07.12.2010 - 4 Fortschreibung des Windkraftkonzeptes

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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

Herr Bleja stellte den Tagesordnungspunkt vor. Aus der Sicht des Fachbereiches Stadtentwicklung und Stadtplanung und aus der Sicht des örtlichen Energieversorgers, hier vertreten durch Herrn Moos von der Mark-E, erfolgte eine umfassende Einführung in das Thema mit Unterstützung einer virtuellen Bildpräsentation. Diese Präsentation wird auf Wunsch des Beirates dem Protokoll als Anlage beigefügt.

 

In Erwartung einer neuen Rechtslage (Neufassung des WKA Energieerlasses von 2005) zur Forcierung der Windkraftenergien gehe die Hoffnung auf die Ausweitung der Standortsuche auf Waldflächen einher, hier auf Kyrill- geschädigten Flächen, erscheine die Zeit gereift für Überlegungen, die bisherigen 10 WKA mit einer Gesamtenergiebilanz von ca. 10,3 MW in Hagen durch die Entwicklung weiterer konzentrierter Standorte (bis 2020 ein Ausbau der erneuerbaren Energien von 3 auf 15%) zu ergänzen.

Dies bedeute eine Überarbeitung der vorbereitenden Bauleitplanung und Neufassung des bisherigen Ratsbeschlusses (keine weiteren WKA, Höhenbegrenzung, Waldabstände etc.) zur Anpassung an neueste Entwicklungstrends. Dies sei jedoch nur im Rahmen eines Gesamtkonzeptes zu konzentrierten Standorten mit Ausschluss von Einzelgenehmigungen möglich.

 

In der anschließenden engagierten Diskussion sind auch in Erkenntnis  globaler Aspekte kritische Beiträge und Fragen zur Standortsuche in Hagen und zur Wirkung auf den Menschen, auf die Natur und die Lebensräume von Tieren und Pflanzen geäußert worden. Schwerpunkte der Diskussion bildeten die aktuelle Klimapolitik und die Erfüllung des Energiewirtschaftsgesetzes (siehe Vortrag), die anstehende Änderung des Windkraftenergie- Erlasses, die notwendige Aufstockung der bisher durch den Rat begrenzten Nabenhöhe, Rückbauverpflichtung nach Beendigung der Laufzeit oder Repowering (effektive, technische Weiterentwicklung und Austausch alter Anlagen), negative Nebeneffekte von WKA wie Geräusche, Schattenwurf und Eiswurf, Aspekte von Art und Umfang der Kompensationsmaßnahmen wie auch die temporären Eingriffe, Konflikte, die durch den Standort Wald entstehen, Gefährdung von Großvögeln und deren Berücksichtigung bei der Planung ( hier z.B. Schwarzstorch, Tag- und Nachtgreife), Wirkung auf andere Tiere wie Singvögel oder Fledermäuse, Wirkung auf die Vogelzüge, Wirkung der WKA auf das Wild, Landschaftsbildaspekte, pekuniäre Aspekte bzw. Ausklammerung von Wirtschaftsinteressen einzelner Unternehmen, Alternativen zur Windkraft wie der Ausbau anderer erneuerbarer Energiequellen, z.B. Wasserkraft, Solar- und Photovoltaikanlagen, Erdwärme, Biomasseverstromung, Biogasanlagen usw.

 

Herr Moos stellt die Vor- und Nachteile dieser Alternativenergien heraus, favorisiert für den Standort Hagen jedoch die Windkraft.

 

Herr Wack stellt die Wichtigkeit des Ökosystems „Wald“ heraus und den Auftrag des Regionalforstamtes, die Nachhaltigkeit des Waldes zu sichern. Die Windkraftanlagen im Wald seien diesem Ökosystem nicht zuträglich. Er richtete zudem eine Bitte an die Naturschutzverbände, die dem Regionalforstamt zugrundeliegenden raumbezogenen Daten über das Vorkommen von gefährdeten Großvogelarten (Schwarzstorch, Wespenbussard, Rotmilan, Uhu etc.) durch aktuelle Erkenntnisse zu vervollständigen.

 

Herr Dr. Hülsbusch stellte den Antrag zur Abstimmung, keine neuen Vorranggebiete für WKA zu entwickeln. Die erfolgte Abstimmung ( 5 Stimmen dafür, 5 Stimmen dagegen, 4 Enthaltungen) führte jedoch zu einer Ablehnung.

 

Herrn Dr. Hülsbusch regte eine gemeinsame Besichtigung der Biomasseverstromungsanlage der Mark-E in Bathey an. Dies wurde begrüßt und die Verwaltung um Terminvereinbarung gebeten.

 

Herr Riegel beendete die Diskussion mit dem Hinweis, dass noch viele Fragen offen geblieben seien.

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Beschluss:

Der Landschaftsbeirat empfiehlt dem Rat der Stadt Hagen, dem Beschluss gem. der Verwaltungsvorlage zu fassen.

 

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Abstimmungsergebnis:

X

 Mit Mehrheit beschlossen

 

Dafür:

 7

Dagegen:

 5

Enthaltungen:

 2

 

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Anlagen