02.12.2010 - 6.7 Fortschreibung des Windkraftkonzeptes
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6.7
- Gremium:
- Bezirksvertretung Eilpe/Dahl
- Datum:
- Do., 02.12.2010
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:05
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Bearbeitung:
- Martin Bleja
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Anhand einer Powerpoint-Präsentation informieren Herr Bleja vom
Fachbereich für Stadtentwicklung und Stadtplanung sowie Herr Dr. Bohrer von der
Mark E ausführlich zur Fortschreibung des Windkraftkonzeptes.
So wird zum Einen der aktuelle Stand der Windkraftnutzung dargestellt.
Das einst erarbeitete Standortkonzept habe sich bewährt. Die Standorte seien
alle belegt und arbeiten wirtschaftlich. Im regionalen Vergleich werde in Hagen
die Windkraft schon sehr intensiv genutzt.
So gebe es neue Anfragen zu weiteren Anlagen, die kyrillgeschädigte
Waldflächen
und den Stadtbezirk Eilpe/Dahl betreffen.
Des Weiteren haben die Energieversorger den gesetzlichen Auftrag, den
Einsatz erneuerbarer Energien drastisch zu steigern. Die Landesregierung habe
einerseits angekündigt, diesen Anteil an Stromversorgung von derzeit 3% auf 15%
bis 2010 auszubauen und andererseits den Windenergieerlass zu überarbeiten. So
sollen zukünftig Waldflächen kein Tabu mehr für solche Anlagen darstellen.
Demzufolge würden sich für die Stadt Hagen weitere Potentiale ergeben.
Eine Fortschreibung mache nur dann Sinn, wenn der bisherige Erlass
entsprechend geändert werde. Die Fachverwaltung empfehle demnach, dass wenn
weitere Standorte gewollt sind, diese nur auf der Grundlage einer neuen Planung
durchzuführen.
Rückfragen dazu werden entsprechend beantwortet.
Herr Grzeschista weist darauf hin, dass der aufgehängte Plan bezüglich
der angefragten Standorte nicht mit dem in der Vorlage übereinstimmt.
Dies sei richtig, so Herr Bleja, die heute mitgebrachte Karte stelle die
neueste Entstehung der Standorte dar, welche die Mark E in ihrer Entwicklung
habe.
Herr Bohrer von der Mark E berichtet, dass man bereits seit einigen
Monaten mit Herrn Bleja zusammenarbeite, um in Hagen die Voraussetzungen für
mehr Windkraft zu schaffen. So habe man
sich für die nächsten zehn Jahre vorgenommen, die Windkraft massiv auszubauen
und 350 Millionen Euro darin zu investieren. Davon so viel wie möglich in
dieser Region, um sich als Regionalversorger zu stärken. Ferner könne regional
deutlich mehr an Eigenleistungen erbracht werden.
Aktuell informiert Herr Bohrer zudem über einen parlamentarischen Abend
in Düsseldorf zum Thema Windkraft in Nordrhein-Westfalen. So werde der
Windkrafterlass derzeit überarbeitet. Das Waldtabu werde fallen, ferner sei die
Höhenbegrenzung auf derzeitig 100 m überholt.
Um überhaupt weiterhin die Windkraft ausbauen zu können, müsse die
Kommune auch die Möglichkeiten dazu schaffen. So habe man bereits eine Menge
Analysen und Flächenauswertungen angestellt und sei bereit, diese den Kommunen
zur Verfügung zu stellen, sodass am Ende entsprechende Flächen ausgewiesen
werden können, die realisierbar sind und die Windkraft fördern.
Ferner wurde aufgezeigt, welchen Flächenbedarf die Errichtung einer
solchen Anlage benötigt. Mittlerweile, so Herr Bohrer, befinde sich der
aktuelle Stand bei fast 200 Höhenmetern. Bevor man sich für die Ausweitung neuer
Anlagen entscheide, müsse gemeinsam mit dem Netzbetreiber überlegt werden, wo
Netzanschlüsse wirtschaftlich sichergestellt werden können.
Fragen dazu werden entsprechend beantwortet.
Einerseits wird eine ablehnende Haltung zu weiteren Anlagen geäußert.
Andererseits vertritt man die Auffassung, den positiven Fortschritt
bezüglich der erneuerbaren Energien entsprechend anzunehmen, den Prozess aber aktiv
mit zu gestalten und mit zu bestimmen.
Darüber hinaus möge man bei möglichen zukünftigen Anlagen darauf achten,
dass der Betreiber für verursachte Schäden auf Straßen und Wegen aufkomme, die durch
den Bau solcher Anlagen entstanden sind. Das beinhalte sowohl vor Baubeginn den
Straßenzustand festzustellen als auch nach Beendigung der Arbeiten.
Weiteren Diskussionsbedarf gibt es nicht.
Beschluss:
Die Bezirksvertretung Eilpe/Dahl
empfiehlt dem Rat der Stadt Hagen folgenden Beschluss zu fassen:
Der Rat beauftragt die
Verwaltung, das der 55. Änderung des Flächennutzungsplanes zugrunde liegende
Windkraftkonzept unter Einbeziehung von Waldflächen nach Änderung der
rechtlichen Voraussetzungen (Windenergieerlass) fortzuschreiben.
Nächster Arbeitsschritt ist die Einleitung der FNP-Änderung im I. Quartal
2011
(in Abhängigkeit von der Änderung des Windenergieerlasses).
