20.09.2011 - 10 Kinderschutz in Hagen

Beschluss:
geändert beschlossen
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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

 

Herr Steuber führt in die Thematik ein und erläutert die Vorlage.

Er stellt abschließend fest, dass man hoffe, dass die Bezirksregierung die Vertreter der Stadt Hagen zum Dialog über dieses Papier einlade.

 

Herr Reinke beschreibt  die Entwicklung des Anliegens in der Vergangenheit. Er stellt einige Fragen zu der Vorlage. Man sei 2008 mit einem Gesamtkonzept mit einigen Bausteinen gestartet. Ihm sei nicht klar, welche weiteren Bausteine zu einem Gesamtkonzept führen sollen. Inwieweit war das Landesjugendamt an dieser Planung beteiligt?

Seiner Meinung nach käme zu wenig bei den Kindern an. Er schlägt vor, eine Arbeitsgruppe zu dem Thema einzurichten und beantragt die erste Lesung für diese Vorlage.

 

Frau Klos-Eckermann zeigt sich erfreut, dieses Papier heute auf dem Tisch liegen zu haben. Sie  bedankt sich bei Herrn Josten für die ausführliche Berichterstattung zu der Arbeit des Jugendamtes. Sie gehe davon aus, dass diese Vorlage als erster Anstoß zu werten sei, der noch mit Leben gefüllt werden müsse. Das solle dann geschehen, wenn es der Verwaltung gelänge, das Vorhaben vom Regierungspräsidenten absegnen zu lassen. Sie würde die Vorlage heute nicht gern als erste Lesung sehen, sondern  lieber das Konzept auf den Weg bringen, um weiter damit arbeiten zu können.

 

Herr Koslowski stellt fest, dass Herr Steuber die Bedeutung der Familienhebammen für das gesamte Konzept betont habe. Zurzeit gebe es knapp 2 Hebammenstellen. Die zweite halbe Stelle werde über Spenden finanziert. Er fragt, wo diese in der Finanzierung in Anlage 1 auftauche.

 

Herr Steuber beantwortet die gestellten Fragen.

Die Verwaltung habe die Familienzentren als das wichtigste Element herauskristallisiert.

Dort sollten die Angebote angedockt werden. Das Landesjugendamt habe den Prozess zur Feststellung der Bedarfe nur so lange begleitet, solange dieser im Jugendhilfeausschuss vorgestellt worden sei. Danach habe sich das Landesjugendamt  zurückgezogen.  Zur Finanzierung durch Spenden gehe er davon aus, dass, wenn diese ausliefen, das Angebot nicht mehr praktiziert werden könne.

 

Herr Goebels macht deutlich, dass es wichtig sei, Präventionsketten zu bilden. Die Familien, die durch den Allgemeinen Sozialen Dienst betreut würden, nähmen die Angebote, die es in Hagen gebe, nicht an. Deswegen sei die Überlegung gewesen, sogenannte „Kümmerer“ an den Familienzentren anzubinden, die die Familien von Beginn an an die Hand nähmen.

 

Herr Reinke möchte wissen, mit welcher Zielsetzung mit der Bezirksregierung diskutiert werden solle. Welche finanziellen Bedarfe wolle man zugrunde legen? Der Begriff „Frühe Hilfen“ sei sehr weitläufig gefasst. Wichtig sei die Netzwerkarbeit. Seine Vorschläge für Bausteine wären an dieser Stelle die Netzwerkarbeit in der Kinderschutzambulanz, eine Clearingstelle,  Willkommensbesuche Stadtteilmütter und Theaterstücke zu diesem Thema. Er sei der Meinung, dass man erst nach Erstellung eines solchen Baukastens mit der Bezirksregierung in den Dialog treten solle.

 

Herr Steuber erklärt,  dass es von Seiten der Bezirksregierung noch keine Reaktion gebe.

 

Herr Strüwer äußert sich, dass er Herrn Reinke dahingehend gut verstehen könne, dass es im Konzept noch viele Lücken gebe. Man werde sich sicher noch über Schwerpunkte einigen müssen. Der Geschäftsbericht zeige auf, in welchen Stadtteilen es extreme Probleme gebe. Wenn es um Kinderschutz gehe, könne es nur darum gehen, an den Stellen, an denen sich die Notwendigkeit zeige, mit neuen Vernetzungen und Zielsetzung heranzugehen. Er befürworte den Vorschlag von Herrn Reinke, eine Arbeitsgruppe zu bilden. Er schlägt vor, dass man nach den Beratungsergebnissen einen neuen Vorschlag zu erarbeiten, damit in den Unterausschuss zu gehen und auf dieser Grundlage ein gemeinsames Konzept zu entwickeln, das dann auch mit den entsprechenden finanziellen Hintergründen in die Politik und an die Zukunftskommission gehe.

 

Frau Burghardt ist der Meinung, dass es sinnvoll sei, mit der Bezirksregierung zu verhandeln und gleichzeitig eine Arbeitsgemeinschaft einzurichten.

 

Herr Strüwer schlägt vor, den Beschlussvorschlag unter Punkt 2 entsprechend zu ergänzen.

 

Herr Steuber geht auf die Frage von Herrn Reinke ein, mit welcher Zielsetzung man in die Gespräche mit der Bezirksregierung gehen wolle. Man habe in der Vorlage mehrere Alternativen aufgezeigt. Die Verwaltung sei für alles offen.

 

Herr Strüwer fragt, wer Interesse habe, an einem Unterausschuss Erziehungshilfe mitzuwirken.

Es melden sich folgende Ausschussmitglieder:

 

Herr Koslowski

 

Frau Köppen

 

Herr Losch

 

Frau Klos-Eckermann

 

Frau Burghardt

 

Herr Reinke

 

Frau Brkowski

 

Herr Strüwer

 

Herr Finkensiep? Soll gefragt werden, ist nicht mehr anwesend!

 

Herr Fischer?       Soll gefragt werden, ist nicht mehr anwesend!

 

Die Sitzung des Unterausschusses Erziehungshilfe wird terminiert auf Donnerstag, den 10.11.2011, 16.00 Uhr.

 

Abschließend stellt Herr Strüwer den erweiterten Beschlussvorschlag zur Abstimmung.

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Beschluss:

 

 

1.             Der Jugendhilfeausschuss nimmt den Bericht zur Umsetzung des Planungsauftrages „Kinderschutz in Hagen“ zur Kenntnis.

2.             Der Jugendhilfeausschuss beauftragt die Verwaltung, die mit der Bezirksregierung erarbeiteten Beratungsergebnisse zeitnah im Unterausschuss Erziehungshilfe darzustellen.

3.             Bei einer positiven Entscheidung der Bezirksregierung über eine städtische Finanzierung der Maßnahmen „Kinderschutz in Hagen“ wird die Verwaltung beauftragt für die zuständigen politischen Gremien unverzüglich eine Verwaltungsvorlage mit den erforderlichen Finanzbedarfen zu erstellen.

 

 

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Abstimmungsergebnis:

X

 Einstimmig beschlossen

 

 Mit Mehrheit beschlossen

 

 Einstimmig abgelehnt

 

 Mit Mehrheit abgelehnt

 

 Abgelehnt bei Stimmengleichheit

 

 Ohne Beschlussfassung

 

 Zur Kenntnis genommen

 

      

 

Dafür:

 11

Dagegen:

   0

Enthaltungen:

   0

 

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Anlagen zur Vorlage

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