09.03.2005 - 7.3 Offene Ganztagsgrundschule in HagenEntwicklungs...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 7.3
- Zusätze:
- Verfasser : Sterungsgruppe OGS
- Gremium:
- Bezirksvertretung Eilpe/Dahl
- Datum:
- Mi., 09.03.2005
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB40 - Schule
- Bearbeitung:
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Berichterstatterin: Frau Ehrlicher
An der sehr ausführlichen und
intensiven Diskussion beteiligen sich die Herren Dahme, Schulz (SPD), Wölm, Dr.
Lemme, Dr. Preuß, Grzeschista, Neuhaus und für die
Verwaltung Frau Ehrlicher.
Auf die Nachfrage von Herrn Dahme,
warum die Grundschule Eilpe nicht wie geplant mit zwei Gruppen in die
Ganztagsbetreuung startet, antwortet Frau Ehrlicher, dass der Prozess der
Schulkindbetreuung innerhalb der Ganztagsgrundschule noch nicht abgeschlossen
sei. Darüber hinaus sind die vorgesehenen baulichen Veränderungen noch nicht
ganz abgeschlossen. Die Einrichtung einer zweiten Gruppe soll bis zum Jahre
2007 erreicht werden.
Ergänzend möchte Herr Dahme wissen,
warum die Grundschule Franzstraße im Jahre 2005/06 mit nur einer Gruppe starten
soll. Im Rahmen der Gespräche zur regionalen Bedarfsplanung ist deutlich
geworden, dass weitere Neuanmeldungen von Schulkindern zur Betreuung über
Mittag vorliegen.
Frau Ehrlicher teilt hierzu mit, dass
der Schulleiter genug Anmeldungen für eine Gruppe vorliegen hat. Hinsichtlich
der Einrichtung einer zweiten Gruppe laufen die Planungen bereits. Allerdings
ist in diesem Zusammenhang zu berücksichtigen, dass verschiedene Eltern noch
unschlüssig in ihrer Entscheidungsfindung sind. Die Verwaltung geht aber davon
aus, das zu Beginn des Schuljahres 2005/06 die Grundschule Franzstraße mit zwei
Gruppen startet.
Auf die Frage von Herrn Christian
Schulz (SPD), warum die Grundschule Astrid-Lindgren bei der Umsetzung der
Offenen Ganztagsgrundschule 2005/06 rausgefallen sei, erklärt Frau Ehrlicher,
dass dies eine Entscheidung der Schulkonferenz war. Darüber hinaus lagen die
baulichen Voraussetzungen nicht vor.
Herr Wölm wundert sich über die
Nichtteilnahme der Grundschule Astrid-Lindgren im Rahmen der Offenen
Ganztagsgrundschule, zumal die Bezirksvertretung mit Zuschussmitteln den Ausbau
der Schule gefördert hat. Basierend auf dieser Tatsache erwartet Herr Wölm eine
Mitteilung der Schulleitung, dass auch die Astrid-Lindgren-Schule eine Gruppe
zum Offenen Ganztag einrichtet.
Frau Ehrlicher entgegnet, dass die
Astrid-Lindgren-Schule nicht gänzlich auf die Teilnahme verzichten soll,
sondern im Zuge der Ausbauplanung nur zurückgestellt wurde. Dies begründe sich
auf die Bedarfsdeckung innerhalb des Stadtbezirks.
Im Rahmen der Diskussion hinsichtlich
der Mittagessenversorgung sind sich die Diskussionsteilnehmer einig, dass hier
dringender Handlungsbedarf bestehe. Der Zustand, dass Kinder teilweise ohne
warme Mahlzeit, ohne mitgebrachte Brote und teilweise ganz ohne
Lebensmittelversorgung den Schulalltag bewältigen, sei unverantwortlich.
Frau Ehrlicher informiert darüber,
dass die Lebensmittelversorgung dem Entscheidungsprozeß der Eltern unterliegt.
Die Verwaltung arbeitet zurzeit an verschiedenen Modellen, dass zukünftig im
Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Kooperationspartnern den Kindern eine
kindgerechte Mahlzeit angeboten werden kann.
Überzeugungsarbeit der Verwaltung ist
erforderlich, um hier einen entsprechenden Konsens mit den betroffenen Familien
zu führen. Diese soll durch Informationskurse angeboten werden.
Beschluss:
Der Bericht der Verwaltung wird zustimmend zur Kenntnis
genommen.
Die Verwaltung wird beauftragt, gemäß der in der Vorlage
dargestellten Handlungsbedarfe
1.
an
den bestehenden Offenen Ganztagsschulen/ Starterschulen I des Schuljahres
2004/05 bedarfsgerecht zusätzliche Gruppen einzurichten und
2.
die
Starterschulen II zum Schuljahr 2005/06 entsprechend der dargestellten zweiten
Ausbausstufe in Betrieb zu nehmen.
3.
den
Kooperationspartnern der Offenen Ganztagsschulen entsprechend der dargestellten
Finanzbedarfe zum Schuljahr 2005/06 pro Gruppe und Schuljahr ein Budget von
40.000 € an Grundschulen und an Sonderschulen ein Budget von 26.940
€ zur Verfügung zu stellen, sowie diese zusätzlich erforderlichen Mittel
im Haushaltsplan 2005 zu veranschlagen.
4.
die
zur Administration des Umsetzungsprozesses erforderlichen personellen
Ressourcen zu beschreiben, zu bemessen und bedarfsgerecht bereitzustellen.
Der Oberbürgermeister wird beauftragt,
gegenüber der Landesregierung zu verdeutlichen, dass die Einführung der Offenen
Ganztagsgrundschule für die Gemeinden grundsätzlich nicht haushaltsneutral
möglich ist, sondern vielmehr erhebliche zusätzliche finanzielle Belastungen
mit sich bringt. Dies sei im Zusammenhang mit der Finanzierung durch das Land
NRW entsprechend zu berücksichtigen und zwar dergestalt, dass den Gemeinden
eine gemeinsame flexible Bewirtschaftung der Landeszuweisung und der
Bundesmittel ermöglicht und zugestanden wird.
