16.02.2005 - 2 Vorschlag der CDU-Fraktion zur Tagesordnung gem...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 2
- Gremium:
- Kultur- und Weiterbildungsausschuss
- Datum:
- Mi., 16.02.2005
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 41 Kulturbüro
- Bearbeitung:
- Angelika Josten
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Frau Suda verweist auf
die mitversandte Anlage und erkundigt sich, ob inzwischen alle die gleiche
Variante des Antrages vorliegen haben. Da dies nicht der Fall ist, wird der
aktuelle Antrag kopiert und verteilt.
Frau Kramps verliest den
neuen gemeinsamen Antrag der CDU-, SPD- und FDP-Fraktionen. Ziel sei es, mit
diesem Konzept den gesamten Kulturbereich auf ein modernes und attraktives
Fundament einer professionellen Vermarktung zu stellen.
Herr Hartmann, Herr Klippert und Herr
Behm sind mit dem vorliegenden Antrag
einverstanden.
Herr Behm hält es für
geboten, eine Verlagerung der Zuständigkeit von Frau Hobein weg
unbedingt zu vermeiden.
Frau Grehling zeigt
Verständnis für diese Sorge und unterstützt, dass natürlich die Projektleitung
und die Erkenntnisse, die bereits vorliegen auch weiterhin berücksichtigt
werden. Sie bittet Frau Hobein, den letzten Stand der Gespräche in den
Arbeitskreisen mitzuteilen.
Frau Hobein geht nun ausführlich auf den derzeitigen
wissenschaftlichen und denkmalrechtlichen Stand der Knochenfunde ein.
Zunächst
sei es am wichtigsten, dass sich bei den wissenschaftlichen Untersuchungen die
bisherigen Vermutungen bestätigen. Es werde sich ein Prozess nach und nach
entwickeln und im Laufe dieser Erkenntnisse werden sich weitere entsprechend renommierte
Wissenschaftler in jeder Phase hinzugesellen.
Auf
Anregung des Arbeitskreises habe sie die Projektleitung übernommen.
Bei der
denkmalrechlichen Seite gehe es um ein bestimmtes Verfahren, welches festlege,
wo die beweglichen Dinge verbleiben. Die Entscheidung in diesem Verfahren liege
bei der Regierungspräsidentin. Im Sinne des Gesetzes seien die Stadt Hagen und
der Regionalverband Ruhr jeweils zu 50 % Eigentümer dessen, was man gerade
besichtigt habe und dessen was sich noch in der Höhle befinde.
Erschwerend
sei die Tatsache, dass auch andere Museen die mögliche Bedeutung der Funde
erkannt haben. Sollte es sich im
Ergebnis um einen Fund mit nationaler Bedeutung handeln, wolle das Landesmuseum
für Archäologie in Herne dies auch gerne präsentieren.
Die Stadt
Hagen habe hilfsweise ein Ablieferungsbegehren gestellt, sollte bis März auch
der Landschaftsverband Westfalen-Lippe ein solches Begehren stellen, verlagere
sich die Entscheidung auf Minister Vesper.
Frau
Kramps hatte bei
einem Besuch die Gelegenheit, den Direktor des Landschaftsverbandes über die
Position der Stadt Hagen zu informieren. Sie habe dort deutlich gemacht, dass
der Platz der Knochenfunde nur hier sein könne. Der Direktor habe einen Besuch
in Hagen zugesagt und auch die Bereitschaft, einen für alle tragbaren Kompromiß
zu finden. Sie sei sehr positiv gestimmt und hoffe, dass alle gemeinsam an der
Sache arbeiten werden.
Herr
Gläser gibt den
Hinweis, er habe in der Kluterthöhle als Kind gespielt und schon damals habe es
einen Lehrer gegeben, der bei seinen amateurhaften Forschungen auf Knochenfunde
gestoßen sei.
Herr Dr.
Fischer möchte wissen, welches wissenschaftliche
Kaliber die beteiligten Leute haben und welche Institute dahinter stehen. Dies
sei ihm sehr wichtig.
Frau
Hobein antwortet,
es handele sich um Fachwissenschaftler, die aktuellste Forschungsergebnisse
vorweisen können und wiederholt einige Namen.
Frau
Grehling möchte Herrn
Dr. Fischer diese Sorge nehmen und
ergänzt, man habe sich in der Arbeitsgruppe einvernehmlich darauf verständigt,
mit den Beteiligten voranzugehen, die auch jetzt dabei seien. Dies sei die
Gewähr für eine positive Weiterentwicklung.
Herr Meier findet es
schon in dieser Phase wichtig, die Vermarktung mit im Blick zu heben und auch
die Presse immer mit einzubinden.
Frau
Hobein antwortet, dies werde schon initiiert.
Frau
Suda läßt nun über
den gemeinsamen Antrag abstimmen, dem sich auch die Fraktion Bündnis 90/Die
Grünen und die Fraktion Bürger für Hagen angeschlossen haben.
Beschluss:
1. Die Verwaltung
wird beauftragt, ein Gesamtkonzept zur touristischen Vermarktung der Hagener
Museen und Kultureinrichtungen unter der Überschrift Hagen- Stadt der
Zeitreise zu erstellen. Zentraler Bestandteil des Konzepts soll die
Präsentation der Hagener Knochenfunde im Wasserschloss Werdringen sein. Sie
sollen einen historischen Einstieg in eine Zeitreise durch verschiedene Epochen
der Siedlungs-, Arbeits- und Kulturgeschichte der Stadt darstellen , die neben
dem Wasserschloss unter anderem das Stadtmuseum, Schloss Hohenlimburg, das
Hagener Freilichtmuseum, Haus Harkorten, den Hohenhof, das Karl Ernst Osthaus-
und das künftige Schumacher-Museum umfassen soll.
2. Unberührt
davon bleiben zunächst die jeweiligen museumseigenen Konzepte.
3. Die Verwaltung
legt dem Kultur- und Weiterbildungsausschuss zu seiner Sitzung am 16. März eine
erste Konzeptskizze vor.
4. Nach Vorlage
des fachlichen Konzepts wird das Konzept in das Hagener
Stadtmarketinggesamtkonzept integriert.
5. Der Hagener
Oberbürgermeister wird gebeten, unter diesen Zielsetzungen seine Gespräche mit
den Hagener Akteuren zu den Zielen und Inhalten des Hagener Stadtmarketings und
seinen notwendigen organisatorischen Veränderungen zu führen. Der Kultur- und
Weiterbildungsausschuss regt an, ggf. einen runden Tisch unter Beteiligung der
Politik und der Nachbargemeinden
einzuberufen.
6. Das
Gesamtkonzept des Hagener Stadtmarketings ist den Gremien nach der Sommerpause
vorzulegen.
