04.12.2025 - 9.3 Verkehrsuntersuchung Kreuzung Altenhagener Brücke

Beschluss:
ungeändert beschlossen
Reduzieren

Wortprotokoll

Herr Alexander erklärt mittels einer Power Point Präsentation das Ergebnis der Verkehrsuntersuchung.

Die Präsentation ist der Niederschrift als Anlage beigefügt.

 

Frau Heuer ist enttäuscht, dass man bei der Planung der Kreuzung mit nur kleinen Änderungen zum Status quo der 1960er Jahren zurückkehrt. Frau Heuer hat erwartet, dass im Zuge der angestrebten Verkehrswende sich auch hier die Situation für den Radverkehr verbessert. Sie möchte eine belastbare Aussage, ob in diese Richtung noch was getan werden kann. Außerdem möchte sie wissen, ob mit einer Rückkehr der LKWs zu rechnen ist. Eine weitere Frage bezieht sich auf die Mauer, welche den Märkischen Ring stützt. Frau Heuer möchte wissen, ob hier möglicherweise Kosten entstehen, z.B. für eine Sanierung, und falls ja, ob die schon eingepreist ist.

 

Herr Alexander sieht eine klare Änderung zu den 60er Jahren, denn sonst würde eine neue Ebene 2 gebaut. Bezüglich Radwege kann noch keine abschließende Aussage getroffen werden. Herr Alexander räumt Ansprüche an den Radverkehr ein, jedoch werden nicht alle erfüllt werden können. Voraussetzung war nur die Variante zuzulassen, wo wichtige Merkmale erhalten bleiben. Die Stützmauer am Märkischen Ring wird auf jeden Fall saniert oder neu gebaut werden müssen. Was in der Verkehrsplanung beschrieben ist, definiert das, was diese Wand wird künftig stützen bzw. tragen muss, nämlich vier Fahrspuren mit einem Fahrbahntrenner inklusive der zu erwartenden Verkehrsbelastung.

Bezüglich LKW-Verkehr erklärt Herr Alexander, dass die B54, eine regionale Straßenverbindung ist. Die Innenstadt soll hierüber wieder mit dem Auto gut erreichbar sein, gleiches gilt in diesem Zuge auch für LKW.

 

Herr Bifulco fasst zusammen, wie es zu den unterschiedlichen Prognosen für die Verkehrsbelastung in den unterschiedlichen Varianten kommt. Mit einem solide erarbeiteten Verkehrsmodell können alle Varianten verlässlich durchgespielt werden.

 

Herr Szuka bedankt sich für die gute Planung, lobt die gute Informationspolitik, die Bürgerbeteiligung und das entsandte Signal, dass sich endlich was tut. Schade findet er dagegen die angesetzte Umsetzungsdauer von 10 Jahren, er hätte sich einen kürzeren Zeitraum gewünscht. Die Einbindung der Wehrstraße wertet er kritisch und betont wie wichtig aus Westen die Anbindung des Hauptbahnhofs ist.

 

Herr Schmidt lobt ebenfalls die vorgestellte Planung und freut sich auf den Abriss der Ebene 2, ist damit doch erst eine soziale Aufwertung des darunter liegenden Stadtviertels möglich. Die beiden Hauptverkehrsachsen werden in Variante 3 gut funktionieren, für Individualverkehr und Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) sehr gut geeignet. Herr Schmidt bezweifelt, dass in diesem Bereich der Verkehr hauptsächlich auf dem Rad stattfindet.

 

Herr Sondermeyer lobt die Planung ebenfalls, zeigt sich aber besorgt und möchte wissen ob und inwiefern die Anforderungen für Menschen mit Beeinträchtigungen berücksichtigt werden.

 

Herr Alexander räumt ein, dass Mitte 2026 damit begonnen wird die Ebene 2 abzubrechen. Es wird immer wieder zu Provisorien kommen, mit denen man versucht sicherzustellen, dass der Verkehr möglichst weiter fließt. Die Sicherstellung der Barrierefreiheit ist durchaus ein wichtiger Punkt, über die auch informiert wird, wenn die Information Bestand hat. Es werden alle Verkehrsteilnehmer mit Einschränkungen zu rechnen haben, denn Abbruch und Verkehr müssen gleichermaßen zu ihrem Recht kommen. Bis die Arbeiten beginnen, werden noch Infos folgen.

 

Frau Stiller-Ludwig sieht von oben viele Fahrspuren, die nebeneinander über der Volme liegen, und möchte wissen, ob diese auf den Boden passen oder über die Volme gehängt werden müssen. Sie möchte außerdem wissen, ob sich das mit dem Hochwasserschutz vereinbaren lässt.

 

Herr Alexander erklärt, dass nach dem Abriss der Ebene 2 auf dem Märkischen Ring eine Fläche entsteht, die ziemlich genau für vier Fahrspuren und einen Gehweg reicht. Wo die heutige Stützwand ist, wird eine neue entstehen, etwas höher, die etwas überkragt. Er weist darauf hin, dass an dem Projekt auch das Umweltamt beteiligt ist und das Thema Hochwasser natürlich eine Rolle spielt. Die Volme soll nicht weiter eingeengt werden.

 

Frau Heuer fragt nach den Menschen, die am Märkischen Ring wohnen, insbesondere die Kinder sieht sie gefährdet. Sie möchte wissen, ob dort eine 30er-Zone eingerichtet werden kann.

 

Herr Alexander wiederholt, dass die B54 eine regionale Verbindung durch das Stadtgebiet ist und sie damit primär dem Straßenverkehr gerecht werden muss. Die Möglichkeit eine Tempo 30- Zone einzurichten, soll geprüft werden.

 

Herr Klepper betont, dass eine Tempo 30-Zone mit der grundsätzlichen Entscheidung nichts zu tun hat.

 

Reduzieren

Empfehlungsbeschluss:

Der Rat der Stadt Hagen beschließt, die Variante 3 der „Verkehrsuntersuchung Kreuzung Altenhagener Brücke“ als verkehrliche Lösung nach dem Rückbau der Brücke Ebene 2 sowie im Anschluss weiterer Ingenieurbauwerke in diesem Bereich, zur Förderung bei der Bezirksregierung Arnsberg einzureichen.

Reduzieren

Abstimmungsergebnis:

 

 

Ja

Nein

Enthaltung

CDU

4

 

 

AfD

2

 

 

SPD

3

 

 

Bündnis 90/Die Grünen

1

 

 

HAK

1

 

 

Bürger für Hohenlimburg / Die PARTEI

1

 

 

Die Linke

1

 

 

BSW

1

 

 

 

X

 Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

14

Dagegen:

0

Enthaltungen:

0

 

Reduzieren

Anlagen zur Vorlage

Online-Version dieser Seite: https://allris.hagen.de/publicto020?TOLFDNR=1017188&selfaction=print