14.12.2010 - 4 Vorschlag zur Tagesordnung der Fraktion HAGEN A...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4
- Gremium:
- Stadtentwicklungsausschuss
- Datum:
- Di., 14.12.2010
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Vorschlag zur Tagesordnung
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Bearbeitung:
- Hans-Martin Schaefer
- Beschluss:
- vertagt
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Klinkert weist darauf hin, dass die vom Rat
beschlossenen einschneidenden Kürzungen um ca. 4,5 Mio. € zu erheblichem
Widerstand in der Bevölkerung geführt hätten. Dies habe letztendlich zu dem von
Hagen Aktiv initiierten Bürgerantrag mit ca. 7000 Unterschriften geführt, der
dem Büro des Oberbürgermeisters vorliege. Er solle dem Rat zur Entscheidung
vorgelegt werden. Eines der Ziele des Antrages sie die Reduzierung der
Feinstaubproblematik in der Innenstadt. Dies würde sehr auf die lange Bank geschoben,
wenn man bedenke, dass die Bauzeit der Bahnhofshinterfahrung zwischen 10 bis 12
Jahren liegen werde. So lange müsse der Bürger dann mit diesem Problem leben,
wenn die Straße wirklich gebaut werden sollte.
Daneben verweise er auf die Schwierigkeiten, zu
bestimmten Zeiten eine Reihe von Stadtteilen nicht mehr erreichen zu können
oder dass Schüler einfach stehen gelassen würden, weil die Busse überfüllt
seien. Diese Dinge hätten zu diesem Antrag geführt, um die radikalen Kürzungen
zumindest zum Teil zurück zu nehmen. Er halte es nicht für sehr produktiv, wenn
sich jede Bezirksvertretung einzeln mit den Problemen beschäftige, die Büsse
führen bezirksübergreifend. Hier sei ein einheitliches Konzept erforderlich.
Daher schlage er vor, dass der
Stadtentwicklungsausschuss einen Arbeitskreis einrichte, dem ein Mitglied jeder
Fraktion und ein Mitglied jeder Bezirksvertretung angehören könnten. Hier solle
dann zusammen mit der Straßenbahn diskutiert werden, wo Brennpunkte seien, wo
evtl. zum nächsten Fahrplanwechsel nachgebessert werden müsste und was dies
koste. Somit könnten zumindest die dringendsten Klagen der Bürger aus der Welt
geschaffen werden.
Herr Thieser gibt zu bedenken, dass der Rat
Kürzungen beschlossen habe und man hierzu auch stehen müsse. Über dringende
Probleme sei schon in den Bezirksvertretungen diskutiert und es wären auch
schon Korrekturen vorgenommen worden. Bezirksübergreifende
Probleme seien auch von der Verwaltung aufgegriffen worden. Seiner Ansicht nach
sei der vorliegende Antrag inhalts- und
wortgleich im Beschwerdeausschuss beraten und entschieden worden. Er
schlage vor, dies auch so zu belassen. Wenn die Problematik gelöst werden
solle, müssten auch die entsprechenden Mittel zur Verfügung gestellt werden.
Die Diskussion zu führen, ohne vorher zu sagen, woher die finanziellen Mittel
herkommen, bringe gar nichts. Ansonsten mache man den Bürgern etwas vor. Daher
sollte heute kein Beschluss gefasst werden und es sollte die Haushaltsplanberatung
abgewartet werden, um zu diskutieren, wie die finanziellen Mittel zur Verfügung
gestellt werden könnten, um Verbesserungen zu erreichen. Allerdings würde der
Öffentliche Personen-Nahverkehr bei weiteren Kürzungen an der Substanz angegriffen,
dies sei weiter nicht vorstellbar.
Für Herrn Romberg sind 7000 Unterschriften schon
ein Gradmesser, auf den eingegangen werden sollte. Aber es wäre schon sinnvoll,
heute keine Entscheidung zu treffen, um vorher einen Erfahrungsbericht der
Straßenbahn zu erhalten. Vielleicht seien Verbesserungen möglich über deren
Finanzierung natürlich nachgedacht werden müsse.
Als Finanzierungsmöglichkeit spricht Herr
Klinkert eine Reinvestition eines Teiles der Einsparungen von ca. 4,5 Mio.
€ in Verbesserungen an. Dies würde auch eine große Zustimmung bei den
Bürgern dieser Stadt finden.
Herr Dr. Ramrath stellt fest, dass sich Herr
Klinkert und auch der gesamte Ausschuss mit der vorgeschlagenen Verfahrensweise
einverstanden erklärt, dass zunächst ein Erfahrungsbericht der Hagener
Straßenbahn abgewartet und somit die Beratung zunächst zurückgestellt werde.
Anlagen zur Vorlage
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(wie Dokument)
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102,6 kB
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