30.03.2004 - 3 Straßenkinder in Hagen
Grunddaten
- TOP:
- Ö 3
- Sitzung:
-
Sitzung des Jugendhilfeausschusses
- Gremium:
- Jugendhilfeausschuss
- Datum:
- Di., 30.03.2004
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Vorlage:
-
0170/2004 Straßenkinder in Hagen
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB55 - Jugend und Soziales
- Bearbeitung:
- Dieter Althaus
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Frau Hamann vom
Diakonischen Werk erläutert zunächst die Vorlage, die einen Bericht aus der
einjährigen Tätigkeit des Streetworkers beinhaltet. Die heutige Zielsetzung
bestehe allein aus der Frage, wie diese Arbeit fortgesetzt werden könne, da die
vorhandenen Mittel lediglich ausreichten, um das Projekt bis Ende Juni
durchzuführen. Das Gehalt des Streetworkers sei während des gesamten
Projektverlaufes nur durch Spenden finanziert worden.
Herr Gehring, der seit dem
01.04.2003 als Streetworker des Diakonischen Werkes für Straßenkinder in Hagen
tätig ist, berichtet anschließend aus seinen Erfahrungen, die er mit den
Kindern und Jugendlichen, die auf der Straße leben, gemacht hat. Er weist auf
die Notwendigkeit seiner Tätigkeit hin, da die herkömmlichen
Jugendhilfeangebote diese Kinder und Jugendliche nicht erreiche.
Einerseits gehe es darum, die Notlagen
der Straßenkinder zu lindern, zum anderen müssten die Erziehungshilfeangebote
den konkreten Bedürfnissen der Jugendlichen angepasst werden.
Herr Strüwer befürchtet,
dass die Straßenkinder durch die bestehenden Angebote wie z.B. das des
Streetwork Cafes eher geneigt seien, in ihrer Lebenssituation zu verbleiben,
als wenn es diese Angebote nicht gebe. Diese Sorge kann Herr Gehring klar
ausräumen.
Frau Wolff verwahrt sich
in ihrer Funktion als Lehrerin gegen die Aussage, dass sich die Schulen nicht
um Schulverweigerer kümmere. Dies sei sehr wohl der Fall.
Herr Dücker betont, dass
er diese Stelle für unabdingbar notwendig erachte und die Betreuung der
Straßenkinder weiterhin erfolgen müsse.
Im Verlauf der weiteren Diskussion, an
der sich die Herren Bärenfänger, Schledorn, Siegler, Kirchhoff
und Haensel beteiligen, ist man sich einig, dass die Notwendigkeit
dieser Tätigkeit besteht und die Erziehungsangebote im Hinblick auf die
bestehende Praxis überprüft und passgenau und flexibel angepasst werden müssen.
Herr Dr. Schmidt bietet den
freien Trägern an, Gespräche bezüglich der Fortführung der Streetworkerstelle
zu führen.
In diesem Zusammenhang weist Herr
Steuber darauf hin, dass die Budgetgespräche mit den freien Trägern nach
Ostern in die zweite Rund gingen. Die Aufgabe könne im bestehenden Budget zu
Lasten einer anderen verschoben werden. Dies erfordere jedoch einen
entsprechenden Ratsbeschluss.
