20.09.2011 - 10 Kinderschutz in Hagen
Grunddaten
- TOP:
- Ö 10
- Sitzung:
-
Sitzung des Jugendhilfeausschusses
- Gremium:
- Jugendhilfeausschuss
- Datum:
- Di., 20.09.2011
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Vorlage:
-
0790/2011 Kinderschutz in Hagen
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB55 - Jugend und Soziales
- Bearbeitung:
- Renate Haack
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Steuber führt in die
Thematik ein und erläutert die Vorlage.
Er stellt abschließend fest, dass man hoffe, dass die Bezirksregierung
die Vertreter der Stadt Hagen zum Dialog über dieses Papier einlade.
Herr Reinke
beschreibt die Entwicklung des Anliegens
in der Vergangenheit. Er stellt einige Fragen zu der Vorlage. Man sei 2008 mit
einem Gesamtkonzept mit einigen Bausteinen gestartet. Ihm sei nicht klar,
welche weiteren Bausteine zu einem Gesamtkonzept führen sollen. Inwieweit war
das Landesjugendamt an dieser Planung beteiligt?
Seiner Meinung nach käme zu wenig bei den Kindern an. Er schlägt vor,
eine Arbeitsgruppe zu dem Thema einzurichten und beantragt die erste Lesung für
diese Vorlage.
Frau Klos-Eckermann zeigt
sich erfreut, dieses Papier heute auf dem Tisch liegen zu haben. Sie bedankt sich bei Herrn Josten für die
ausführliche Berichterstattung zu der Arbeit des Jugendamtes. Sie gehe davon
aus, dass diese Vorlage als erster Anstoß zu werten sei, der noch mit Leben
gefüllt werden müsse. Das solle dann geschehen, wenn es der Verwaltung gelänge,
das Vorhaben vom Regierungspräsidenten absegnen zu lassen. Sie würde die
Vorlage heute nicht gern als erste Lesung sehen, sondern lieber das Konzept auf den Weg bringen, um
weiter damit arbeiten zu können.
Herr Koslowski stellt
fest, dass Herr Steuber die Bedeutung der Familienhebammen für das gesamte
Konzept betont habe. Zurzeit gebe es knapp 2 Hebammenstellen. Die zweite halbe
Stelle werde über Spenden finanziert. Er fragt, wo diese in der Finanzierung in
Anlage 1 auftauche.
Herr Steuber beantwortet
die gestellten Fragen.
Die Verwaltung habe die Familienzentren als das wichtigste Element
herauskristallisiert.
Dort sollten die Angebote angedockt werden. Das Landesjugendamt habe den
Prozess zur Feststellung der Bedarfe nur so lange begleitet, solange dieser im
Jugendhilfeausschuss vorgestellt worden sei. Danach habe sich das
Landesjugendamt zurückgezogen. Zur Finanzierung durch Spenden gehe er davon
aus, dass, wenn diese ausliefen, das Angebot nicht mehr praktiziert werden
könne.
Herr Goebels macht
deutlich, dass es wichtig sei, Präventionsketten zu bilden. Die Familien, die
durch den Allgemeinen Sozialen Dienst betreut würden, nähmen die Angebote, die
es in Hagen gebe, nicht an. Deswegen sei die Überlegung gewesen, sogenannte
„Kümmerer“ an den Familienzentren anzubinden, die die Familien von
Beginn an an die Hand nähmen.
Herr Reinke möchte wissen,
mit welcher Zielsetzung mit der Bezirksregierung diskutiert werden solle.
Welche finanziellen Bedarfe wolle man zugrunde legen? Der Begriff „Frühe
Hilfen“ sei sehr weitläufig gefasst. Wichtig sei die Netzwerkarbeit.
Seine Vorschläge für Bausteine wären an dieser Stelle die Netzwerkarbeit in der
Kinderschutzambulanz, eine Clearingstelle, Willkommensbesuche Stadtteilmütter und
Theaterstücke zu diesem Thema. Er sei der Meinung, dass man erst nach
Erstellung eines solchen Baukastens mit der Bezirksregierung in den Dialog
treten solle.
Herr Steuber erklärt, dass es von Seiten der Bezirksregierung noch
keine Reaktion gebe.
Herr Strüwer äußert sich,
dass er Herrn Reinke dahingehend gut verstehen könne, dass es im Konzept noch
viele Lücken gebe. Man werde sich sicher noch über Schwerpunkte einigen müssen.
Der Geschäftsbericht zeige auf, in welchen Stadtteilen es extreme Probleme
gebe. Wenn es um Kinderschutz gehe, könne es nur darum gehen, an den Stellen,
an denen sich die Notwendigkeit zeige, mit neuen Vernetzungen und Zielsetzung
heranzugehen. Er befürworte den Vorschlag von Herrn Reinke, eine Arbeitsgruppe
zu bilden. Er schlägt vor, dass man nach den Beratungsergebnissen einen neuen
Vorschlag zu erarbeiten, damit in den Unterausschuss zu gehen und auf dieser
Grundlage ein gemeinsames Konzept zu entwickeln, das dann auch mit den
entsprechenden finanziellen Hintergründen in die Politik und an die
Zukunftskommission gehe.
Frau Burghardt ist der
Meinung, dass es sinnvoll sei, mit der Bezirksregierung zu verhandeln und
gleichzeitig eine Arbeitsgemeinschaft einzurichten.
Herr Strüwer schlägt vor,
den Beschlussvorschlag unter Punkt 2 entsprechend zu ergänzen.
Herr Steuber geht auf die
Frage von Herrn Reinke ein, mit welcher Zielsetzung man in die Gespräche mit
der Bezirksregierung gehen wolle. Man habe in der Vorlage mehrere Alternativen
aufgezeigt. Die Verwaltung sei für alles offen.
Herr Strüwer fragt, wer
Interesse habe, an einem Unterausschuss Erziehungshilfe mitzuwirken.
Es melden sich folgende Ausschussmitglieder:
Herr Koslowski
Frau Köppen
Herr Losch
Frau Klos-Eckermann
Frau Burghardt
Herr Reinke
Frau Brkowski
Herr Strüwer
Herr Finkensiep? Soll gefragt werden, ist nicht mehr anwesend!
Herr Fischer? Soll gefragt
werden, ist nicht mehr anwesend!
Die Sitzung des Unterausschusses Erziehungshilfe wird terminiert auf
Donnerstag, den 10.11.2011, 16.00 Uhr.
Abschließend stellt Herr Strüwer den erweiterten
Beschlussvorschlag zur Abstimmung.
Beschluss:
1.
Der
Jugendhilfeausschuss nimmt den Bericht zur Umsetzung des Planungsauftrages
„Kinderschutz in Hagen“ zur Kenntnis.
2.
Der
Jugendhilfeausschuss beauftragt die Verwaltung, die mit der Bezirksregierung
erarbeiteten Beratungsergebnisse zeitnah im Unterausschuss Erziehungshilfe darzustellen.
3.
Bei einer
positiven Entscheidung der Bezirksregierung über eine städtische Finanzierung
der Maßnahmen „Kinderschutz in Hagen“ wird die Verwaltung
beauftragt für die zuständigen politischen Gremien unverzüglich eine
Verwaltungsvorlage mit den erforderlichen Finanzbedarfen zu erstellen.
Anlagen zur Vorlage
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(wie Dokument)
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522,2 kB
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