17.02.2005 - 4 Modellförderung Umweltzentrum Hagenhier: Maßnah...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4
- Sitzung:
-
Sitzung des Umweltausschusses
- Gremium:
- Umweltausschuss
- Datum:
- Do., 17.02.2005
- Status:
- öffentlich (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:08
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB69 - Umweltamt
- Bearbeitung:
- Kai Gockel
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Blauscheck erklärt sich für diesen TOP für befangen.
Herr Erlmann erklärt einleitend, dass unter diesem TOP
zunächst über das Maßnahmenpaket 2005 und in einem weiteren Schritt über die
Frage, in welcher Art und Weise sich die Modellförderung über das Jahr 2005
hinaus unter verändernden Förderbedingungen des Landes gestalten ließe.
Herr Gerbersmann betont, dass das Maßnahmenpaket bereits
einer 20-%-igen Einsparung unterliegt und möchte wissen, ob darüber hinaus eine
weitere 10-%-ige Einsparung erforderlich werden würde. Er halte bezogen auf die
gekennzeichneten wertvollen Gebiete wegen des zu berücksichtenden
Gehölzaufwuchs ein Aussetzen der Pflegemaßnahmen für ein bis zwei Jahre für
problematisch. Er rege daher die sogenannte Mulchmahd an, um an anderer Stelle
Mittel einzusparen, damit insgesamt die erforderliche Kontinuität bei
sämtlichen durchzuführenden Pflegemaßnahmen gewährleistet werden könne.
Herr Grzeschista unterstreicht die Ausführungen Herrn
Gerbersmanns und bittet bezüglich des Bereichs Mäckinger Bach/Ambrock die
Verwaltung hinsichtlich des räumlichen Nutzungskonzeptes um Information in
einer der nächsten Umweltausschusssitzungen, um Doppelarbeit möglichst zu
vermeiden.
Herr Breddermann zitiert aus der Vorlage und möchte von der Verwaltung wissen, ob
sich wegen der ab dem Jahr 2006 veränderten Förderung das Programm in den
letzten Jahren möglicherweise nicht bewährt habe.
Da keine weiteren Wortmeldungen zum ersten Teil des TOP
vorliegen, lässt der Ausschussvorsitzende zunächst über den entsprechenden
Beschlussvorschlag der Verwaltung abstimmen:
Sodann lässt der Ausschussvorsitzende die bereits vor der
Abstimmung begonnene Debatte über die Weiterführung einer Modellförderung über
die Jahre 2005 hinaus fortzusetzen.
Herr Dr. Braun äußert die Auffassung, dass sich die
bisherige Modellförderung sehr wohl bewährt habe, das Land NRW allerdings über
das Jahr 2005 hinaus nur noch sogenannte biologische Stationen fördern möchte.
Aus diesem Grunde werde auch in Hagen ein Trägerverein gesucht, der sich in
Hagen zunächst auch noch gründen müsse.
Herr Dr. Schmidt ergänzt und berichtet aus Vorgesprächen mit
dem zuständigen Ministerialbeamten im MUNLV und das dass Umweltzentrum Hagen in
der gegenwärtigen Form ab dem Jahre 2006 mit Sicherheit nicht mehr gefördert
werde. Die gewohnten Fördersätze blieben aber in etwa auf dem Niveau erhalten.
Auch der Einsatz von Ersatzgeldern werde weiterhin möglich sein. Der in einigen
Punkten unzulängliche Standort des Umweltzentrums Hagen an der Boeler Straße
spiele eine weitere entscheidende Rolle. Ein Abstimmungstermin Anfang April d.
J. werde diesbezüglich vereinbart, um rechtzeitig alle nötigen Entscheidungen
treffen zu können.
An der weiteren Debatte beteiligen sich die Herren
Breddermann, Grzeschista, Flack, Gerbersmann und Dr. Ulrich.
Herr Breddermann möchte nochmals wissen, wieso das Land NRW
nicht das Hagener Modell übernehme, wenn es so erfolgreich war.
Herr Grzeschista berichtet, dass die biologische Stationen
offenbar von Gruppen und nicht von einzelnen getragen werden sollen. Unabhängig
von der Finanzierungssystematik sollte doch analog der gegenwärtigen Situation
in Hagen die Förderung in der Praxis auch weiterhin durchführbar sein.
Herr Flack möchte wissen, ob das Land ggf. Teile der förderbaren
Maßnahmen zukünftig einschränken werde.
Herr Gerbersmann betont, dass aus seiner Sicht das Modell
Geld - gegen - Leistung weiterhin richtig sei. Die neuen Förderrichtlinien
würden eine erneute Abstimmung seitens der Stadt und der Verbände erfordern. Er
begrüße die Idee, nicht nur reine Planungsarbeiten durchführen zu wollen. Ein
gewisses Problem erkenne er darin, dass im Falle eines anderen Trägervereines
möglicherweise die gegenwärtigen 172.000,00 € nicht ausreichen würden.
Andererseits benötige man für eine erfolgreiche Arbeit auch eine gewisse
kritische Masse. Der jetzige Träger verfüge jedoch nicht über hinreichende
finanzielle Mittel, um z.B. notwendige Vorfinanzierungen bewältigen zu können.
Herr Dr. Ulrich schlägt vor, dass eine zukünftige Einrichtung
zumindest dem gegenwärtigen Umweltzentrum Hagen e. V. nahe kommen müsse, diese
Einrichtung sich jedoch auch dem Flächenmanagement widmen sollte, mit
Verknüpfungen zu forstliche Einrichtungen.
Herr Dr. Schmidt erklärt erneut, dass das Land zukünftig
ausschließlich biologische Stationen fördern werde, hierbei aber die Stadt
Hagen sicherlich nicht vergessen werde. Die bestimmt auch in einem Förderverein
vertretene Stadt Hagen werde zukünftig
ebenfalls intensiv an der Arbeit mitwirken. Wie bereits ausgeführt, eigne sich
der gegenwärtige Standort Boeler Straße unabhängig vom schlechten
Gebäudezustand nur eingeschränkt für die zukünftige Aufgabenstellung.
Das Land NRW habe bezogen auf das bekannte Bewertungsproblem
auch das Thema Wald aufgegriffen. Die Bewertung wurde um ein bis eineinhalb
Punkte reduziert, damit auch Kompensationsmaßnahmen im Wald lohnend werden.
Gegebenenfalls sei eine Veränderung und Anpassung der Hagener Liste
erforderlich.
Ob schlussendlich ein Verein das Management und Controlling
übernehmen könnte, müsse noch diskutiert werden. Die Frage der Abgrenzung von
der Aufgabenstellung der Unteren
Landschaftsbehörde müsse ebenfalls geklärt werden.
Herr Dr. Braun ergänzt, dass die zukünftige Fördersystematik
eher eine Öffnung, statt eine ausschließliche Bindung an eine Umsetzung des
Landschaftsplanes mit sich bringen werde. Das neue Landschaftsgesetz werde
außerdem das Ökokonto festschreiben, zu dessen Umsetzung auch Mittel benötigt
würden.
Herr Grzeschista resümiert, dass alle Arbeitsbereiche
bislang vernünftig abgedeckt worden seien. Es gelte, die erfolgreiche Arbeit
der letzten Jahre fortzuführen und seitens der Stadt einem noch zu gründenden
Verein trotz anderslautender älterer Beschlüsse beizutreten. Ein Trägerverein
könne zwar relativ schnell gegründet werden, es müsse jedoch unbedingt auch ein
betriebswirtschaftliches vernünftiges Betreibermodell entwickelt werden.
