21.04.2026 - 7.5 Vorschlag der Fraktion BfHo...

Beschluss:
geändert beschlossen
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Wortprotokoll

Herr Schuh stellt den Sachverhalt kurz dar. Er geht auf die Wichtigkeit im Quartier ein.

 

Herr Fiedler informiert, dass die aufsuchende Jugendarbeit gestärkt werden soll und erklärt am Projekt in Wehringhausen die Umsetzungsmöglichkeit. Er bittet, dass der Beschluss zeitlich so formuliert wird, dass auch die Haushaltsbeschlüsse vorliegen.   

 

Frau Kuschel-Eisermann kann den Systemwechsel in Bezug auf das Jugend Café‘ Real nicht nachvollziehen.  Das Café befindet sich in einer Schule und wird als niederschwelliges Angebot von den Kindern und Jugendlichen sehr gut angenommen. Frau Kuschel-Eisermann appelliert, dass diese gewachsene Struktur beibehalten wird.  Ferner bezweifelt sie, dass diese Kinder und Jugendliche das Angebot in der Jahnstraße annehmen werden.   

 

Herr Fiedler begründet die Vorgehensweise aus Sicht der Fachverwaltung. Er informiert, dass alle Angebote zusammen mit einer Kostensteigerung von ca. 1 Millionen Euro beziffert wurde. Man habe sich darauf verständigt, dass nicht alle Angebote gekürzt, sondern Angebote zu priorisieren und diese dann auskömmlich zu finanzieren.

Beim Café Real wurde eine Kostensteigerung vom 100 % auf 200.000, -- € beziffert. Der Kinder.- und Jugendförderplan sei jedoch nicht für schulische Angebote da. Er ergänzt, dass es die Entscheidung nicht aufgrund des qualitativen Angebotes gefallen sei.     

 

Herr Wiegmann berichtigt, dass es sich nicht um ein schulisches Angebot, sondern um ein Angebot in genau an der richtigen Stelle in einer Schule handelt.

Er rechnet vor, dass der Stadtbezirk Hohenlimburg bei der Berechnung, im Verhältnis von Kindern und Jugendlichen pro Fachkraftstelle, in den Möglichkeiten der Betreuung stark benachteiligt würde.      

 

Herr Fiedler korrigiert die Berechnung. Er informiert, dass gesamtstädtisch betrachtet rund

13 % Kinder und Jugendliche in Hohenlimburg leben.

Des Weiteren informiert er, dass es sich um ein Grenzangebot handelt, da es fast ausschließlich von Schuler*innen der Schule genutzt wird, eine Betreuungsstelle umgewandelt wurde und auch die Mittagsverpflegung eingebunden sei. 

Ferner berichtet er, dass in Gesprächen mit der AWO als Träger, von der Geschäftsführerin Frau Buchholz, lange signalisiert wurde, dass die Erhöhung in voller Höhe benötigt wird. Wohingegen andere Träger als Diskussionsergebnis Zuschusskürzungen zugestimmt hatten.       

 

Herr Koch kann nicht nachvollziehen, dass bei guten Angeboten in der Kinder.- und Jugendarbeit, wie bei dem Café Real, gespart wird.  

 

Herr Schmidt stellt nochmal klar, dass nach der Schließung des Kinder.- und Jugendtreffs in Reh/Henkhausen vor zwei Jahren, die Lücke durch das Jugend Café Real in Elsey geschlossen werden sollte und dadurch die Angebote für Jugendliche im Hohenlimburger Stadtbezirk kompensieren würden. Ferner geht er auf die vorliegenden 500 Unterschiften ein. Er sei überzeugt, dass es sich hierbei nicht ausschließlich um Realschüler*innen handelt, sondern auch von externen Personen, die gerne auch die Festivitäten besuchen.    

Des Weiteren zweifelt er den genannten gesamtstädtischen Anteil an Kindern und Jugendlichen in Hohenlimburg in Höhe von 13 % an. 

 

Herr Schuh schlägt vor, dass der Antrag zugezogen wird, da der Sachstandsbericht durch Herr Fiedler gegeben wurde.

 

Herr Arnusch ist der Meinung, dass jegliches Angebot für Kinder und Jugendliche aufrechtgehalten werden muss. Er ergänzt, dass der Kompromiss, dass die Jugendhilfe um 3 % pro Jahr erhöht wird, auch von der AWO als Betreiberin des Cafés, mitgetragen wird.    

 

Frau Gerull geht auf die Begrifflichkeit von „aufsuchende Jugendarbeit“ ein. Ihr ist nicht klar, warum ein Systemwechsel stattfinden soll. Ihrer Meinung nach ist das Café‘ Real bereits ein Ort, der von Jugendlichen angenommen wird und wo sie sich aufhalten. Daher ist es ihr nicht klar, warum neue Orte für aufsuchende Jugendarbeit gesucht werden.     

 

Frau Kuschel-Eisermann hat mit Hilfe der KI die Bevölkerungszahlen der Stadt Hagen berechnen lassen. Als Grundlage nimmt sie an, dass rund 30.000 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren in Hagen leben, davon in Hohenlimburg rund 8.000. Als Fazit stellt sie fest, dass Hohenlimburg zwar die geringste Bevölkerungsdichte hat, aber der Kinderanteil am Größten sei.     

 

Herr Fiedler vertraut eher den vorliegenden Zahlen aus der Fachverwaltung.

Er versteht die Beweggründe zur Diskussion, sieht aber die ausgearbeitete Lösung als gute Möglichkeit, in der schwierigen Haushaltslage, nicht nur die bestehenden Angebote weites gehend zu erhalten, sondern auch die Kostensteigerung beinhaltet sei.    

 

Herr Schmidt formuliert den geänderten Beschluss.

 

Herr Glod lässt über den Antrag abstimmen.

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Änderungsbeschluss:

 

Die Bezirksvertretung Hohenlimburg lehnt die im Entwurf des Kinder- und Jugendförderplan 2026-2030 vorgesehenen Konsolidierungsmaßnahmen mit unmittelbaren Auswirkungen für die Kinder- und Jugendarbeit im Stadtbezirk Hohenlimburg ab:

  •                       Jugendcafé Real
  •                       Jugendforum Halden
  •                       EastWestEast Germany e. V.
  •                       Wildwasser e. V.

 

Rat, Jugendhilfeausschuss und Verwaltung werden gebeten, entsprechende alternative und dauerhaft auskömmliche Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten innerhalb oder außerhalb des vorliegenden Entwurfs des Kinder- und Jugendförderplans zu prüfen. Dies gilt auch für die Angebote, die formal nicht unter die §§ 11–13 SGB VIII fallen.

 

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Abstimmungsergebnis:

 

 

Ja

Nein

Enthalten

Bürger für Hohenlimburg

3

 

 

CDU

3

 

 

AfD

1

 

 

SPD

1

 

 

Bündnis 90/Die Grünen

1

 

 

BSW

-

 

 

 

 

X

 Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

9

Dagegen:

0

Enthaltungen:

0

 

 

 

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Anlagen zur Vorlage