07.07.2011 - 5 Neues Konzept für die Stadtteilbüchereien in Ha...

Beschluss:
vertagt
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Wortprotokoll

Herr Röspel verweist auf die Beratungsfolge der beteiligten Bezirksvertretungen Haspe und Hohenlimburg, die leider so liegt, dass der KWA die Beratungsergebnisse dieser beiden Bezirksvertretungen nicht kenne, so dass es jetzt schwer falle, einen Beschluss zu fassen. Er habe sich mit Herrn Dr. Bleicher vorhin geeinigt, dass es nichts verschlägt, diesen Tagesordnungspunkt auf die nächste KWA-Sitzung zu vertagen.

 

Frau Nigbur-Martini möchte dennoch einen Fragenkatalog zu dieser Vorlage verlesen.

 

1. Zu den Öffnungszeiten würde sie interessieren, warum die Kürzungen ausgerechnet am Nachmittag erfolgen sollen, wenn die Schulkinder aus den Schulen kommen. Sie würde eher eine Kürzung der Öffnungszeiten am Vormittag vorschlagen.

 

2. Die ehrenamtliche Arbeit sei grundsätzlich sehr zu begrüßen, sie sehe aber das Problem, dass die äußerst komplexen EDV-Programme bei Helfern, die nicht täglich damit befasst werden, möglicherweise zu Fehlern führen können. Sie möchte wissen, wie man dem ohne Qualitätseinbußen begegnen will.

 

3. Die BV-Haspe habe in ihrer  Beratung der ersten Vorlage Vorschläge gemacht, wie man die ausgesonderten Medien verwenden könnte. Auf Seite 4 dieser Vorlage sei nur zu lesen, dass dieser Punkt weiter geklärt werden soll. Hier habe sie schon eine Stellungnahme erwartet.

 

4. Bei der Veranstaltungs- und Programmarbeit werde in Hohenlimburg das Hohenlimburger Gymnasium mit eingebunden. In Haspe fehle ihr dies, sie möchte wissen, ob die Gesamtschule- Haspe oder das Christian-Rohlfs-Gymnasium angesprochen wurden.

 

5. Bei den ausgewiesenen Planstellen möchte sie wissen, ob es sich um eine volle neue Planstelle oder um eine geteilte Stelle handelt.

 

6. Zuletzt fragt sie, was mit  „höheren Klassen der Sekundarstufe I“ gemeint sei.

 

 Herr Becker antwortet zu 1., gemeinsame Gespräche mit dem Verein HohenlimBuch haben zu dem Ergebnis geführt, dass durch 3-Stunden-Schichten der ehrenamtlich Beschäftigten die Nutzung der Bücherei Hohenlimburg auch am Nachmittag in der Zeit von 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr gewährleistet sein wird.

 

Zu Punkt 2. erinnert er daran, dass die Verwaltung mit der ursprünglichen Vorlage ein Konzept vorgelegt hatte, in dem die Kernarbeiten mit hauptamtlichen Mitarbeitern abgedeckt werden sollten. In der politischen Diskussion und auch in der Diskussion mit dem Verein HohenlimBuch habe es jedoch das deutliche Signal gegeben, dass eine umfangreichere Tätigkeit der Ehrenamtlichen gewünscht wird. Er hofft, dass es durch eine gute Schulung der Ehrenamtlichen und einen kontinuierlichen Einsatz dieser Mitarbeiter dazu kommt, das Niveau im Wesentlichen stabil zu halten. Wie sich dieses neue Konzept bewähren wird, könne man erst innerhalb einer Auswertung in zwei Jahren feststellen.

 

Weiterhin stellt Herr Becker fest, dass die nächste Gesprächsrunde sicherlich zu präziseren Ergebnissen führen wird. Im Moment finde die wichtige Phase der Auswahl der Ehrenamtlichen statt. In Haspe werde sich hoffentlich nächste Woche ein Förderverein für die Bücherei gründen, in Hohenlimburg werde sich eine zweite Rekrutierungsphase anschließen. Es sei insofern sehr wichtig, dass die Verwaltung deutlich das Signal aussenden könne, dass dieses Konzept wirklich gewünscht wird, hierzu würde ein Beschluss der beteiligten Gremien erheblich beitragen.

 

Herr Becker antwortet zu Frage 6., unter dem Begriff „höhere Klassen der Sekundarstufe I“ seien die Klassen 9 und 10 zu verstehen.

 

Zu Frage 5. kann Herr Becker sagen, dass pro Zweigstelle zur Zeit mit zwei halben Stellen gearbeitet wird und zusätzlich ein Bibliothekar beide Filialen der mit seinem Sachverstand unterstützen soll.

 

Zu Frage 4. informiert Herr Becker über das langjährige Instrument „Partnerschaftsbibliothek und Schule“. Vor drei Jahren sei das Gymnasium Hohenlimburg auf die Bücherei zugegangen und habe gefragt, ob es Bereitschaft gebe, im Rahmen dieses Landesmodells zusammenzuarbeiten. Auch im Innenstadtbereich werde mit einigen Schulen zusammengearbeitet. Sollte eine weiterführende Schule aus Haspe ebenfalls Interesse an einer Zusammenarbeit bekunden, werde man im Rahmen der Kapazitäten versuchen, eine solche Zusammenarbeit auch dort zu ermöglichen.

 

Herr Asbeck kritisiert, dass bezüglich der Stellenanteile in dieser Vorlage noch kein Ergebnis der Verwaltungsdiskussionen vorliegt. Der Kultur- und Weiterbildungsausschuss müsse vorher wissen, worüber er abstimmt. Daher sollten die in der Vorlage auf Seite 6 oben angesprochenen Angaben bis zur nächsten Sitzung konkretisiert werden.

 

Herr Becker erklärt dazu, dieser Passus beziehe sich nicht auf die Grundssituation, sondern auf die Sondersituation in Haspe im Jahr 2012. Er habe darauf hingewiesen, dass in Haspe derzeit noch kein Verein und noch keine Ehrenamtsstruktur existiert. Insofern sei diese Vorlage zum Zeitpunkt des Versandes so formuliert worden. Inzwischen habe sich aber die Verwaltungsmeinung geklärt. Es solle in der Tat in Haspe für das Jahr 2012 eine personelle Unterstützung geben, damit man dann die Öffnungszeiten nicht wieder herunterfahren müsse, sondern stabil halten könne. Es solle dann in Haspe möglichst ein Jahr später als in Hohenlimburg auf den Einsatz von Ehrenamtlern umgestellt werden.

 

Herr Röspel fragt, ob die Schließungsszeiten während der Sommerferien jetzt schon festgelegt wurden, unabhängig davon, ob der KWA heute einen Beschluss fasse oder nicht.

 

Herr Becker stellt klar, dass man den Herrn Oberbürgermeister für den Fall, dass die Vorlage heute nicht beschlossen wird, aufgrund der personellen Situation bitten müsse, diese Schießungszeiten zu verfügen. Man versuche derzeit die Beschlüsse herzustellen, um einen umfangreicheren Einsatz von Ehrenamtlichen zu ermöglichen. Es sei aber leider gerade zum jetzigen Zeitpunkt so, dass in diesem und im nächsten Monat zwei Kolleginnen in Ruhestand treten.

 

Herr Röspel erinnert, dass die Schließungszeiten gerade innerhalb der Sommerferien  ja auch einen Kritikpunkt an der letzten Vorlage darstellten. Nun sei die Schließungszeit zwar von fünf Wochen auf drei Wochen reduziert worden, dennoch sei es immer noch nicht zu begrüßen, dass die Büchereien innerhalb der  Sommerferien geschlossen sind.

 

Abschließend hält Herr Röspel fest, die Richtung der Vorlage sei zwar klar, dennoch wäre es ihm lieber, wenn die Ergebnisse aus den Bezirksvertretungen und den Fördervereinen vorlägen, bevor der KWA konkret beschließen könne.

Er fragt, ob es Einvernehmen darüber gibt, die Vorlage aus den genannten Gründen erst in der nächsten KWA-Sitzung zu beschließen. Damit sind alle einverstanden.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Beschluss:

 

Der Kultur- und Weiterbildungsausschuss wird das neue Konzept für die Stadtteilbüchereien Haspe und Hohenlimburg in seiner nächsten Sitzung beschließen, wenn auch die Ergebnisse der Beratungen der Bezirksvertretungen Haspe und Hohenlimburg vorliegen.

 

Der Kultur- und Weiterbildungsausschuss betrachtet die Beratung als 1. Lesung und vertagt die Beschlussfassung auf die nächste Sitzung.

 

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Abstimmungsergebnis:

x

 Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

 15

Dagegen:

 0

Enthaltungen:

 0

 

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