29.03.2011 - 5 Erfahrungsbericht "Zuschusskürzung im ÖPNV"
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5
- Gremium:
- Stadtentwicklungsausschuss
- Datum:
- Di., 29.03.2011
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Bearbeitung:
- Hans-Dieter Schumacher
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Klinkert bedankt sich zunächst für die
Beantwortung. Allerdings habe die Reduzierung des Zuschusses der Stadt an die
Hagener Straßenbahn und damit die Attraktivitätsminderung eindeutig dazu geführt,
dass sich die Fahrgastzahlen verringert hätten. Was er sich in diesem Bericht
gewünscht hätte, sei eine Auseinandersetzung mit den Beschwerden gewesen, die
aus der Bevölkerung gekommen wären. Gerade Stadtteile wie Brockhausen und
aktuell Oege hätten einer intensiveren Beschäftigung bedurft. Zwar wäre der
Sparbeschluss des Rates umgesetzt worden aber es könnte bei vorliegenden
Problemen doch auch hier und da nachgebessert
werden. Der Bericht werde zunächst so zur Kenntnis genommen, jedoch
würde der ÖPNV weiter intensiv beobachtet. Strecken, die seiner Meinung nach
verbesserungswürdig wären, würden aufgearbeitet
und es würde versucht mit Vorschlägen und Anträgen den Wünschen der
Bevölkerung gerecht zu werden.
Herr Thieser äußert sich dahin gehend, dass aber
auch entsprechende Finanzierungsvorschläge gemacht werden müssten, um
Änderungswünsche umzusetzen. Er appelliere daran, dass die Probleme vor Ort und
in den jeweiligen Bezirksvertretungen diskutiert werden sollten, da diese sich
in ihren Bereichen am besten mit den einzelnen Linien auskennen würden.
Änderungen wären bei auftretenden Problemen schon in der jüngeren Vergangenheit
vorgenommen worden.
Herr Panzer stellt fest, dass diese Vorlage nur
einen Zwischenbericht darstelle, der alarmierend genug sei, wenn man
insbesondere die Verringerung der Fahrgastzahlen sehe. Diese Tendenz könne sich
durchaus in den nächsten Jahren fortsetzten. Aber die Straßenbahn sollte sich
durchaus mit verstärkter Öffentlichkeitsarbeit besser verkaufen, als es derzeit
den Anschein habe.
Frau Baloglu berichtet über das Beispiel
Oststraße in Hohenlimburg, wo Schüler bereits die Busverbindung um 06.30 Uhr
benutzen müssten, um die Schule in Hagen zu erreichen.
Herr Arnusch erinnert an Anträge in der
Bezirksvertretung Hohenlimburg um diese Missstände zu beseitigen.
Herr Dr. Ramrath informiert aus dem Bereich der
Hagener Straßenbahn, dass man dort bereit
sei, an diesen Schwachstellen zu
arbeiten und sie auch in Zusammenarbeit mit der Verwaltung zu beseitigen,
soweit das Budget dies hergebe.
Herr Gläser berichtet, dass die Bezirksvertretung
des Öfteren mit der Hagener Straßenbahn über die Anbindung des Kratzkopfes
gesprochen habe. Dies sei immer wieder
mit dem Argument der ungenügenden Fahrgastzahlen, der schwierigen verkehrlichen
Situation und der fehlenden Finanzierung abgelehnt worden. Er könne ein
Wohlwollen auf dieser Seite nicht bestätigen, gleichwohl solle ein erneuter
Versuch gestartet werden. Andere direkte Beschwerden aus dem Innenstadtbereich
seien ihm nicht bekannt.
Herr Klinkert gibt zu bedenken, dass es auf Grund
der langen Linienführungen schwierig sei, bezirksweise zu Verbesserungen zu
kommen. Er erinnere nochmals an seinen schon gemachten Vorschlag der
Einrichtung eines überbezirklichen Arbeitskreises. Hierzu sei es jedoch nicht
gekommen.
Herr Grothe macht deutlich, dass der ÖPNV in
Hagen optimiert werden müsse. Evtl. sei es ein Weg, von diesen
bezirksübergreifenden Linien ab zu kommen und Umsteigemöglichkeiten anzubieten.
Dies bedeute jedoch die Diskussion zu einem neuen Konzept und einem neuen
Nahverkehrplan. Ziel sei es natürlich, mit dem jetzigen Geld auszukommen.
Herr Schädel ergänzt, dass die Stadt Hagen
Besteller der Nahverkehrsleistungen sei aber leider nicht die finanziellen
Mittel habe und somit für jede neue Maßnahme an anderer Stelle gestrichen
werden müsse. Zusätzliche Mittel gebe es keine. Im Zusammenhang mit der
Situation in Oege zeichneten sich durch Gespräche zwischen Verwaltung, HVG und
Bezirksvertretung Hohenlimburg Lösungsmöglichkeiten ab.
Herr Dr. Ramrath bittet die Verwaltung, die
Missstände am Kratzkopf im Auge zu behalten und über die Gesamtsituation
weiterhin in diesem Ausschuss zu berichten.
