25.06.2026 - 5.4 Hitzeaktionsplan der Stadt Hagen
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5.4
- Gremium:
- Bezirksvertretung Hohenlimburg
- Datum:
- Do., 25.06.2026
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB53 - Gesundheit und Verbraucherschutz
- Bearbeitung:
- Anke May
- Beschluss:
- zur Kenntnis genommen
Wortprotokoll
Herr Stockmann stellt den Hitzeaktionsplan der Stadt Hagen anhand einer ausführlichen Präsentation vor. Er teilt mit, dass die 15 langfristigen städtebaulichen Hitzeschutzmaßnahmen und Anpassungsstrategien, aufgrund noch bestehender Abstimmungsbedarfe mit weiteren zuständigen Fachbereichen zu einem späteren Zeitpunkt in die 2. Fassung des Hitzeschutzplans aufgenommen werden. In Bezug auf die öffentlichen Trinkwasserbrunnen informiert er, dass er zuversichtlich sei, dass zumindest einige noch in diesem Jahr in Betrieb genommen werden können.
Frau Kuschel-Eisermann bedankt sich für die Präsentation. Sie möchte wissen, ob Kirchengebäude ebenfalls als Kühloasen in Frage kommen. Ferner fragt sie nach, wann mit konkreten Maßnahmenvorschläge für die beiden Hitze-Hotspots in Hohenlimburg zu rechnen sei. Außerdem möchte sie wissen, ob eine Bezuschussung von Trinkwasserbrunnen über ENERVIE oder vorab das Aufstellen von mobilen Trinkwasserbrunnen in Frage kommt.
Herr Stockmann erklärt, dass die Kontaktaufnahme zu den Kirchengemeinden nicht zielführend gewesen sei. Er führt aus, dass die Problematik nicht in der Identifikation von Kühloasen sei, sondern deren Unterhaltung und Besetzung; dies sei bei den Büchereien und dem Kunstquartier gewährleistet. Des Weiteren wird er sich, im Anschluss an die geplanten öffentlichen Trinkwasserbrunnen, sich um mögliche mobile Stationen kümmern.
Herr Stockmann ist der Meinung, dass die vorliegenden kurz- und mittelfristigen Maßnahmen in den Hitze-Hotspots momentan ausreichend sind.
Herr Schmidt ist unzufrieden mit dem Hitzeaktionsplan der Stadt Hagen. Er merkt an, dass lediglich über APPs und Faltblätter ein Informationsaustausch stattfindet. Ihm fehlt das konkrete Umsetzen von Maßnahmen, wie z.B. die Installation von Trinkwasserbrunnen oder die Beschattung von Spielplätzen mit Sonnensegeln. Er bemängelt stattdessen die nicht zielführende bereits stattgefundene Baumpflanzung. Er unterstützt den Vorschlag von Frau Kuschel-Eisermann das Gespräch mit den Kirchenverbänden zu führen, da die eingerichteten Kühloasen auch nur während der Öffnungszeiten zugänglich sind.
Herr Stockmann stellt klar, dass nach Rücksprache mit dem WBH geplant gewesen sei, dass an 10 Spielplatzstandorten Bäume gepflanzt werden sollten, leider jedoch vorzeitig das Budget verbraucht gewesen und nur noch vier Bäume auf dem Elseyer-Spielplatz übrigblieben. Er ergänzt, dass eine Nachbepflanzung in diesem Jahr geplant sei.
Herr Stockmann bezweifelt, dass die Temperaturen mit langfristigen Maßnahmen in einer langanhaltenden Hitzewelle signifikant herabzusetzen sind. Daher sei die bereits stattfindende rechtzeitige Maßnahmenaufklärung mit kurz- und mittelfristigen Informationen umso bedeutender.
Frau Kuschel-Eisermann ergänzt, dass ebenfalls Physiopraxen sich als Multiplikator von Informationsmaßnahmen eignen.
Herr Köhler ist verwundert über die negative Auffassung von Herrn Schmidt zu den bereits stattfindenden Maßnahmen. Er führt aus, dass es bundesweit eine sehr positive Resonanz über die offensive Herangehensweise der Stadt Hagen zum Hitzeaktionsplan gibt. Er lobt das Engagement von Herrn Stockmann und seinem Team für die bisherige Umsetzung. Mittlerweile mussten u.a. die vorliegenden Fächer mehrfach nachgedruckt werden. Er bedankt sich bei Frau Kuschel-Eisermann für die Ergänzung und bittet auch um zukünftige Ideenweiterleitung.
Herr Krippner lenkt ein, dass ggf. die Ausführungen von Herrn Schmidt missverstanden wurden. Er sei allerdings der Meinung, dass die Stadt Hagen eine Vorbildfunktion hat. Sie kann nicht von den Bürgern verlangen sich gegen alle Eventualitäten zu schützen und selbst nicht ins Handeln kommen. Für ihn sei es skandalös, dass bisher keine Kooperation mit dem örtlichen Wasserversorger der ENERVIE und der Stadt Hagen zustande gekommen sei, um Trinkwasserbrunnen zu installieren.
Herr Schmidt stellt klar, dass er nicht beabsichtigt hat den engagierten Vortrag und die Arbeitsweise von Herrn Stockmann zu kritisieren, sondern die fehlende Rückendeckung der Stadtverwaltung bemängelt. Man wird weiterhin darauf drängen, dass substantielle Maßnahmen angeschoben und umgesetzt werden.
Anlagen zur Vorlage
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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1,2 MB
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