05.10.2010 - 5 Haushaltssicherungskonzept (HSK) 2011
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5
- Gremium:
- Sport- und Freizeitausschuss
- Datum:
- Di., 05.10.2010
- Status:
- öffentlich (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:05
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- Konsolidierung
- Bearbeitung:
- Melanie Langer
- Beschluss:
- vertagt
Wortprotokoll
Aufgrund der bekannten Finanzlage der Stadt Hagen war die Aufstellung des
Haushaltssicherungskonzeptes erforderlich, so Herr Gerbersmann. Für die
bestehenden Kassenkredite ist eine Zinszahlung von rd. 40 Mio. € im Jahr
erforderlich. Der derzeit niedrige Zinssatz kann schnell wieder steigen und
Zinszahlungen in doppelter Höhe mit sich ziehen, so Herr Gerbersmann weiter.
Um diesen „Schneeballeffekt“ aufzuhalten ist nun energisches
und schnelles Handeln erforderlich. Die vorgeschlagenen Einsparungen i. H. v.
90 Mio. € führen nicht zu einer Entschuldung der Stadt, verlangsamen aber
das Abrutschen in weitere Schulden, so Herr Gerbersmann.
Der Entwurf des HSK liegt nun vor, so Herr Gerbersmann. Die
Vorlage beinhaltet u. a. die Gegenüberstellung der Berichtszahlen der Zukunftskommission und des
HSK 2011. Zu beachten ist, dass diese Zahlen nicht 1:1 vergleichbar sind. Die
Zahlen der Zukunftskommission beinhalten z. B. immer auch die Sachkosten.
Die bereits mit dem 1. Sparpaket beschlossenen oder im Haushalt 2010
enthaltenen Konsolidierungsmaßnahem sind im Bereich A aufgelistet.
Herr Gerbersmann empfiehlt, sich in der heutigen Beratung auf den Bereich B, d. h. die
neuen Maßnahmen zu beschränken.
Anhand der Darstellung auf Teilplanebene kann nachgeschlagen werden, ob
es sich bei den Maßnahmen um Personal-,
Sachaufwendungen, Abschreibungen etc. handelt. Die Übersicht über die
Produktbereiche verdeutlicht die einzelnen Buchungen.
Herr Dr. Fischer bittet im Namen der CDU-Fraktion darum, die Vorlage heute in 1. Lesung
einzubringen. Es besteht noch Beratungsbedarf in der Fraktion. Daher sollen
heute noch keine Beschlüsse gefasst werden.
Auch Herr Michel schließt sich im Namen der SPD-Fraktion diesem
Vorschlag an. Einige Problemfelder müssen intensiv diskutiert werden. Die Vertreter des Sports sind sich bewusst,
dass Einsparungen getroffen werden müssen. Entsprechende Vorschläge sind
bereits mit dem Pakt für den Sport unterbreitet worden. Die Details der
weiteren Maßnahmen müssen noch bekanntgeben und diskutiert werden, bevor
Entscheidungen getroffen werden können, so Herr Michel weiter. Die im
HSK 2011 vorgeschlagene Thematik muss im Ausschuss und auch im
„Servicezentrum Sport“ besprochen werden.
Auch Herr Hoffmann betont, dass noch Beratungsbedarf besteht. Ggf.
können aus den derzeit stattfindenden Bürgeranhörungen noch weitere Vorschläge
aufgenommen werden. Da die nächste Sitzung des Ausschusses erst im Dezember
stattfindet, möchte Herr Hoffmann wissen, inwieweit noch Einfluss auf
die Maßnahmen genommen werden kann.
Herr Wischnewski erläutert, dass die nächste reguläre Sitzung im Dezember stattfindet,
vorher aber eine Sondersitzung anberaumt werden könne.
Herr Schisanowski stellt Einvernehmen im Ausschuss hinsichtlich der
Beratung des HSK 2011 in 1. Lesung fest.
Herr Gerbersmann kommt auf den Bereich A, mit den bereits beschlossenen, laufenden
Maßnahmen zu sprechen.
Von sportfachlichem Interesse ist die Maßnahme OB-BC 002 S „Weitere
Zuschusskürzung / Kostensenkung bei Hagenbad“ (Seite 76). Hier ist nach
Gesprächen mit den Vereinen festzustellen, dass das Einsparziel nicht erreicht
werden kann.
Die Verwaltung betrachtet daher die Maßnahme 52.007 „Betriebskostenverbesserung
in Sportanlagen“ als „Ersatzmaßnahme“. Daher ist für diese
Maßnahme keine Summe genannt. Ursprünglich sollte bis 30.09.10 ein
entsprechendes Konzept vorliegen. Dieser Termin ist jedoch hinfällig, da Herr
Oberbürgermeister Dehm zunächst Gespräche mit den Sportvereinen führen möchte.
Die beiden Maßnahmen sind zusammen zu betrachten. Sie betreffen die
Sporthallen, Sportplätze und Bäder.
Zur Maßnahme 52.004 „Reduzierung der Objektbetreuung“ (Seite
88) erläutert Herr Dr. Fischer ausdrücklich, dass eine entsprechende
Kontrolle dahingehend stattfinden muss, ob die Hallen ordnungsgemäß verlassen
werden. Protokollbücher müssen in den Hallen ausliegen und geführt werden.
Vereine müssen zur Verantwortung gezogen werden, Fehlverhalten in den Hallen
muss zu Konsequenzen führen. Diese
Maßnahme ist bereits Bestandteil des Pakts für den Sport, so Herr Dr.
Fischer.
In diesem Fall betrifft die hier aufgezeigte Maßnahme den
Schulsportbereich tagsüber, so Herr
Wischnewski. Der Bereich des Vereinssports ist bereits im Pakt für den
Sport enthalten.
Man werde auf eine ordnungsgemäße Umsetzung und Nutzung achten.
Sanktionen in diesem Bereich sind jedoch schwer, da die Durchführung von
Schulsport Pflicht ist. Konsequenzen können lediglich Gespräche mit den
Schulleitern sein.
In den jährlichen Sportmitteilungen wird man auch nochmals alle Vereine
auf das ordnungsgemäße Führen der Protokollbücher hinweisen, so Herr
Wischnewski. Bei Nichteinhaltung müsse zu drastischen Mitteln, wie
beispielsweise „Sippenhaft“ gegriffen werden.
Die Schulen müssen über die Schulverwaltung auf die zwingende Einhaltung
des Verfahrens hingewiesen werden, so Frau Neuhaus.
Auch Herr Hentschel weist ausdrücklich darauf hin, dass das Führen
der Bücher unbedingt nachgehalten werden muss.
Die Ausschussmitglieder stellen abschließend fest, dass es trotz des
Führens von Protokollbüchern schwierig sein wird, den Verursacher eines
Schadens festzustellen.
Herr Schisanowski schließt die Beratung in 1. Lesung.
Anlagen zur Vorlage
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1,7 MB
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29,5 kB
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77,3 kB
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34,1 kB
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495,1 kB
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(wie Dokument)
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48,6 kB
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