25.05.2010 - 8 Einsparung von 158.000 € bei den Budgetverträge...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 8
- Sitzung:
-
Sitzung des Jugendhilfeausschusses
- Gremium:
- Jugendhilfeausschuss
- Datum:
- Di., 25.05.2010
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB55 - Jugend und Soziales
- Bearbeitung:
- Petra Seifert
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Dr. Schmidt erläutert
die Vorlage.
Er äußert seine Anerkennung für die Arbeit der Arbeitsgemeinschaften.
Die Verwaltung mache hier einen Verfahrenvorschlag, insoweit, als dass
diese Einsparvorschläge mit in das zweite Sparpaket integriert werden sollten.
Der entsprechende Betrag in Höhe von 158.000 €, der eigentlich bereits in
diesem Jahr hätte eingespart werden sollen,
sei im Haushalt 2010 bereitgestellt.
Dies sei einvernehmlich mit dem Kämmerer geregelt. Strittig möge sein,
dass die Verwaltung ermächtigt werde, die Verträge zu kündigen. Nachdem die
Verträge über einen Zeitraum von über 10 Jahren liefen, habe man beschlossen,
einen Schnitt zu machen und zum 01.01.2011 neue Verträge mit den dann vom Rat
beschlossenen Sparvorgaben aus dem 2. Sparpaket abzuschließen. Hierbei seien
ein paar Übergangsregelungen zu treffen.
Frau Biedermann fragt, wie
die Arbeitsgruppen entstanden seien.
Herr Dr. Schmidt
antwortet, dass sich die Fraktionen bereit erklärt hätten, die Fraktionen zu
leiten. In den Arbeitsgruppen seien Verwaltung und alle betroffenen Träger
vertreten.
Es handele sich um eine offenene Arbeit.
Auf Wunsch von Frau Biedermann erklärt Herr Dr. Schmidt, dass er ihr die
entsprechende Liste mit den Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaften gern zur
Verfügung stellen könne.
Herr Strüwer weist darauf
hin, dass einige Arbeitsgruppen noch nicht zum Abschluss gekommen seien. In der
Arbeitsgemeinschaft, der er vorstehe, gehe es um die Offene Kinder- und Jugendarbeit.
Man habe sich darauf verständigt, dass man diesen Bereich zunächst vorab berate
und auch begleite mit den Diskussionen und der Schlussfassung des
Jugendförderplans. Zusätzlich sei auch der Wunsch an ihn gerichtet worden, auch
den Bereich der Erziehungsberatung, der ambulanten Erziehungshilfen, der
schulpsychologischen Beratung sowie des Kinderschutzbundes mit in diese
Diskussionsrunde einzubeziehen. Das werde er dann am 16.06.2010 zusätzlich mit
einbringen. Man werde auch die Entscheidung aus dem Unterausschuss
Jugendhilfeplanung, der am 14.06.2010 tage, mit einbinden können. Er hoffe,
dass man diesen Arbeitsbereich zum 16.06.2010 zu Ende führen könne.
Er fragt Herrn Haensel, ob er damit einverstanden sei, dass noch zwei
Vertreter des Jugendrings in diese Arbeitsgruppe aufgenommen würden. Dieser
Wunsch sei an ihn herangetragen worden.
Herr Haensel ist der
Meinung, dass man sich über jeden freuen könne, der bereit sei, mitzuarbeiten.
Herr Reinke erklärt, dass
man ihm den Vorsitz der Arbeitsgemeinschaft 3 angeboten habe. Ziel sei es, in
der Sitzung, die am übernächsten Tag stattfinde, bereits zu Vorschlägen zu
kommen. Er zeigt sich irritiert über den ersten Punkt des Beschlussvorschlages,
in dem die Verwaltung beauftragt werden solle, dem Rat bis zum Ende des Jahres 2010 den
abschließenden Bericht vorzustellen. Er sei immer davon ausgegangen, dass das
Datum 31.05.2010 als Frist vorgesehen sei.
Herr Dr. Schmidt führt
aus, dass nach der Sommerpause die Diskussion über Sparvorschläge und über neue
Verträge losgehe. Das ganze Sozial- und Jugendhilfepaket mit Trägern solle Ende
des Jahres stehen. Dem Rat solle bis zu diesem Zeitpunkt abschließend die neue
Situation mit entsprechenden Vertragspartnern, Verträgen und Sparmaßnahmen präsentiert
werden.
Herr Reinke möchte wissen,
ob die Kündigung der Verträge mit den Verbänden einvernehmlich abgesprochen
sei.
Herr Haensel ist der
Meinung, dass es insgesamt eine schwierige Situation sei. Er erklärt, dass er,
ohne mit den Kollegen vorab gesprochen zu haben, anbieten könne, dass das alte
Verfahren gern noch einmal greife und dass man eine Reduktion der Kündigungszeit
avisiere. Anstelle des 30. Juni könne man den 30.09.2010 oder den 31.10.2010
wählen. Dadurch gewinne man sehr viel Zeit und könne den Druck aus der Sache
nehmen.
Herr Strüwer erklärt, dass
der Druck der Kündigungen mehrfach durch Verschieben der Kündigungsfristen
rausgenommen worden sei. Die gebildeten Arbeitsgruppen seien teilweise schon
zum Abschluss gekommen und es sei daher angemessen, den Terminplan einzuhalten.
Wenn sich im Rahmen der weiteren Beratung etwas anderes ergäbe, könne man noch
entsprechend reagieren.
Herr Haensel ist der
Meinung, dass die Angemessenheit der Sache von dem Blickwinkel abhänge, von der
aus man diese betrachte. Man habe hier auf der einen Seite die Suchbewegung, wo
sich Synergien erzielen ließen, was man einsparen könne und was sich im Verbund
anders organisieren lasse. Die andere Seite, was von der Fachverwaltung noch an
Einsparmaßnahmen vorgestellt werde, kenne man noch nicht. Das sei für die
Träger nicht unerheblich. Hier rede man zum Beispiel im Moment über die dritte
Fachkraftstelle im Bereich Wohnungslosenhilfen. Dort würde möglicherweise die
komplette Struktur in Frage gestellt. Dort sei bei langfristigen Beschäftigten
bei Kündigung der Verträge möglicherweise sogar die Folge, dass man die
Beschäftigtenverhältnisse kündigen müsse. Das sei eine sehr gravierende
Auswirkung.
Herr Dücker erklärt, dass
Herr Haensel die Problematik für die Verbände anschaulich dargelegt habe. Die Fakten dürften nicht gesetzt
werden, ohne für die Verbände wenigstens eine kleine Perspektive aufzuzeigen.
Diese müsse den Verbänden auch bekannt sein, um agieren zu können. Aus seinem
Arbeitskreis I könne er berichten, dass man aufgrund der hervorragenden
Vorarbeit der Verwaltung zu einem Ergebnis gekommen sei, das starke
Einsparungen aufzeige. Gleichzeitig habe man deutlich gemacht, dass dies auch
das zweite Sparpaket bereits mit beinhalte.
Herr Steuber weist darauf
hin, dass die Ergebnisse, die heute präsentiert würden, einvernehmlich zwischen
Verbänden, Trägern der Wohlfahrtspflege, Politik und Verwaltung zustande
gekommen seien. Das werde ein Teil des Vorschlagspaketes sein. Da dies aber nicht ansatzweise reiche, die
Beschlüsse des Rates und der Zukunftskommission umzusetzen, werde man darüber hinaus gehende Vorschläge
machen müssen, um das zu erreichen. Als Ratsmitglied müsse man jetzt überlegen,
ob man mit dem vorgeschlagenen Zeitplan, zum 30.09.2010 Klarheit zu schaffen,
auskomme. Die Verwaltung werde ihre Vorschläge bis zum 31.05.2010 vorlegen. Er
gehe davon aus, dass die Beratung der Sparmaßnahmen sich bis zum Ende des Jahres hinziehen werde. Dann
habe man noch weniger Zeit, um mit den Verbänden darauf zu reagieren. Es hielte
es für ehrlicher und konsequenter, jetzt zu entscheiden, den Punkt zum
30.06.2010 zu setzen. Die von Herrn Haensel aufgezeigten Konsequenzen wären
jetzt eher einzuleiten als darauf zu warten.
Die Entscheidungen seien nach seinem Empfinden bis jetzt einvernehmlich gelaufen.
Herr Strüwer erklärt, dass
man sich seit gut zwei Jahren in
Beratungen zu diesem Thema befinde. Man habe auch immer großzügige
Fristen gesetzt. Letztendlich werde der Rat darüber entscheiden. Die Zielsetzung,
zum 01.01.2011 zu neuen Budgetverträgen zu kommen, sei geboten und
nachvollziehbar, wenn man die gesamte Spardiskussion in dieser Stadt auch
zeitgleich in anderen Bereichen zum 01.01.2011 anstoßen wolle.
Herr Dr. Schmidt schlägt
ergänzend vor, dem Rat der Stadt Hagen zu seiner Sitzung am 10.06.2010 eine
Stellungnahme der Träger zukommen zu lassen.
Herr Haensel bedankt sich
für den Vorschlag. Er hält diesen für sinnvoll. Die Träger hätten insofern ein
Problem, dass sie insofern ein Informationsdefizit hätten, dass sie nicht
wüssten, was zum 31.05.2010 vorgeschlagen werde.
Herr Dr. Schmidt
informiert, dass man sich am 18.06.2010 in einer Klausurtagung des
Verwaltungsvorstandes mit den Vorschlägen beschäftigen werde und die Ergebnisse
würden in eine Ratsvorlage eingearbeitet.
Herr Strüwer befürwortet
den Vorschlag von Herrn Dr. Schmidt, der den Wohlfahrtsverbänden die
Möglichkeit eröffne, auf der Grundlage dessen, was zum 31.05.2010 vorgeschlagen
werde, ihren Standpunkt nochmals darzulegen.
Er lässt über den erweiterten Beschlussvorschlag abstimmen.
Beschluss:
- Der Bericht der Verwaltung über die Ergebnisse der Arbeitsgruppen wird zur Kenntnis genommen. Die Verwaltung wird beauftragt, dem Rat bis Ende des Jahres 2010 den abschließenden Bericht vorzustellen.
- Die
Budgetverträge mit den freien Trägern werden bis zum 30.6.2010 mit Wirkung
zum 31.12.2010 gekündigt. Ab 1.1.11 sind neue Verträge abzuschließen.
- Die
Verwaltung wird beauftragt, die in den Arbeitsgruppen erkannten
Einsparpotentiale in das Maßnahmenpaket zum 2. Sparpaket einzuarbeiten.
- Den Verbänden wird Gelegenheit
gegeben, zur Ratssitzung am 10.06.2010 eine Stellungnahme abzugeben.
