03.11.2010 - 4 Anfrage der Fraktion Hagen Aktivhier: Erschließ...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4
- Gremium:
- Stadtentwicklungsausschuss
- Datum:
- Mi., 03.11.2010
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Anfrage
- Federführend:
- Fachbereich des Oberbürgermeisters
- Bearbeitung:
- Melanie Langer
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Schmidt bedankt sich für die umfangreiche
Beantwortung dieser Anfrage. Er sehe sicherlich ein, dass sich durch den Bau
der Bahnhofshinterfahrung die verkehrliche Situation verbessern würde. Dies
beträfe jedoch nicht Wehringhausen und hier insbesondere die Wehringhauser
Straße. Dieser Bereich würde mit seinen Problemen allein gelassen. Die Häuser
auf der rechten Seite der Wehringhauser Straße stadtauswärts gesehen
vergammelten und hieran würde sich auch weiterhin nichts ändern. Dies könne
nicht die Lösung sein. Es müsse darüber nachgedacht werden, diese Häuser
aufzukaufen, abzureißen, die Fahrbahn nach rechts zu verlegen und einzugrünen.
Diese Maßnahme wäre billiger und außerdem zuschussfähig u. a. als Projekt der
Sozialen Stadt. Es würden in diesem Bereich auch keinerlei neue Gewebeflächen
geschaffen und erschlossen. Frage sei auch, was mit den Grundstücken im Bereich
Plessen- und Sedanstraße geschehen solle. Dies betreffe auch ein
„Geisterhaus“ in der Plessenstraße.
Herr Grothe verweist auf alte Beschlüsse der
Bezirksvertretung Mitte, womit eine Umgestaltung der Wehringhauser Straße und
des Bereiches Bodelschwingh - Platz mit einer Revitalisierung der Flächen auf den Weg gebracht worden wäre. Hierfür sei auch eine Förderung aus den
unterschiedlichen Programmen möglich. Natürlich würden heute
Grundstückseigentümer dort kaum bei dieser Verkehrsbelastung in ihre Immobilien
investieren. Wenn aber nach dem Bau der Bahnhofshinterfahrung ca. 85 % des Verkehrs
wegfalle, gebe es am Bodelschwingh – Platz wieder die Chance zu wohnen.
Es könnten sogar in diesem dann verkehrsberuhigten Bereich wieder die
bestehenden Ladenlokale angefahren werden. Auch ein vorgeschlagener Abriss der
Häuser würde insbesondere aus rechtlicher Sicht im Falle eines
Normenkontrollverfahrens keinen Sinn machen, da dann die Wohnbebauung auf der
anderen Straßenseite durch den Verkehr beeinträchtigt sei. Dies bedeute auch,
dass wieder alles von vorne beginnen müsse und die Bahnhofshinterfahrung in den
nächsten Jahrzehnten immer noch nicht gebaut werden könnte. Es bestehe jetzt
die historische Chance, diese Straße in der Form zu bauen, wie sie beantragt
worden wäre. Er halte die Planung der letzten Jahre für die richtige
Entscheidung, auch kostenmäßig.
Für die Flächen hinter dem Bahnhof sehe er große
Entwicklungsmöglichkeiten. Auch könnte es zu einer Entlastung der Sedanstraße
kommen. Im Übrigen verweise er auf die Tatsache, dass sich das angesprochene
„Geisterhaus“ in privatem Eigentum befinde, nicht Gegenstand der
Planung sei und vor einiger Zeit noch genutzt worden sei.
Für Herrn Romberg stellt es sich als Illusion dar
zu glauben, wenn die Bahnhofshinterfahrung nicht gebaut würde, könnten die
nicht verausgabten Zuschüsse für andere Dinge wie z. B. einen Häuserabriss
verwandt werden. Die Straße würde in großem Maße zur Verkehrs- und
Feinstaubentlastung des Graf-von-Galen-Rings beitragen und ebenso dazu, dass
die brachliegenden Flächen hinter dem Bahnhof weiter entwickelt und genutzt
werden könnten.
Herr Schmidt fragt sich, wie bei der jetzigen
finanziellen Situation und den nicht vorhandenen Mitteln überhaupt noch
Möglichkeiten beständen, die vorhandenen Straßen in Zukunft zu sanieren.
Normalerweise müssten die Straßen zurück gebaut und nicht neue
Straßenbaustellen aufgemacht werden.
Herr Dr. Ramrath gibt zu bedenken, dass noch
abgewartet werden müsse, was die Gespräche mit der neuen Landesregierung in
Richtung Bewilligungsbescheid für die
neue Straße ergäben. Dann könne weitergesehen werden.
Anlagen zur Vorlage
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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(wie Dokument)
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701,3 kB
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