05.05.2011 - 1 Farbkonzept zur Gestaltung der Theater-Fassade ...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 1
- Gremium:
- Kultur- und Weiterbildungsausschuss
- Datum:
- Do., 05.05.2011
- Status:
- öffentlich (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 14:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB65 - Gebäudewirtschaft
- Bearbeitung:
- Roswitha Riechert
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Röspel begrüßt die Mitglieder des KWA, der BV-Mitte, die Vertreter der
Verwaltung und Frau Votteler vom LWL-Amt für Denkmalpflege in Münster.
Zunächst hat man sich im Innenhof des Theaters zusammengefunden, um dort
jeweils vier Farbvorschläge für die Theaterfassade und den Sockel des Gebäudes
zu betrachten.
Herr Grothe erläutert die einzelnen Farbaufträge für die Fassade und den Sockel. Die
vorgestellten Farbvarianten orientieren sich am Befund. Herr Grothe schlägt die Fassadenfarbe
2 in Verbindung mit der Sockelfarbe D oder C vor, diese Farben seien auch von Frau
Votteler empfohlen worden. Sollte man sich für die Farbe 2 für den historischen
Teil des Gebäudes entscheiden, so ist Farbe 4 für die Anbauten aus den 60-iger
Jahren vorgegeben.
Es folgt eine angeregte Diskussion über die Farbvarianten. Es wird
deutlich, dass die Variante 3 aus Sicht von Frau Votteler gar nicht zur
Debatte steht und der eher gelbliche Ton von ihrer Behörde abgelehnt werden
würde.
Herr Dr. Fischer gibt zu verstehen, dass ihm alle vorgestellten Farben nicht gefallen. Er
fragt, welchen rechtlichen Status die Empfehlung von Frau Votteler habe.
Diese Frage wird er gleich noch einmal stellen.
Alle Anwesenden begeben sich nun vor das Theaterportal, um dort
großflächig aufgebrachte Farbanstriche
zu begutachten. Man stellt fest, dass sich die Farben auf diesen Gebäudeflächen
unter anderen Lichtbedingungen noch einmal von den Farbmustern im Innenhof unterscheiden.
Herr Söhnchen ist sehr verärgert, man habe sich auch Gelbtöne gewünscht, nun habe er
sich von Frau Votteler erläutern lassen, dass diese Möglichkeit aus
ihrer Sicht nicht befürwortet wird. Im Innenhof seien demnach Farbvorschläge zu
sehen, die man letztlich aber gar nicht auswählen dürfe. Die gesamte
Vorgehensweise hält er für verfehlt.
Es wird angeregt über die Farbbeispiele diskutiert.
Herr Röspel schlägt vor, dass sich beide Gremien nun trennen und einzeln weiter diskutieren.
Nachdem man sich eingehend mit Frau Votteler und Herrn Grothe
besprochen hat, findet sich der KWA im Vorraum der Theaterkasse zusammen.
Herr Söhnchen ist immer noch verärgert über die Verfahrenslage. Im Innenhof seinen
vier Farbvorschläge präsentiert worden, von denen man aber nur zwei vorne am
Theaterportal begutachten könne, außerdem bestehe im Prinzip gar keine
Auswahlmöglichkeit, wie man gerade von Frau Votteler gehört habe. Da der
Zeitplan eingehalten werden muss, gestalte sich das gesamte Verfahren nun sehr
schwierig.
Frau Votteler stellt noch
einmal klar, dass sich die Farbtöne an der Substanz orientieren müssen. Das
ursprüngliche Material wie Spritzguss und Edelkratzputz gebe es heute gar nicht
mehr. Sie empfiehlt, die Originalsubstanz der Fassade zu erhalten und zu restaurieren
und einen Farbton zu wählen, der sich dem Befund angleicht. Mit einem mineralischen
Anstrich werde eine sehr angenehme Wirkung erzielt.
Sollten die beiden Farben für den Sockel als zu dunkel empfunden werden,
bestehe die Möglichkeit, die Farben C und D zu mischen und aufzuhellen.
Herr Dr. Fischer wiederholt seine Frage von vorhin, er möchte wissen, welchen rechtlichen
Status die Empfehlung der Restauratorin aus Münster habe.
Herr Grothe antwortet, die untere Denkmalbehörde in Hagen sei zuständig für die Farbwahl,
müsse sich aber mit Münster abstimmen. Die untere Denkmalbehörde könne zwar
auch andere Farben wünschen, in dem Fall werde dann das Ministerium eine
Entscheidung treffen.
Herr Asbeck hält es für eine verfehlte Vorgehensweise, im Innenhof andere Farben zu
präsentieren, als man dann letzten Endes auswählen darf. Ihm ist das Verfahren
viel zu formalistisch. Schließlich wolle man die Fassaden zum heutigen
Zeitpunkt streichen, sich so stark am Befund zu orientieren, hält er nicht für
richtig. Er erwähnt noch einmal die Farbgestaltung des Landgerichtsgebäudes,
die sicher auch nicht der ursprünglichen Farbgebung entspricht.
Auch Herr Klippert hält das Verfahren für unglücklich gewählt. Er
maße sich aber nicht an, den Erläuterungen der Fachleute zu widersprechen.
Herr Dr. Fischer ist ebenfalls enttäuscht, er hat völlig neue Farbvorschläge erwartet.
Herr Röspel stellt nun klar, dass aufgrund des Zeitplans heute eine Entscheidung
getroffen werden muss und fragt, ob es Bedenken gibt, über die Farbe 2 für die
Fassade abzustimmen. Frau Votteler zeigt noch einmal die Farbkarte mit
der Farbnummer 9288, die ein Sandbeige darstellt.
Herr Röspel schlägt vor, sich bei der Sockelfarbe nicht festzulegen, sie solle sich
aus den Farben C und D zusammensetzen, jedoch möglichst heller sein. Diese
Farbgestaltung wird der Fachverwaltung überlassen. Er lässt nun über diese
Farben abstimmen.
Herr Röspel bedankt sich bei allen Anwesenden und beendet den Ortstermin mit der
Hoffnung, dass die Ausführung der Arbeiten termingerecht erfolgen wird.
Beschluss:
Der Kultur- und Weiterbildungsausschuss beschließt, die Fassaden gemäß
der am 05.05.2011 beim Ortstermin vorgestellten Farbe 2 (Farbton Nr. 9288) zu gestalten.
Die Farbgestaltung des Sockels wird der Fachverwaltung überlassen, die Farbe soll aus den Sockelfarben
C und D gemischt und möglichst aufgehellt werden.
