08.06.2010 - 6 Ergänzungsvorlage Jugendförderplan 2010 - 2014
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6
- Sitzung:
-
Sitzung des Integrationsrates
- Datum:
- Di., 08.06.2010
- Status:
- öffentlich (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:30
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB55 - Jugend und Soziales
- Bearbeitung:
- Reinhard Goldbach
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Hannusch erläutert eingehend die Verwaltungsvorlage. Der
Jugendförderplan, als Planungs- und Steuerungsinstrument landesgesetzlich
festgeschrieben, soll eine Laufzeit bis 2014 haben. Für diesen Zeitraum ist
Planungssicherheit für die Träger von Kinder- und Jugendarbeit gegeben.
Festgelegt werden in dem Plan die Art und Weise sowie der Umfang der
Förderung. Während der erste Förderplan hauptsächlich der Bestandsaufnahme in
Sachen Kinder- und Jugendarbeit diente, befasst sich dieser nun vor Allem mit
der Bestandssicherung in Zeiten der Haushaltskonsolidierung. Fachlich beraten haben
den Plan der Jugendhilfeauschuss sowie die Arbeitsgemeinschaft nach § 78, AG 1.
Eingehender schildert Herr Hannusch den Punkt 13, der sich mit interkultureller
Bildung befasst. Frau Richter weist darauf hin, dass in Krisenzeiten immer beim
schwächsten Glied gespart wird. So sei festzuhalten, dass der gewollte
interkulturelle Ansatz nicht mit Finanzmitteln unterfüttert sei. Sie wünsche
sich mehr Aktionen für Toleranz und Demokratie, mehr interkulturelle Arbeit
etc.; aber gerade in den Stadtteilen und Quartieren, wo es am nötigsten sei, werde
eher Geld gestrichen.
Herr Hannusch berichtet über den demographischen Wandel und den Wandel
der Strukturen, der durch die Einführung der OGS bedingt ist. Somit lässt sich
ein gewisser Teil der Mittelbegrenzung erklären.
Herr Cakmak fragt, ob beim Zustandekommen des Förderplans Migranten
beteiligt waren. Herr Hannusch erinnert daran dass der IR Vertreter in den
Jugendhilfeausschuss entsendet; außerdem seien die Vertreter der Träger
beteiligt gewesen, die ja selbst Integrationsagenturen unterhielten. Außerdem
seien einige Migrantenselbstorganisationen Mitglieder bei den Trägern. Der IR
selbst sei ja nun in die Beratung eingebunden.
Frau Richter schlägt vor, der IR solle sich überlegen, auf welche Weise
er konkret gegen die Sparvorschläge auf dem Kinder- und Jugendsektor Stellung
beziehen kann. Sie möchte, dass alle Mitglieder sich im Vorfeld der nächsten
Sitzungen eingehender mit dem Förderplan und ähnlichen Vorlagen
auseinandersetzen um dann qualifiziert diskutieren zu können.
Frau Helling fragt nach, wie der im Plan in Aussicht gestellte verstärkte
Einsatz von Mitarbeitern mit Migrationshintergrund in der Kinder- und
Jugendarbeit organisiert werden soll. Herr Hannusch weist auf den
Einstellungsstopp bei der Kommune hin, führt aber weiter aus, dass die freien
Träger in letzter Zeit viele dieser Mitarbeiter neu eingestellt haben.
Herr Asma fragt nach, mit welchen Migrantenselbstorganisationen so, wie
im Bericht gefordert, zusammengearbeitet wird. Herr Hannusch berichtet über die
Vielfältige Zusammenarbeit im Aktionsbündnis „Vielfalt und
Demokratie“. Weiter zählt er die Zusammenarbeit des Friedenshauses in
Altenhagen mit der marokkanischen Moschee auf, ein Kooperation in Eckesey,
sowie die Zusammenarbeit der AWO mit dem Demokratisch Türkischen Bund in
Altenhagen.
Herr Kühn ergänzt, aus seiner Sicht müsse der Text als Selbstverpflichtung
der Verwaltung und der Träger gelesen werden, in Zukunft mehr mit den
Migrantenselbstorganisationen zu kooperieren. Dies gebe ihm Hoffnung, dass in
Zukunft verkrustete Strukturen aufgebrochen würden. Er fordert die
Migrantenselbstorganisationen auf, wenn sie in Zukunft selbst in den Genuss
einer Förderung kommen wollen, sich auf den langen Weg zur Anerkennung als
Träger der Jugendarbeit zu begeben und durch jahrelange kontinuierliche und
erfolgreiche Arbeit das ihre zu einer solchen Anerkennung zu leisten.
Herr Asma bittet Herrn Hannusch, eine Liste der bestehenden Kooperationen
zu erstellen.
Anlagen zur Vorlage
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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677,6 kB
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