07.07.2011 - 5 Neues Konzept für die Stadtteilbüchereien in Ha...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5
- Gremium:
- Kultur- und Weiterbildungsausschuss
- Datum:
- Do., 07.07.2011
- Status:
- öffentlich (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 43 Amt für Weiterbildung und Medien
- Bearbeitung:
- Cornelia Steinbach
- Beschluss:
- vertagt
Wortprotokoll
Herr Röspel verweist auf die Beratungsfolge der
beteiligten Bezirksvertretungen Haspe und Hohenlimburg, die leider so liegt,
dass der KWA die Beratungsergebnisse dieser beiden Bezirksvertretungen nicht
kenne, so dass es jetzt schwer falle, einen Beschluss zu fassen. Er habe sich
mit Herrn Dr. Bleicher vorhin geeinigt, dass es nichts verschlägt, diesen
Tagesordnungspunkt auf die nächste KWA-Sitzung zu vertagen.
Frau Nigbur-Martini möchte dennoch einen
Fragenkatalog zu dieser Vorlage verlesen.
1. Zu den Öffnungszeiten würde sie
interessieren, warum die Kürzungen ausgerechnet am Nachmittag erfolgen sollen,
wenn die Schulkinder aus den Schulen kommen. Sie würde eher eine Kürzung der
Öffnungszeiten am Vormittag vorschlagen.
2. Die ehrenamtliche Arbeit sei grundsätzlich
sehr zu begrüßen, sie sehe aber das Problem, dass die äußerst komplexen
EDV-Programme bei Helfern, die nicht täglich damit befasst werden,
möglicherweise zu Fehlern führen können. Sie möchte wissen, wie man dem ohne
Qualitätseinbußen begegnen will.
3. Die BV-Haspe habe in ihrer Beratung der ersten Vorlage Vorschläge gemacht,
wie man die ausgesonderten Medien verwenden könnte. Auf Seite 4 dieser Vorlage
sei nur zu lesen, dass dieser Punkt weiter geklärt werden soll. Hier habe sie
schon eine Stellungnahme erwartet.
4. Bei der Veranstaltungs- und Programmarbeit
werde in Hohenlimburg das Hohenlimburger Gymnasium mit eingebunden. In Haspe
fehle ihr dies, sie möchte wissen, ob die Gesamtschule- Haspe oder das
Christian-Rohlfs-Gymnasium angesprochen wurden.
5. Bei den ausgewiesenen Planstellen möchte sie
wissen, ob es sich um eine volle neue Planstelle oder um eine geteilte Stelle
handelt.
6. Zuletzt fragt sie, was mit „höheren Klassen der Sekundarstufe
I“ gemeint sei.
Herr
Becker
antwortet zu 1., gemeinsame Gespräche mit dem Verein HohenlimBuch haben zu dem
Ergebnis geführt, dass durch 3-Stunden-Schichten der ehrenamtlich Beschäftigten
die Nutzung der Bücherei Hohenlimburg auch am Nachmittag in der Zeit von 15.00
Uhr bis 18.00 Uhr gewährleistet sein wird.
Zu Punkt 2. erinnert er daran, dass die
Verwaltung mit der ursprünglichen Vorlage ein Konzept vorgelegt hatte, in dem
die Kernarbeiten mit hauptamtlichen Mitarbeitern abgedeckt werden sollten. In
der politischen Diskussion und auch in der Diskussion mit dem Verein
HohenlimBuch habe es jedoch das deutliche Signal gegeben, dass eine umfangreichere
Tätigkeit der Ehrenamtlichen gewünscht wird. Er hofft, dass es durch eine gute
Schulung der Ehrenamtlichen und einen kontinuierlichen Einsatz dieser
Mitarbeiter dazu kommt, das Niveau im Wesentlichen stabil zu halten. Wie sich
dieses neue Konzept bewähren wird, könne man erst innerhalb einer Auswertung in
zwei Jahren feststellen.
Weiterhin stellt Herr Becker fest, dass
die nächste Gesprächsrunde sicherlich zu präziseren Ergebnissen führen wird. Im
Moment finde die wichtige Phase der Auswahl der Ehrenamtlichen statt. In Haspe
werde sich hoffentlich nächste Woche ein Förderverein für die Bücherei gründen,
in Hohenlimburg werde sich eine zweite Rekrutierungsphase anschließen. Es sei
insofern sehr wichtig, dass die Verwaltung deutlich das Signal aussenden könne,
dass dieses Konzept wirklich gewünscht wird, hierzu würde ein Beschluss der
beteiligten Gremien erheblich beitragen.
Herr Becker antwortet zu Frage 6., unter dem Begriff
„höhere Klassen der Sekundarstufe I“ seien die Klassen 9 und 10 zu
verstehen.
Zu Frage 5. kann Herr Becker sagen, dass
pro Zweigstelle zur Zeit mit zwei halben Stellen gearbeitet wird und zusätzlich
ein Bibliothekar beide Filialen der mit seinem Sachverstand unterstützen soll.
Zu Frage 4. informiert Herr Becker über
das langjährige Instrument „Partnerschaftsbibliothek und Schule“.
Vor drei Jahren sei das Gymnasium Hohenlimburg auf die Bücherei zugegangen und
habe gefragt, ob es Bereitschaft gebe, im Rahmen dieses Landesmodells
zusammenzuarbeiten. Auch im Innenstadtbereich werde mit einigen Schulen zusammengearbeitet.
Sollte eine weiterführende Schule aus Haspe ebenfalls Interesse an einer
Zusammenarbeit bekunden, werde man im Rahmen der Kapazitäten versuchen, eine
solche Zusammenarbeit auch dort zu ermöglichen.
Herr Asbeck kritisiert, dass bezüglich der Stellenanteile
in dieser Vorlage noch kein Ergebnis der Verwaltungsdiskussionen vorliegt. Der
Kultur- und Weiterbildungsausschuss müsse vorher wissen, worüber er abstimmt.
Daher sollten die in der Vorlage auf Seite 6 oben angesprochenen Angaben bis
zur nächsten Sitzung konkretisiert werden.
Herr Becker erklärt dazu, dieser Passus beziehe sich nicht
auf die Grundssituation, sondern auf die Sondersituation in Haspe im Jahr 2012.
Er habe darauf hingewiesen, dass in Haspe derzeit noch kein Verein und noch
keine Ehrenamtsstruktur existiert. Insofern sei diese Vorlage zum Zeitpunkt des
Versandes so formuliert worden. Inzwischen habe sich aber die
Verwaltungsmeinung geklärt. Es solle in der Tat in Haspe für das Jahr 2012 eine
personelle Unterstützung geben, damit man dann die Öffnungszeiten nicht wieder
herunterfahren müsse, sondern stabil halten könne. Es solle dann in Haspe möglichst
ein Jahr später als in Hohenlimburg auf den Einsatz von Ehrenamtlern umgestellt
werden.
Herr Röspel fragt, ob die Schließungsszeiten während der
Sommerferien jetzt schon festgelegt wurden, unabhängig davon, ob der KWA heute
einen Beschluss fasse oder nicht.
Herr Becker stellt klar, dass man den Herrn
Oberbürgermeister für den Fall, dass die Vorlage heute nicht beschlossen wird,
aufgrund der personellen Situation bitten müsse, diese Schießungszeiten zu verfügen.
Man versuche derzeit die Beschlüsse herzustellen, um einen umfangreicheren
Einsatz von Ehrenamtlichen zu ermöglichen. Es sei aber leider gerade zum
jetzigen Zeitpunkt so, dass in diesem und im nächsten Monat zwei Kolleginnen in
Ruhestand treten.
Herr Röspel erinnert, dass die Schließungszeiten gerade
innerhalb der Sommerferien ja auch einen
Kritikpunkt an der letzten Vorlage darstellten. Nun sei die Schließungszeit
zwar von fünf Wochen auf drei Wochen reduziert worden, dennoch sei es immer
noch nicht zu begrüßen, dass die Büchereien innerhalb der Sommerferien geschlossen sind.
Abschließend hält Herr Röspel fest, die
Richtung der Vorlage sei zwar klar, dennoch wäre es ihm lieber, wenn die
Ergebnisse aus den Bezirksvertretungen und den Fördervereinen vorlägen, bevor
der KWA konkret beschließen könne.
Er fragt, ob es Einvernehmen darüber gibt, die
Vorlage aus den genannten Gründen erst in der nächsten KWA-Sitzung zu
beschließen. Damit sind alle einverstanden.
Beschluss:
Der Kultur- und
Weiterbildungsausschuss wird das neue Konzept für die Stadtteilbüchereien Haspe
und Hohenlimburg in seiner nächsten Sitzung beschließen, wenn auch die
Ergebnisse der Beratungen der Bezirksvertretungen Haspe und Hohenlimburg
vorliegen.
Der Kultur- und
Weiterbildungsausschuss betrachtet die Beratung als 1. Lesung und vertagt die
Beschlussfassung auf die nächste Sitzung.
