24.01.2012 - 4 Konzeption "Hagen barrierefrei"
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4
- Sitzung:
-
Sitzung des Behindertenbeirates
- Datum:
- Di., 24.01.2012
- Status:
- öffentlich (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:30
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB55 - Jugend und Soziales
- Bearbeitung:
- Martina Gleiß
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Wirth stellt fest, dass die Beratungsfolge der Verwaltungsvorlage
nachträglich erweitert wurde und dass nun der Rat der Stadt am 09.02.2012 über
die Vorlage beschließen wird. Er weist darauf hin, dass es in NRW auch andere
Auszeichnungen für Barrierefreiheit gibt, hier sind die Kriterien jedoch oft
sehr kompliziert, bei dem Projekt „Hagen barrierefrei“ seien die
Kriterien einfach und klar. Das Signet, das an barrierefreie Einrichtungen
verliehen werden soll, zeigt einen weißen Pfeil auf gelbem Grund. Herr Wirth
zeigt sich begeistert über dieses Zeichen, weil hier nicht ein Rollstuhlfahrer
gezeigt wird, sondern es wird signalisiert, dass diese Einrichtung für alle
Menschen barrierefrei ist.
Mit Hilfe einer Powerpointpräsentation erläutert Herr Wirth die Grundzüge des
Projektes. Grundkriterien, die für die Vergabe des Signets erfüllt sein müssen,
sind zum Beispiel ein stufenloser Zugang, ausreichend breite Türen und die
Markierung von gefährlichen Glastüren und Stufen. Für Geschäfte und bestimmte
andere Einrichtungen müssen weitere Kriterien eingehalten werden. Er stellt
klar, dass es aus der Praxis heraus bei bestehenden Gebäuden nicht wichtig sei,
dass jede DIN-Norm eingehalten werde, sondern dass Menschen mit Behinderung in
der jeweiligen Einrichtung klar kommen. Insbesondere gehe es bei der Vergabe
des Signets darum, bei den Menschen ein Bewusstsein für Barrierefreiheit zu
schaffen. Er stellt heraus, dass 10 Prozent der Bevölkerung auf Barrierefreiheit
angewiesen sind, 30 bis 40 Prozent benötigen
sie als notwendige Hilfe bei der Bewältigung des täglichen Lebens, für alle
Menschen stellt Barrierefreiheit jedoch eine Komfortverbesserung dar.
Herr Wirth beschreibt sodann das Vergabeverfahren. Nach einer Vorprüfung
durch Frau Gleiß überprüft das Begehungsteam vor Ort, ob die geforderten
Kriterien eingehalten werden. Werden die Kriterien erfüllt, erfolgt - möglichst
unter Beteiligung der Presse - die Vergabe des Signets. Herr Wirth weist auf
die Ziele des Projektes hin, unter anderem sollen die Teilhabemöglichkeiten für
Menschen mit Behinderung erhöht werden, und es soll ein Bewusstsein für
Barrierefreiheit geschaffen werden.
Bezüglich der Finanzierung der Klebefolien entsteht eine kurze
Diskussion. Es wird festgestellt, dass es ungünstig wäre, die Folien über
Sponsoren zu finanzieren, da die Signetvergabe dann nicht mehr unabhängig
erfolgen könne, am sinnvollsten wäre es, wenn die Bezirksvertretungen die
Kosten für die Folien übernehmen würden.
Herr Wirth stellt die Vorlage zur Abstimmung.
