06.07.2010 - 2 BahnhofshinterfahrungBaubeschluss
Grunddaten
- TOP:
- Ö 2
- Gremium:
- Stadtentwicklungsausschuss
- Datum:
- Di., 06.07.2010
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 66 Fachbereich Planen und Bauen für Grün, Straßen und Brücken
- Bearbeitung:
- Ilona Schaefer
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Einige Verständnisfragen der Herren Panzer und
Klinkert zur Finanzierung sowie Folgekosten werden von den Herren Hegerding und
Grothe beantwortet. Möglicherweise könnten lt. Herrn Dr. Ramrath noch
bestehende Zweifel hinsichtlich der vorliegenden Berechnungsgrundlagen zusammen mit der Kämmerei in der Ratssitzung
am Donnerstag ausgeräumt werden.
Herr Klinkert sieht sich nach dieser Vorlage in
der negativen Beurteilung der Bahnhofshinterfahrung bestätigt. Es werde der
Hagener Bevölkerung für einen Zeitraum von sicherlich weit über zehn Jahren
zugemutet, weiterhin mit einer hohen Feinstaubbelastung im Bahnhofsbereich zu
leben, bis die Hinterfahrung fertig gestellt sei. In kürzerer Zeit und mit
geringeren Mitteln hätte hier sicherlich eine Entlastung erreicht werden können.
Er verweise auf die Einrichtung von Umweltzonen und andere Dinge, die schneller
Wirksamkeit gezeigt hätten. Auch die Reduzierung des ÖPNV spiele eine Rolle.
Alle diese Dinge seien zu kritisieren und daher müsse dieses Vorhaben abgelehnt
werden. Ein früherer Bau vor vielleicht zwanzig Jahren wäre möglicherweise
sinnvoller gewesen. Heute könne sich die Stadt diese Straße nicht mehr leisten.
Sie nehme sich bei der jetzigen Haushaltslage jegliche Möglichkeit, in den nächsten Jahren
andere sinnvollere Maßnahmen zu finanzieren.
Herr Dücker widerspricht dieser Ansicht. Er halte
die Bahnhofshinterfahrung nicht nur aus Sicht der Feinstaubminimierung für ausgesprochen
sinnvoll, notwendig und verantwortbar. Sie erschließe ein wichtiges
Gewerbegebiet hinter dem Bahnhof und eröffne die Möglichkeit, den Hauptbahnhof
als oberzentralen Umsteige- und Haltepunkt zu stärken. Dies alles bedeute auch eine Investition für
die Zukunft Hagens.
Für Herrn Dr. Ramrath sind es nicht nur die
Gewerbeareale, die evtl. bis nach Haspe neu entwickelt werden könnten, sondern
es seien auch Stadtquartiere wie z. B. Wehringhausen, die dann auch eine neue
Bedeutung bekommen würden. Dies sei in den vergangenen Jahre etwas in den
Hintergrund geraten, weil aus zuschussrechtlichen Gründen immer mehr die
Verkehrstrasse betrachtet worden sei und weniger die städtebauliche Wirkung,
die durch eine Erschließung derartiger Quartiere erzeugt würde.
Herr Klinkert stellt sich eine Erschließung der
angesprochenen Gewerbegebiete auch ohne die Bahnhofshinterfahrung vor.
Herr Grothe sieht dies nicht so, da es auf Grund
des derzeitigen Straßen- und Brückenzustands im Bereich der Plessenstraße ohne
die neue Straße nicht möglich sei. Er verweise in diesem Zusammenhang auf die
Einplanungsmitteilung der Bezirksregierung Arnsberg, womit das Vorhaben
Bahnhofshinterfahrung von Wehringhausen bis Eckeseyer Straße im mittelfristigen
Programm der Förderung Kommunalen Straßenbaus enthalten sei. Dies sei auch
positive Grundlage dafür, dass die Stadt jetzt den Anschluss an die
S-Bahn-Gleise organisieren könne.
Herr Gläser möchte noch darauf hinweisen, dass
das Entwicklungspotential der Wehringhauser Straße total erschöpft sei. Die
Bahnhofshinterfahrung würde dort ein Wohnen evtl. wieder möglich machen. Auch
der wichtige Verkehrsknotenpunkt Altenhagener Brücke befinde sich am Rande der
Erschöpfung und würde hierdurch Entlastung erfahren. Dies betreffe auch die
hohe Verkehrsbelastung des Graf-von-Galen-Rings. Daher sei die
Bahnhofshinterfahrung nur zu begrüßen.
Herr Dr. Ramrath lässt über den
Beschlussvorschlag der Verwaltung abstimmen.
Beschluss:
Der Stadtentwicklungsausschuss empfiehlt dem Rat der Stadt folgenden
Beschluss zu fassen:
- Die Vorlage
wird zur Kenntnis genommen.
- Der Rat der
Stadt Hagen fasst den formellen Baubeschluss zur Baumaßnahme
„Bahnhofshinterfahrung“ auf der Grundlage dieser Vorlage und
der im Sitzungssaal ausgehängten Pläne.
Anlagen zur Vorlage
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