06.12.2011 - 6 Antrag gem. § 68 WHG zur Änderung der Kanuslalo...

Beschluss:
ungeändert beschlossen
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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

 

Berichterstatter Herr Fleischmann. Als Kompensationsmaßnahme für den Eingriff in Natur und Landschaft soll nördlich der A 45 die Uferbefestigung an der Lenne auf einer Strecke von 220m beseitigt werden, da z. Zt. kein Zugriff auf die Wehranlage „Lemberger“ besteht. Unter Beteiligung der Herren Fähmel, Fleischmann, Bühren, Thiel, Freier, Riegel, Dr. Braun und Schuhmacher werden folgende Themenfelder erörtert:

 

Es wird kritisiert, dass durch die Erhöhung des Stauziels eine Kiesbank dauerhaft überflutet wird, wodurch sie ihre Funktion als Laichhabitat verliert. Es ist jedoch möglich, dass sich aufgrund des geänderten Abflussgeschehens erneut eine Kiesbank, vielleicht auch an anderer Stelle, herausbildet. Prognostizieren lässt sich dies nicht genau. Ferner besteht die Möglichkeit, eine Kiesbank ersatzweise künstlich aufzuschütten.

 

Die Entfesselung des Lennebettes nördlich der A45 wird insgesamt positiv gesehen. Durch partielle Uferabbrüche besteht die Möglichkeit, dass sich hier wieder natürliche Brutmöglichkeiten für Uferschwalben und Eisvögel bilden. Das Lennetal bietet entlang der ausgewählten Strecke ausreichend Platz die natürliche Gewässerdynamik zuzulassen. Eine Gefahr für die Standsicherheit angrenzender Straßen und Wege besteht akut nicht durch die Maßnahme.

 

Die Erhöhung des Stauziels hat keine Auswirkungen auf die Einmündung des Wesselbachs in die Lenne.

 

Die Baumaßnahme wird zu hundert Prozent aus Zuschüssen und Zuwendungen finanziert, so dass die Stadt keinen Eigenanteil aufbringen muss. Die Unterhaltung der Kanuslalomstrecke kann auch nach dem Umbau von dem jährlich in den Hauhalt eingestellten Betrag in Höhe von 15.000 € erfolgen.

 

Vor einer Beseitigung des Wehres „Lemberger“ sollte sichergestellt werden, dass diese Maßnahme keine Auswirkung auf die im Oberlauf befindliche Graureiherkolonie hat.

 

Vor dem Hintergrund der Erläuterungen von Herrn Fleischmann und dem Verlauf der Beratung gibt Herr Bögemann die allgemeine Zustimmung des Landschaftsbeirates zu Protokoll.

 

Herr Riegel erklärt, dass die Förderung und der Erhalt der Sportstätte grundsätzlich zu begrüßen sei. Man könne dennoch das Vorhaben aufgrund seiner Auswirkungen auf den Naturhaushalt nicht befürworten. Insofern schließt er sich der vorgenannten Erklärung ausdrücklich nicht an.

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