30.06.2026 - 4.1 Anfrage der FDP-Fraktio...

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
Reduzieren

Wortprotokoll

Herr Dr. Fehske bedankt sich für die vorgelegte Stellungnahme zu der Anfrage seiner Fraktion. Er zitiert aus der Stellungnahme, dass subjektiv eine vermehrte Zunahme wahrgenommen werde. Konkrete Zahlen gebe es aber nicht, weil diese derzeit statistisch nicht erhoben würden. Aktuell sei ein Bericht des Bundesdrogenbeauftragten veröffentlicht worden, aus dem hervorgehe, dass bei den 18- bis 25-Jährigen bei über 4 Prozent Konsum stattfinde. Es gebe offensichtlich doch schon Zahlen dazu. Diese würden auch als besorgniserregend eingeschätzt. Man frage sich daher, ob es Sinn mache, die statistischen Erhebungen anzupassen und zu überprüfen und ggf. jetzt mit der Erhebung der Daten zu starten, um Veränderungen genauer erfassen zu können.

Herr Kortwittenborg macht deutlich, dass die Dunkelziffer in dem Bereich sehr hoch sei. Außerdem sei die Gesprächsbereitschaft der Betroffenen  gering, da die Konzentrationsfähigkeit durch den Konsum deutlich abnehme. Man nehme diese Anfrage jetzt zum Anlass, Zahlen zu erheben. Hagen sei in den letzten Jahren von diesem Problem verschont geblieben. 2024 habe es kaum Konsumenten von Crack gegeben. Man habe aber seit 2025 eine deutliche Zunahme wahrgenommen. Das zeige auch der bundesweite Trend. Man würde das zusammen mit den Streetworkern erarbeiten und versuchen, verifizierte Zahlen zu erheben. Es handele sich um eine Droge, die sehr schnell abhängig mache und zu schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen führe.

Herr Dr. Fehske führt aus, dass sich der Konsum lange Zeit auf Großstädte beschränkt habe. Mittlerweile habe sich das ein bisschen verschoben. Man habe mit Sorge wahrgenommen, dass in Köln und Düsseldorf die Probleme damit schon so groß seien, dass die Oberbürgermeister eine kontrollierte Freigabe in Drogenkonsumräumen forderten. Er fragt, ob man einschätzen könne, ob das Problem in dieser Größenordnung noch sehr weit weg von Hagen sei.

Herr Kortwittenborg antwortet, dass man sich darüber in Hagen derzeit noch keine Gedanken machen müsse. Auch wenn der Konsum im letzten Jahr deutlich zugenommen habe, müsse man berücksichtigen, dass das auch eine finanzielle Frage sei. Es sei wichtig, mit den Menschen im Gespräch zu bleiben und sie überhaupt zu erreichen. Er gehe außerdem davon aus, dass es nicht möglich sei, für alle Drogenarten cleanes Material zu bekommen.

Reduzieren

Anlagen zur Vorlage