24.03.2011 - 10 Neues Konzept für die Stadtteilbüchereien in Ha...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 10
- Gremium:
- Kultur- und Weiterbildungsausschuss
- Datum:
- Do., 24.03.2011
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführend:
- 43 Amt für Weiterbildung und Medien
- Bearbeitung:
- Cornelia Steinbach
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Asbeck erwähnt zwei Punkte, die ihm nicht behagen.
Das hier vorgelegte Konzept nenne als Ort der Unterbringung der
Stadtteilbücherei Haspe das Torhaus Haspe. Die Verwaltung sei beauftragt worden,
auch andere Alternativen zu untersuchen. Er könne sich nicht vorstellen, dass
ein Neubau kostengünstiger sei, als vorhandene Möglichkeiten in Schulen oder
anderen öffentlichen Gebäuden.
Der andere Punkt betreffe die Arbeit der
Ehrenamtlichen, er könne nicht nachvollziehen, warum die ehrenamtlichen
Mitarbeiter nur für Hintergrundarbeiten eingesetzt werden sollen. Nach seiner
Auffassung können die Ehrenamtlichen die Verwaltungsmitarbeiter auch in der
Ausleihe und bei anderen Aufgaben entlasten. Insofern könne man den Personalbedarf
in solchen Bereichen senken und die Öffnungszeiten auch ohne den Einsatz weiterer
Verwaltungskräfte erhalten.
Gerade in Hohenlimburg bestehe sicherlich die
Bereitschaft, insgesamt weitere Bedarfe abzudecken und auch in Haspe seien
bestimmt Leute bereit, solche Arbeiten zu übernehmen.
Er bittet die Verwaltung noch einmal, auch
andere Alternativen als das Torhaus zu untersuchen und es sei auch einmal an
der Zeit, mit konkreteren Zahlen zu arbeiten.
Herr Söhnchen stellt fest, auch seine Fraktion habe diese
Vorlage zur Kenntnis genommen, wie es ja auch dem Beschlussvorschlag
entspreche. Über die Beratungsfolge sei man jedoch dann ins Stocken geraten,
denn die Meinung der Bezirksvertretungen sei sehr wichtig, möglicherweise käme
man durch deren Meinungen noch einmal zu anderen Gewichtungen. Er kenne den
Terminplan jetzt nicht genau, möglicherweise könne sich der KWA noch einmal
nach den Sitzungen der BV’s mit diesem Thema befassen.
Außerdem sei aufgefallen, dass die
Konsolidierung für die beiden Außenstellen für 2013/2014 angestrebt wurde, auf
der letzten Seite der Vorlage heiße es aber, dass bereits ab Sommer 2011
Vakanzen in der Hauptstelle entstehen. Man wisse, dass die ehrenamtlichen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Hohenlimburg bereits ganz gut aufgestellt
seien, in Haspe sei das aber noch nicht der Fall. Es werde für Haspe wohl nicht
möglich sein, die Dinge bereits bis zum Sommer 2011 zu organisieren.
Herr Röspel sieht noch Gesprächsbedarf mit den BV’s
und dem Förderverein bezüglich der
Alternativen zu den Öffnungszeiten. Er ist der Meinung, dass eine 5-wöchige
Schließungszeit innerhalb der Sommerferien gar nicht machbar ist, denn gerade
in dieser Ferienzeit streben viele Jugendliche in die Bücherei, um Ausleihen zu
tätigen. Daher sei er mit einer Schließung der Büchereien in den Ferien auch
nicht einverstanden.
Herr Klippert ist der gleichen Meinung, die Schließung der
Büchereien innerhalb der Sommerferien sei fatal.
Die Vorlage mache aber auch sichtbar, welche
gravierenden Auswirkungen der Kürzungswahn innerhalb der Stadt mittlerweile
habe. Er teile die Auffassung nicht, dass noch mehr Arbeiten von Ehrenamtlichen übernommen werden sollen.
Er frage sich bei dem Personalkonzept in dieser
Vorlage, wie das Ganze eigentlich im Urlaubs- und Krankheitsfall laufen solle.
Bei nur noch einer Stelle pro Stadtteilbücherei sei es ihm schleierhaft, wie
der ordnungsgemäße Betrieb geregelt werden solle.
Wenn man die Standorte günstiger halten wolle,
bedeute das meistens auch, dass sie kleiner werden. Er frage sich, ob in diesem
Fall auch die Medien eingestampft werden sollen, das Ganze stimme ihn
bedenklich.
In der Vorlage heiße es ferner, der Umfang der
Programmarbeit sei abhängig von der Personalkapazität und diese Leistungen
würden in der Stadtbücherei auf der Springe
bereits jetzt schon rationiert. Den Begriff „rationiert“ in
Bezug auf Bildung findet er unerträglich. Er frage sich, wie die
Bildungspädagogik unter solchen Umständen überhaupt noch gewährleistet werden
soll. Dazu hätte er auch noch einige andere Fragen, insofern sehe er es auch
so, dass der KWA nach den Beratungen in den BV’s noch einmal gefragt sei.
Herr Röspel schlägt vor, die Vorlage im Juni noch einmal
zu behandeln.
Herr Becker nimmt die Fragen gerne auf, zum Formalen wolle
er aber sagen, dass mit dieser Vorlage der Sachstand der aktuellen Diskussion
auch mit dem Förderverein dargestellt werden sollte. Deshalb stehe im letzten
Satz der Vorlage, dass für Mai eine Beschlussvorlage vorgesehen ist. Man wolle
sich nicht mit dieser Berichtsvorlage vom KWA absegnen lassen, dass alles so 1
: 1 umgesetzt werden soll, wie es hier steht, sondern die Vorlage hatte die
Funktion, dem KWA die aktuellen Diskussionen zur Kenntnis zu geben. Natürlich
werde man die Meinungen und Anregungen des KWA mit auf den Weg nehmen.
Herr Röspel bittet Herrn Becker, die kritischen
Äußerungen zum Torhaus und zu den Öffnungszeiten innerhalb der Sommerferien mit
in die weiteren Gespräche auch mit den Bezirksvertretungen zu nehmen, Herr
Eschenbach sei ja auch heute hier und habe die Anregungen gehört.
Die angekündigte neue Vorlage müsste dann
spätestens am 1.6.2011 im KWA beraten und beschlossen werden.
