08.02.2005 - 5.12 Luftreinhaltplan Hagen
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5.12
- Gremium:
- Bezirksvertretung Hagen-Mitte
- Datum:
- Di., 08.02.2005
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB69 - Umweltamt
- Bearbeitung:
- Fred Weber
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Stroschein begrüßt alle Maßnahmen
der Verwaltung zur Luftreinhalteplanung. In diesem Zusammenhang geht er auf die
in der Verwaltungsvorlage geplanten Maßnahmen ein und hat gegenüber dem zu
erwartenden Nutzen erhebliche Bedenken. Seiner Auffassung nach müssen von der
Bundesautobahn (BAB) zwingende Routenkonzepte den LKW Verkehr aus dem
Innenstadtbereich heraushalten. Die Realisierung der Bahnhofshinterfahrung sollte von der
Verwaltung als kurzfristiges Ziel betrachtet werden. Er lehnt das vorgestellte
Konzept ab.
An der sehr kontrovers und ausführlich
geführten Diskussion beteiligen sich Herr Stroschein, Herr Oberste-Berghaus,
Herr Glaeser und für die Verwaltung Herr Grothe, Herr Schumacher, Herr Bauhaus
und Herr Schmidt.
Herr Schumacher verdeutlicht, dass
mehrere Faktoren aufeinander treffen, die eine optimale Luftreinhalteplanung
kompliziert machen. Die Verwaltung bemühe sich schon seit Jahren den Stand der
Luftreinhalteplanung zu optimieren. Probleme machen dabei insbesondere die
rechtlichen Grundlagen der Europäischen Union und anderer behördlichen
Einrichtungen. Ergänzend geht Herr Schumacher auf die damit im Zusammenhang
stehenden Folgen und erforderlichen Maßnahmen ein.
Herr Bauhaus berichtet von dem System
“Ruhrpilot” das schon in einigen Gemeinden verwendet wird. Es
handelt sich hierbei um ein Informationssystem, dass der Gemeinde frühzeitige
wetterabhängige Informationen liefert, um Verkehrsströme abzufangen und
umzulenken.
Herr Grothe erhofft sich, dass die
Bahnhofshinterfahrung durch den Luftreinhalteplan eine höhere Priorität
bekommt. In diesem Zusammenhang geht er erneut auf die vorgegebenen
EU-Richtlinien und die dargestellten Möglichkeiten in der Verwaltungsvorlage
ein. Bei dem Projekt “Ruhrpilot” handelt es sich um ein
Pilotprojekt für Hagen, dass mit Fördermittel unterstützt wird. Daraus
entwickele sich für Hagen ein positiver Effekt.
Auf den Vorschlag von Herrn Stroschein
eine Routenumleitung zwingend vorzuschreiben und feste Routen für den LKW
Verkehr vorzugeben, bestätigt Herr Schmidt, dass das Autobahnamt eine
entsprechende Beschilderung auf der Bundesautobahn an den Abfahrten abgelehnt
hat.
