04.05.2011 - 6.4 Auswirkungen der Entscheidungen der Stadt Dortm...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6.4
- Gremium:
- Bezirksvertretung Hagen-Nord
- Datum:
- Mi., 04.05.2011
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage BBM
- Federführend:
- BV - Bezirksvertretung Nord
- Bearbeitung:
- Marina Groening
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Einleitend geht Herr Kohaupt auf die Presseberichte zur Situation
des Straßenstichs in Dortmund ein. Er
merkt an, dass der Rat der Stadt Dortmund beschlossen habe, die Straßenprostitution
zu verbieten. Der Sperrbezirk solle auf das gesamte Stadtgebiet Dortmund
ausgeweitet werden. Herr Kohaupt möchte
wissen, ob mit einer Verlagerung des Gewerbes auf den Hagener Norden zu rechnen
sei und warum kein Vertreter der Stadt Hagen an den Gesprächen mit dem
Regierungspräsidenten teilgenommen habe. Weiterhin möchte er wissen, ob
ordnungspolitische präventive Maßnahmen vorgesehen seien.
Herr Flüshöh gibt einen
ausführlichen Bericht zur jetzigen Situation des Straßenstrichs in Dortmund und
den daraus folgenden Auswirkungen.
Weiterhin verharmlost er nicht, dass zu befürchten sei, kriminelle
Banden aus dem Dortmunder Milieu und Straßenstichs könnten auch in Hagen Fuß fassen.
Der Rat der Stadt Dortmund habe sich für die Ausweitung des Sperrbezirkes
auf das gesamte Stadtgebiet ausgesprochen. Für den Erlass dieser Verordnung sei
jedoch die Bezirksregierung zuständig. Mit einer endgültigen Entscheidung sei
zeitnah zu rechnen.
Weiterhin berichtet Herr Flüshöh darüber, dass die eingewanderten
Südosteuropäer nur eine eingeschränkte Möglichkeit hätten, einer legalen Tätigkeit
nachzugehen. Der Zuzug der
Prostituierten aus den südosteuropäischen Ländern nach Dortmund sei in letzter
Zeit sehr hoch gewesen. Er macht auf die
daraus resultierenden Probleme aufmerksam. So habe die organisierte Zuhälterei,
Handtaschendiebstähle, Straßenraub, Beschaffungskriminalität, Mietnomadentum, Betteln,
Hausieren und Musizieren zugenommen. Die Auswirkungen könnten sich nicht nur im
Hagener Norden bemerkbar machen. Dies sei ein gesamtstädtisches Problem. Es würden
alle möglichen präventive und ordnungspolitischen Maßnahmen und Möglichkeiten
genutzt.
Herr Sporkert teilt mit,
dass er an einem Gesprächstermin mit den Vertretern der Ruhrgebietsstädte, der
Polizei und der Bezirksregierung in Dortmund teilgenommen habe.
Die anliegenden Gemeinden hätten ihr Befremden über die Situation in
Dortmund geäußert. Eine flächendeckende Sperrbezirksausweitung sei diskutiert worden,
jedoch sei dieses nicht ohne Weiteres umsetzbar. Mit dem Ergebnis des
Regierungspräsidenten sei in den nächsten Tagen zu rechnen.
Herr Kohaupt bedankt sich
für die Ausführungen.
Anlagen zur Vorlage
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