29.06.2011 - 4.2 Luftreinhalteplan Hagen - 2008 Einrichtung eine...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4.2
- Gremium:
- Bezirksvertretung Eilpe/Dahl
- Datum:
- Mi., 29.06.2011
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB69 - Umweltamt
- Bearbeitung:
- Fred Weber
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Weber vom Umweltamt stellt zunächst die Vorlage mit eigenen Worten
dar.
Die Überschreitungen der einzuhaltenden Stickstoffdioxidwerte bezüglich
des Luftreinhalteplanes habe die Einrichtung einer Umweltzone in Hagen
erforderlich gemacht. Für die Abgrenzung der Umweltzone in Hagen habe man als
Grundlage das Prüfgebiet im Rahmen des Luftreinhalteplanes genommen. So sei es eine
Vorgabe der Bezirksregierung, dass alle relevanten, kritischen
Straßenabschnitte innerhalb dieser Zone liegen.
Mit Ausnahme eines Punktes an der Enneper Straße sei dies auch so
bestimmt worden. Sofern die Stadt Hagen, neben der Umweltzone, keine
anderweitige Lösung für den angesprochenen Bereich anbieten könne, werde die
Bezirksregierung voraussichtlich nicht damit einverstanden sein. Dennoch bittet
Herr Weber um Zustimmung der Bezirksvertretung Eilpe/Dahl für die Einrichtung der
in Anlage 3 zur Vorlage abgebildeten geplanten Umweltzone.
An der nachfolgenden kurzen Diskussion nehmen Frau Ellner, die Herren Schulz,
Dr. Bleicher, Aßmuth, Beuth, Jobst, Dahme und von der Verwaltung Herr Weber
teil.
Frau Ellner empfindet, dass die Stadt Hagen aufgrund ihrer topografischen
Lage gegenüber den Städten im Ruhrgebiet benachteiligt sei. Mit der Einrichtung
dieser Umweltzone werde es weniger Menschen geben, die hier einkaufen kommen.
Herr Weber entgegnet, dass sich die Vorgaben seitens der EU an die
Kriterien des Gesundheitsschutzes orientieren. Besondere Bedingungen gebe es
nur für wenige Ausnahmen. Ferner sei die vorgeschlagene Umweltzone mit den
Wirtschaftsverbänden in Hagen abgestimmt worden.
Herr Schulz möchte wissen, wie die Einhaltung der vorgegebenen
Plakettenregelung geplant sei.
Die Überwachung sei tatsächlich bisher ein Problem, so Herr Weber. In
einem Schreiben der Bezirksregierung an die Polizeipräsidentin der Stadt Hagen
bitte man darum, dass die Polizei im Rahmen ihrer Möglichkeiten versuchen
sollte, diese Überwachung zu verstärken.
Herr Dr. Bleicher ergänzt dazu, dass die Ordnungsbehörde dennoch den
ruhenden Verkehr überwachen könne. Das größere Problem sei die Überwachung des
LKW –Verkehrs. Hier habe die Polizei auf bestimmten Straßenabschnitten
kaum die Möglichkeit, die entsprechenden Fahrzeuge heraus zu winken.
Bezüglich des angesprochenen Standortnachteiles, erläutert Herr Dr.
Bleicher, dass Hagen mit der Einführung der Umweltzone keine Einzelstellung
einnehme. So seien alle anderen Städte gleichermaßen betroffen. Ferner habe man
sich auf die Belastungsschwerpunkte konzentriert und die entsprechende Zone nur
so weit wie notwendig ausgedehnt.
Einzelne Fragen werden ausführlich beantwortet.
Herr Beuth bedauert, die Nichtaufnahme der Selbecker Straße in die
Umweltzone. So bedeute eine Unterschreitung der Grenzwerte, insbesondere eine
so geringe, ja nicht, dass die Situation ideal sei. Aus diesem Grunde sei es
das Anliegen der Fraktion
Bündnis 90 Die Grünen, dass diese Straße ebenfalls mit aufgenommen werde.
Herr Weber teilt dazu mit, dass die Verhältnismäßigkeit gegeben sein muss
und somit die Eingrenzung auch da erfolgen solle, wo entsprechende Belastungen
entstehen. Ferner werde es durch das Landesumweltamt eine Wirkungskontrolle
geben, bei der auch alle anderen „gelben“ Straßenabschnitte nochmals
geprüft werden, sodass durchaus eine erneute Diskussion bezüglich einer
Erweiterung entstehen könne.
Zur Frage bezüglich der Bahnhofshinterfahrung zur Anlage 4 teilt Herr
Weber mit, dass dort die entsprechende Abgrenzung so gelegt worden ist, um den
Wirtschaftsverkehr möglichst wenig zu belasten.
Herr Dr. Bleicher ergänzt, dass die Realisierung der
Bahnhofshinterfahrung eben genau für eine Entlastung der bisherigen Bereiche
Wehringhauser Straße und Graf-von-Galen-Ring entstehe. Somit mache es aus
heutiger Sicht keinen Sinn, die Bahnhofshinterfahrung in die Umweltzone mit
aufzunehmen.
Herr Dahme möchte wissen, ob es im Raum Ennepetal / Gevelsberg bereits
Planungen zur Einrichtung einer Umweltzone gebe. So befürchte er, dass dann der
LKW-Verkehr über Breckerfeld und Eilpe und über das Volmetal zur Autobahn
abgeleitet werde, wenn die Selbecker Straße nicht Teil der Umweltzone ist.
Auf Anfrage sowohl in Gevelsberg als auch im Ennepe-Ruhr-Kreis wurde
mitgeteilt, dass dort derzeitig keine Umweltzone beabsichtigt sei.
Weiterer Erörterungsbedarf besteht nicht, sodass Herr Dahme wie folgt
über die Vorlage abstimmen lässt:
Beschluss:
Die Bezirksvertretung Eilpe/Dahl empfiehlt dem Rat der Stadt Hagen
folgenden Beschluss zu fassen:
Die Verwaltung wird beauftragt, eine Umweltzone in Hagen mit der
Plakettenregelung „gelb-grün“ in den räumlichen Grenzen wie in
Anlage 3 zum 01.01.2012 in Abstimmung mit der Bezirksregierung einzurichten.
