26.10.2010 - 8 Haushaltssicherungskonzept (HSK) 2011
Grunddaten
- TOP:
- Ö 8
- Sitzung:
-
Sitzung des Sozialausschusses
- Datum:
- Di., 26.10.2010
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- Konsolidierung
- Bearbeitung:
- Melanie Langer
- Beschluss:
- vertagt
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Frau Priester-Büdenbender
schlägt vor, das Haushaltssicherungskonzept 2011 in der heutigen Sitzung als 1.
Lesung zu betrachten und die Maßnahmen anhand der beigefügten Anlage
nacheinander zu beraten.
Die Ausschussmitglieder sind damit einverstanden.
Maßnahme 53.003 Sachkosten-Einsparung TP 4121 Amt 53
Nach einer Frage von Frau Helling erklärt Frau Kurnoth vom Gesundheitsamt, dass man davon
ausgehen könne, dass Sachkosten
eingespart werden könnten, wenn die pharmazeutisch-technische
Lehranstalt an die Apothekenkammer abgegeben würde.
Maßnahme 53.004 Sachkosten-Einsparung TP 4140 Amt 53
Nach der Frage von Frau Buchholz, ob eine solche Einsparung
planbar sei, antwortet Frau Kurnoth, dass das nicht der Fall sei.
Sollten sich die Voraussetzungen ändern, müsste mehr Geld für den Zweck
bereitgestellt werden. Sie bejaht die Frage von Herrn Beuth, dass es
sich um eine Pflichtaufgabe handelt.
Maßnahme 53.005 Zuschussgewährung Schwangerschaftskonfliktberatungen
Herr Beuth stellt fest,
dass die Auswirkung dieser Sparmaßnahme sei, dass vier konfessionelle Anbieter
auf dem Markt verblieben. Das halte er für nicht akzeptabel.
Frau Helling schlägt vor,
beim Land auf eine zukünftig andere Verteilung der Zuschüsse einzuwirken. Sie
hielte das reine Angebot von kirchlichen Anbietern auch nicht für sinnvoll.
Frau Buchholz weist darauf
hin, dass die Anbieter bereits Landeszuschüsse erhielten. Dabei handele es sich
um einen Grundzuschuss. Mit dem städtischen zusätzlichen Zuschuss würden
weitere Aufgaben finanziert, die sie persönlich für sehr wichtig halte. Ein
Beispiel sei Präventionsarbeit. Sie halte die Einsparung für nicht tragbar.
Herr Henschel führt aus,
dass die kirchlichen Einrichtungen auch Zuschüsse von anderer Seite bekämen. Er
sei auch für den Verbleib einer städtischen Einrichtung neben den kirchlichen
Einrichtungen.
Frau Kurnoth macht
deutlich, dass der Vorschlag zwar aus ihren Reihen käme. Das bedeute aber
nicht, dass man die Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen für nicht notwendig
erhielten. Das Gegenteil sei der Fall. Man habe diesen Vorschlag unter den
Sparzwängen der Stadt Hagen gemacht. Die Unterstützung und Einrichtung dieser
Konfliktberatungsstellen sei Aufgabe des Landes. Das sei der Grund für diesen
Vorschlag gewesen, der ab 2012 verwirklicht werden solle. Sie berichtet
weiterhin darüber, dass es schon lange Schwierigkeiten mit dem Träger „Donum
Vitae“ gebe. Das sei eine Beratungsstelle in Hagen, die bisher keinen
Zuschuss bekommen habe. Diese sei bereit, dagegen auch rechtliche Schritte
einzuleiten. Die rechtliche Bewertung gehe dahin, dass die Gerichte sagten,
dass entweder alle Träger gleich beteiligt würden oder keiner einen Zuschuss
erhielte. Daher müsse dieser Träger auch zukünftig berücksichtigt werden, wenn
man von der Realisierung der Sparmaßnahme absähe.
Maßnahme 55.013 Zuschuss für die Freiwilligenzentrale
Herr Ludwig hält die
Maßnahme für kontraproduktiv. Die Stadt baue doch auf das Ehrenamt.
Frau Priester-Büdendender
pflichtet der Aussage von Herrn Ludwig bei.
Herr Ciupka fragt, was es
denn für Alternativen gebe. Man solle nicht nur darüber sprechen, was nicht
gehe, sondern auch fragen, was denn stattdessen gehe.
Frau Buchholz weist darauf
hin, dass es sich um einen relativ kleinen Zuschuss handele, dessen Gegenwert
viel höher sei. Dieser Gegenwert müsste auch berücksichtigt werden.
Herr Ciupka macht
deutlich, dass es sich um ein zeitlich befristetes Modellprojekt gehandelt habe.
Wo könne alternativ gespart werden?
Herr Hentschel stimmt der
Meinung von Frau Buchholz zu.
Herr Wegener bittet die
Mitglieder der Fraktionen, sich in ihren Beratungen mit dem Thema
„Freiwilligenzentrale“ intensiver zu beschäftigen. Er weist auf die
Bedeutung dieser Einrichtung hin.
Frau Weickenmeier teilt
die Meinung von Herrn Wegener. Die Nachfrage in der Freiwilligenzentrale sei
nach Reduzierung der Besetzung des Seniorenbüros aktuell stark gestiegen.
Maßnahme 55.014 Sachkostenreduzierung 55/0
-
bereits
realisiert -
Maßnahme 55.047 Objektbetreuung Asylbereich (globale
Sachkosten)-
Aufgabe von
Asylbewerberunterkünften
-
bereits
realisiert –
Maßnahme 55.050 Schuldnerberatung
-
bereits
realisiert –
Maßnahme 55.078 Obdachlosenangelegenheiten
-
bereits
realisiert –
Maßnahme 55.111 Senkung Globale Sachkosten im SGB XII-Bereich
-
wird
realisiert –
Maßnahme 55.114 Gebühr für Heimaufsicht
Auf Frage von Frau Buchholz
erläutert Frau Kreiss den Hintergrund der Maßnahme, der auf der Änderung
des Gebührenrechtes für Heimneubauten beruht und landesweit eingeführt wird.
Maßnahme 55.150a Offene Kinder- und Jugendarbeit
(Kinder-
und Jugendförderplan, hier Teilplan 5113)
-
bereits
realisiert –
Maßnahme 55.153 wegbrechende Refinanzierung „soziale
Stadt Altenhagen“
-
bereits
realisiert –
Maßnahme 55.155 Seniorenbegegnungsstätten
Herr Ludwig teilt mit,
dass es zu dieser Maßnahme als zu der nächsten Maßnahme– Verträge 55/0) eine
Einladung an die Fraktionen zum 03. November gegeben habe, sich in den Räumen
des DPWV über die Inhalte auszutauschen. Die Wohlfahrtsverbände wollten ihre
Standpunkte deutlich machen. Er lade herzlich ein, an der Diskussion teilzunehmen.
Maßnahme 55.157 Verträge 55/0
-
siehe
Maßnahme 55.155
Maßnahme 55.167 Leistungsgewährung an Asylbewerber
-
keine
Besonderheiten –
Maßnahme PK.3110 Personalkosteneinsparung im PT 3110 Interne
Dienste 55
Herr Steuber erklärt, dass
diese Maßnahme ein gutes Beispiel dafür sei, wie die Verwaltung auch bei sich
selbst spare. Das sei eine enorme Arbeitsverdichtung.
Maßnahme PK.3111 Personalkosteneinsparung im GTP 3111
Grundversorgung/Leistungen nach SGB XII /
globaler
Sachaufwand
Frau Priester-Büdenbender
erläutert hierzu, dass die Aufgaben des Seniorenbüros auf zwei Stellen verteilt
würden.
Frau Kreiss macht in
diesem Zusammenhang deutlich, dass nicht sämtliche Aufgaben verteilt werden
könnten. Auch bei der Pflege- und Wohnberatung würde eine Stelle eingespart.
Sie macht darauf aufmerksam, dass man sich dann nur noch auf die pflichtigen
Aufgaben beschränken müsse. Der Bürger werde die Einsparung schmerzhaft spüren.
Herr Steuber macht eine
Anmerkung zur Grundsicherung und zur Hilfe zum Lebensunterhalt. Hier würde es
dazu führen, dass die Stadt Hagen Spitzenreiter in NRW mit der Fallzahlenbelastung
würden. Die Kollegen ließen sich darauf ein. Eine weitere Bedrohung liege
darin, dass die Stellenbewertungen neu vorgenommen werden sollten. Eine
Abwertung der Stellen könnte die Folge sein. Die Frage stelle sich, ob die
Arbeitsverdichtung auf Dauer so funktionieren werde, da die Fallzahlen
voraussichtlich auch dauerhaft steigen würden.
Maßnahme PK.3112 Grundsicherung nach SGB II
Frau Priester-Büdenbender
teilt mit, dass eine Stelle bereits realisiert sei.
Herr Dr. Brauers erklärt
dazu, dass alle Mitarbeiter in dem TP 3112 von der ARGE refinanziert würden.
Die Einsparung sei im Bereich der Wohnraumsicherung vorgenommen worden. Das
bedeute für die verbleibenden Mitarbeiter eine Arbeitsverdichtung.
Nach Rückfrage von Herrn Beuth auf die Gefahr wachsender
Obdachlosigkeit in Hagen kann Herr Stüwe die Befürchtung zerstreuen. Es
gehe hierbei um die Übernahme von Mietrückständen für Personen, die
SGB-II-Leistungen bezögen. Es handele sich
hier um eine Aufgabe, die eigentlich von der ARGE durchgeführt werden
müsste. Die Aufgabe sei jedoch in den Fachbereich Jugend & Soziales
rückverlagert worden.
Vier Planstellen seien um eine Planstelle reduziert worden. Das habe zur
Folge, dass der Interventionspunkt, wann man mit der Hilfe einsetze, nach
hinten verlagert würde.
Maßnahme PK.3113 Personalkosteneinsparung im TP 3113
Leistungen
für Asylbewerber
Maßnahme PK.3115 Personalkosteneinsparung im TP 3115
Soziale Einrichtungen
Maßnahme PK.3151 Personalkosteneinsparung im TP 3151
Sonstige
soziale Einrichtungen
Herr Steuber macht
deutlich, dass diese Einsparung Konsequenzen für den Bürger haben werde. Das
Angebot im Bereich des Versicherungsamtes könnte nicht mehr in den Bezirken in
der bisherigen Form aufrecht erhalten werden. Das würde sich auch die Wartezeiten auswirken.
Maßnahme PK.4121 Personalkosteneinsparung im TP 4121
Pharm.techn.Lehranstalt
Maßnahme PK.4140 Personalkosteneinsparung im TP 4140
Gesundheitsschutz- und –pflege
Maßnahme PK.5113 Personalkosteneinsparung im TP 5113
Projekt
Soziale Stadt
Herr Beuth weist auf die Maßnahme
OBGB.001 – Einstellung Zuschuss für Beratungsstelle- auf Seite 82 hin. Diese
befände sich im Teil der bereits abgeschlossenen Maßnahmen. Das könne er nicht verstehen,
weil der Sozialausschuss den Kürzungsvorschlag abgelehnt habe.
Auch Frau Buchholz kann diese Logik nicht nachvollziehen.
Herr Steuber sichert zu,
diese Angelegenheit zu klären.
Anmerkung der Schriftführerin:
Wie Sie der beigefügten Anlage
entnehmen können, wurde die Maßnahme versehentlich im HSK-Paket 2011 in die
„bereits abgeschlossenen Maßnahmen“ einsortiert. Der Zuschuss für
die Zuwanderungsberatungsstelle soll daher erneut im Sozialausschuss und abschließend
im Rat der Stadt Hagen beraten werden.
Herr Kilic ist der
Meinung, dass im Asylbewerberbereich ein hoher Betrag eingespart würde. Gebe es
weniger Asylbewerber? Er möchte wissen, Inwiefern sich ein Einspareffekt ergebe.
Herr Stüwe, Herr Dr.
Schmidt und Herr Dr. Brauers beantworten die Fragen von Herrn Kilic.
Frau Priester-Büdenbender
schließt den Tagesordnungspunkt ab.
Anlagen zur Vorlage
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