der sehr ausführlich geführten
Diskussion an der sich Herr Manfred Weber, Herr Thormählen, Herr Löwenstein,
Herr Klessa, Frau Purps, Frau Schümer, Herr Homm und für die Verwaltung Herr
Hermann beteiligen, sind sich die Vertreter einig, dass die Kinder der Offenen
Ganztagsgrundschule ihren Schulalltag nicht ohne Mittagsversorgung bewältigen
können. Trotz einer fehlenden rechtlichen Möglichkeit, die Eltern in ihre Verantwortung
zu nehmen und die Kinder am gemeinsamen Mittagstisch teilhaben zu lassen, wird
die Verwaltung aufgefordert Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten.
Darüber hinaus stellt sich die Frage,
wie die in dem Beschlussvorschlag aufgeführten zusätzlichen finanziellen
Belastungen aufgefangen werden sollen.
Nachweislich nehmen viele Kinder aus
sozial schwachen Familien an der Offenen Ganztagsgrundschule teil, so dass sich
die Finanzierung sehr schwierig gestaltet. Die Verwaltung sollte darüber
nachdenken, wie sie Kinder aus wohlhabenden Familien in die Offene
Ganztagsschule integrieren kann.
Herr Herrmann informiert darüber, dass
die Verwaltung versuchen wird, mit verschiedenen Kooperationspartnern die
nötigsten Versorgungsfälle abzudecken. Angebote von Anbietern hinsichtlich
einer Mittagsversorgung liegen der Verwaltung vor. Diese werden zurzeit noch
überprüft. Die angesprochenen zusätzlichen finanziellen Belastungen sollen nach
ersten Überlegungen aus der Schulpauschale getragen werden. Ein konkreter
Vorschlag liege aber noch nicht vor.
Weiter informiert Herr Hermann
darüber, dass die Hälfte der Eltern deren Kinder an der Offenen Ganztagsschule
teilnehmen keinen Beitrag zahlen. Umfangreiche Erkenntnisse im Zusammenhang mit
den Offenen Ganztagsgrundschulen liegen erst vor, wenn die Aufbauphase
abgeschlossen und eine gesamtstädtische Einführung erfolgt ist.
Beschluss:
Die Bezirksvertretung Hagen-Mitte
empfiehlt dem Rat der Stadt folgenden Beschluss zu fassen:
Der Bericht der Verwaltung wird zustimmend zur Kenntnis
genommen.
Die Verwaltung wird beauftragt, gemäß der in der Vorlage
dargestellten Handlungsbedarfe
1.
an
den bestehenden Offenen Ganztagsschulen/ Starterschulen I des Schuljahres
2004/05 bedarfsgerecht zusätzliche Gruppen einzurichten und
2.
die
Starterschulen II zum Schuljahr 2005/06 entsprechend der dargestellten zweiten
Ausbausstufe in Betrieb zu nehmen.
3.
den
Kooperationspartnern der Offenen Ganztagsschulen entsprechend der dargestellten
Finanzbedarfe zum Schuljahr 2005/06 pro Gruppe und Schuljahr ein Budget von
40.000 € an Grundschulen und an Sonderschulen ein Budget von 26.940
€ zur Verfügung zu stellen, sowie diese zusätzlich erforderlichen Mittel
im Haushaltsplan 2005 zu veranschlagen.
4.
die
zur Administration des Umsetzungsprozesses erforderlichen personellen
Ressourcen zu beschreiben, zu bemessen und bedarfsgerecht bereitzustellen.
Der Oberbürgermeister wird beauftragt,
gegenüber der Landesregierung zu verdeutlichen, dass die Einführung der Offenen
Ganztagsgrundschule für die Gemeinden grundsätzlich nicht haushaltsneutral
möglich ist, sondern vielmehr erhebliche zusätzliche finanzielle Belastungen
mit sich bringt. Dies sei im Zusammenhang mit der Finanzierung durch das Land
NRW entsprechend zu berücksichtigen und zwar dergestalt, dass den Gemeinden
eine gemeinsame flexible Bewirtschaftung der Landeszuweisung und der
Bundesmittel ermöglicht und zugestanden wird.
