03.11.2010 - 4 Anfrage der Fraktion Hagen Aktivhier: Erschließ...

Beschluss:
ungeändert beschlossen
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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

Herr Schmidt bedankt sich für die umfangreiche Beantwortung dieser Anfrage. Er sehe sicherlich ein, dass sich durch den Bau der Bahnhofshinterfahrung die verkehrliche Situation verbessern würde. Dies beträfe jedoch nicht Wehringhausen und hier insbesondere die Wehringhauser Straße. Dieser Bereich würde mit seinen Problemen allein gelassen. Die Häuser auf der rechten Seite der Wehringhauser Straße stadtauswärts gesehen vergammelten und hieran würde sich auch weiterhin nichts ändern. Dies könne nicht die Lösung sein. Es müsse darüber nachgedacht werden, diese Häuser aufzukaufen, abzureißen, die Fahrbahn nach rechts zu verlegen und einzugrünen. Diese Maßnahme wäre billiger und außerdem zuschussfähig u. a. als Projekt der Sozialen Stadt. Es würden in diesem Bereich auch keinerlei neue Gewebeflächen geschaffen und erschlossen. Frage sei auch, was mit den Grundstücken im Bereich Plessen- und Sedanstraße geschehen solle. Dies betreffe auch ein „Geisterhaus“ in der Plessenstraße.

 

Herr Grothe verweist auf alte Beschlüsse der Bezirksvertretung Mitte, womit eine Umgestaltung der Wehringhauser Straße und des Bereiches Bodelschwingh - Platz mit einer Revitalisierung der Flächen  auf den Weg gebracht worden wäre.  Hierfür sei auch eine Förderung aus den unterschiedlichen Programmen möglich. Natürlich würden heute Grundstückseigentümer dort kaum bei dieser Verkehrsbelastung in ihre Immobilien investieren. Wenn aber nach dem Bau der Bahnhofshinterfahrung ca. 85 % des Verkehrs wegfalle, gebe es am Bodelschwingh – Platz wieder die Chance zu wohnen. Es könnten sogar in diesem dann verkehrsberuhigten Bereich wieder die bestehenden Ladenlokale angefahren werden. Auch ein vorgeschlagener Abriss der Häuser würde insbesondere aus rechtlicher Sicht im Falle eines Normenkontrollverfahrens keinen Sinn machen, da dann die Wohnbebauung auf der anderen Straßenseite durch den Verkehr beeinträchtigt sei. Dies bedeute auch, dass wieder alles von vorne beginnen müsse und die Bahnhofshinterfahrung in den nächsten Jahrzehnten immer noch nicht gebaut werden könnte. Es bestehe jetzt die historische Chance, diese Straße in der Form zu bauen, wie sie beantragt worden wäre. Er halte die Planung der letzten Jahre für die richtige Entscheidung, auch kostenmäßig.

 

Für die Flächen hinter dem Bahnhof sehe er große Entwicklungsmöglichkeiten. Auch könnte es zu einer Entlastung der Sedanstraße kommen. Im Übrigen verweise er auf die Tatsache, dass sich das angesprochene „Geisterhaus“ in privatem Eigentum befinde, nicht Gegenstand der Planung sei und vor einiger Zeit noch genutzt worden sei.

 

Für Herrn Romberg stellt es sich als Illusion dar zu glauben, wenn die Bahnhofshinterfahrung nicht gebaut würde, könnten die nicht verausgabten Zuschüsse für andere Dinge wie z. B. einen Häuserabriss verwandt werden. Die Straße würde in großem Maße zur Verkehrs- und Feinstaubentlastung des Graf-von-Galen-Rings beitragen und ebenso dazu, dass die brachliegenden Flächen hinter dem Bahnhof weiter entwickelt und genutzt werden könnten.

 

Herr Schmidt fragt sich, wie bei der jetzigen finanziellen Situation und den nicht vorhandenen Mitteln überhaupt noch Möglichkeiten beständen, die vorhandenen Straßen in Zukunft zu sanieren. Normalerweise müssten die Straßen zurück gebaut und nicht neue Straßenbaustellen aufgemacht werden.

 

Herr Dr. Ramrath gibt zu bedenken, dass noch abgewartet werden müsse, was die Gespräche mit der neuen Landesregierung in Richtung Bewilligungsbescheid  für die neue Straße ergäben. Dann könne weitergesehen werden.    

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Beschluss:

Der Bericht wird zur Kenntnis genommen.

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Abstimmungsergebnis:

x

 Zur Kenntnis genommen

 

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Anlagen zur Vorlage

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