24.02.2005 - 4 Vorschlag zur Tagesordnung der Fraktion Bündnis...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4
- Sitzung:
-
Sitzung des Rates der Stadt Hagen
- Gremium:
- Rat der Stadt Hagen
- Datum:
- Do., 24.02.2005
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Vorschlag zur Tagesordnung
- Federführend:
- AdR Amt des Rates
- Bearbeitung:
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Ludwig führt aus,
dass die Flächenbestände der Stadt Hagen durch die zur Zeit laufende
Neuaufstellung des Flächennutzungsplans neu bewertet werden müssen. Die
Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen begrüße sehr, dass die Verwaltung in diesem Zusammenhang
öffentliche Veranstaltungen über die Folgen der demographischen Entwicklung
Hagens durchführen wolle. Gleichwohl zeige die regelmäßig wiederkehrende
Diskussion über die Entwicklung und Nutzung einzelner Flächen, dass noch eine
Reihe von wesentlichen Informationen zum Flächenverbrauch fehlen. Aus diesem
Grunde sei es sinnvoll, den Verfasser des RVR-Gutachtens über Wohnbauflächen im
Ruhrgebiet zu einer solchen Veranstaltung einzuladen.
Herr
Gerbersmann möchte von diesem Gutachter gerne einmal wissen, wieso
er auf der einen Seite den Rückgang der städtischen Bevölkerung beklagt und auf
der anderen Seite den städtischen Gemeinden zuredet, vorsichtig bei der
Ausweisung von Reserveflächen zu sein.
Andererseits
habe derselbe Gutachter offensichtlich kein Problem, den Stadtumlandgemeinden
solche Potentiale zuzubilligen, die genau zu dem beklagten Effekt führen würden.
Deswegen sei
die Meinung der CDU-Fraktion auch eindeutig. Solange es keine geordnete
Landespolitik in dieser Sache gebe, bleibe der Stadt Hagen nicht anderes übrig,
als WOhnbauflächen auszuweisen, damit Bevölkerungsanteile gehalten oder
hinzugewonnen werden könnten.
Herr Jochen
Weber stellt den Antrag, dass der Betrachtungszeitraum unter Punkt c) auf 30
Jahre verlängert werde, weil er den Verdacht habe, dass bewußt 20 Jahre gewählt
worden seien. Besonders in den 10 Jahren zuvor habe man erhebliche Flächen
gerade im Bereich Rehstraße Richtung Haspe entsiegelt.
Herr Grothe sieht es als
selbstverständlich an, dass entsprechende Nutzungsmöglichkeiten, so wie
gefordert, im Flächennutzungsplan dargestellt werden. Er sei sich jedoch nicht
sicher, ob die Frage der Entsiegelung umfassend beantwortet werden könne, werde
dies aber versuchen.
Zum
RVR-Gutachten merkt er an, dass dieses nur Vergleichszwecken diene. Deswegen
sei es nicht für die Diskussion in einzelnen Kommunen geeignet. Er schlägt vor,
die Systematik des Gutachtens in einer der nächsten Sitzungen des
Stadtentwicklungsauschusses erläutern zu lassen.
Herr Demnitz sagt die
schriftliche Beantwortung der offenen Fragen zu.
Beschluss:
1.
Die Fragen der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen werden
schriftlich beantwortet.
2.
Der Betrachtungszeitraum unter Punkt c) wird von 20 auf
30 Jahre erhöht.
3.
Über die Thematik ist zunächst im
Stadtentwicklungsausschuss zu beraten. Danach ist zu entscheiden, ob der
Gutachter zu einer Veranstaltung über die demographische Entwicklung eingeladen
wird.
