16.09.2025 - 5.1 Antrag der Ratsfraktion Bürger für Hohenlimburg...

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Wortprotokoll

Herr Schuh erläutert anhand seines Antrags die gewünschte Erinnerung an den Hausmeister Boleslaus Olschweski. Dieser habe im Keller des Kunstmuseums im August 1937 einige Werke verborgen, und habe diese vor der Beschlagnahmekommission gerettet. Dies sei ein Musterbeispiel für Zivilcourage gewesen. Die heroische Tat sei in Hagen bislang kaum bekannt.

Die Verwaltung wird daher gebeten, in Zusammenarbeit mit dem Kultur- und Weiterbildungsausschuss ein Erinnerungszeichen zu entwickeln mit dem in gebührender Weise das ihm zugeschriebene mutige und selbstlose Handeln des ehemaligen Hausmeisters Boleslaus Olscheweski gewürdigt werde.

 

Herr Prof. Dr. Stamm teilt mit, dass er sich sehr darüber freue, dass der Artikel aufgegriffen und das Thema gewürdigt werde. Bei der Recherche zum Artikel „Die Stunde des Hausmeisters“ habe er herausgefunden, dass der Hausmeister ganz offensichtlich Werke vor der Beschlagnahmung durch die Nationalsozialisten gerettet habe. Herr Olschewski habe also offensichtlich ein großes persönliches Risiko auf sich genommen. Herr Prof. Dr. Stamm führt aus, dass eine weitere Prüfung stattfinde, um zur Person Boleslaus Olschewski weitere Informationen zu erhalten und in welche Form eine angemessene Würdigung möglich sei.

Eine angemessene Form der Würdigung könne eine Ausstellung sein, in der die Werke gezeigt werden, die der Hausmeister gerettet habe.

 

Herr Schuh fragt, ob auch eine dauerhafte Möglichkeit, in Form einer Erinnerungstafel, in Frage kommen würde.  

 

Herr Prof. Dr. Stamm teilt mit, dass auch ihm das Thema sehr wichtig sei und daher möchte er eine gute Form der Erinnerung an den Hausmeister Olschewski finden, damit das Schicksal nicht in Vergessenheit gerate.

Da Herr Olschewski auch als Hausmeister in der Villa Post tätig war, sei der geeignete Standort einer Erinnerungstafel gut auszuwählen.

Die geretteten Werke medienwirksam zu zeigen, seien eine schöne Möglichkeit der Würdigung. Eine zusätzliche Ergänzung der Erinnerung wäre eine dauerhafte Würdigung am Wohnort, Dienstort oder im Osthaus Museum. Die Prüfung dazu werde vorgenommen.

 

Herr Eiche fragt nach, ob es noch Nachfahren der Familie Boleslaus Olschewski gebe.

 

Herr Prof. Dr. Stamm berichtet, dass eine Prüfung zu den Familienmitgliedern mit Hilfe der Akten aus dem Stadtarchiv momentan erfolge. Die Prüfung zeige, dass es eine Ehefrau und  6 Kinder gegeben habe. Es werde weiter genauer geprüft, soweit dieses rechtlich möglich sei.

 

Herr Walter fasst zusammen, dass der Kultur- und Weiterbildungsausschuss den Antrag zur Kenntnis und der Vorschlag aufgenommen werde.

Es werde eine Prüfung des Antrages durch die Verwaltung erfolgen und die Verwaltung erarbeitet mögliche Erinnerungsmodelle und stellt diese dem Kultur- und Weiterbildungsausschuss vor. 

 

 

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Anlagen zur Vorlage

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