22.04.2010 - 6.7 Erweiterung der Fa. Stahlkontor an der Preußers...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6.7
- Gremium:
- Haupt- und Finanzausschuss
- Datum:
- Do., 22.04.2010
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:10
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 23 Fachbereich Immobilien, Wohnen und Sonderprojekte
- Bearbeitung:
- Dieter Althaus
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Oberbürgermeister Dehm weist darauf hin, dass es einen Bürgerantrag
nach § 24 GO NW gibt, der in der Bezirksvertretung Haspe behandelt werden soll.
Frau Nigbur-Martini geht darauf ein, dass der Bürgerantrag das Ziel
verfolgt, dass die Preußerstraße nicht entwidmet und somit
"geschlossen" wird. Nach Kenntnis der Fraktion Hagen Aktiv wurden in
der vergangenen Woche bereits Vermessungsarbeiten durchgeführt, obwohl ihrer
Ansicht nach noch nicht klar ist, ob die Fa. Stahlkontor in der Zukunft an einem
Flächenerwerb interessiert ist. Hierzu bittet sie um Erläuterungen. Frau
Nigbur-Martini regt an, die Beschlussfassung zurückzustellen, bis Klarheit über
den Bürgerantrag und die Absichten der Fa. Stahlkontor besteht.
Herr Grothe teilt mit, dass die Verwaltungsvorlage den bisherigen Ablauf schildert
und die Beschlussfassung der Verwaltung den Auftrag erteilen wird, mit der
Entwidmung des Straßenraums fortzufahren. Ob Vermessungsarbeiten stattgefunden
haben, vermag er nicht zu sagen. Sofern dies der Fall war, dienen die
Vermessungsarbeiten dazu, das Kartenmaterial auf den aktuellen Stand zu
bringen. Die Maßnahme steht generell unter dem Vorbehalt, dass die
Unterbringung der Bezirksverwaltungsstelle Haspe und der Betriebshöfe geklärt
wird. Zeichnet sich hier eine Lösung ab, werden der Haupt- und Finanzausschuss
und der Rat eingebunden.
Herr Kayser möchte wissen, ob ein Vorvertrag mit der Fa. Stahlkontor geschlossen wurde.
Herr Grothe teilt mit, dass Gespräche mit der Firma geführt wurden, über die hier berichtet
wird. Die Wohngebäude bleiben im Eigentum der HGW erhalten. Es gibt eine vertragliche
Vereinbarung zwischen der HGW und der Fa. Stahlkontor, das Letztere die Gebäude
kaufen kann. Hier handelt es sich um ein privates Geschäft der beiden Eigentümer.
Für die Verwaltung bedeutet dies, dass ein Teilbereich der Preußerstraße entwidmet
werden kann, da sie dann als privates Grundstück Verwendung finden kann. Die
Erschließung der Wohngebäude ist im Zuge der Entwidmung sicherzustellen. Die Bürger
werden so künftig weiterhin fußläufig zum Marktplatz gelangen können.
Herr Oberbürgermeister Dehm erinnert daran, dass sowohl der Haupt- und
Finanzausschuss als auch der Rat das Thema offensiv behandelt wissen wollten.
Mit deutlicher Mehrheit wurde beschlossen, dass die Erweiterungsmöglichkeit für
das Unternehmen geschaffen werden sollte. Die Sorgen der Bürger sind
nachvollziehbar und legitim, wobei die Sitzung der Bezirksvertretung Haspe dazu
wird beitragen können, Befürchtungen zu zerstreuen. Er macht deutlich, dass es
nicht darum geht, Menschen aus ihren angestammten Wohnungen zu vertreiben.
Herr Thielmann erklärt, dass ihm berichtet wurde, dass bei früheren Überlegungen zur
Unterbringung der Hasper Polizeiwache in diesem Bereich ggf. Zuschüsse für die
Südumgehung hätten zurückgezahlt werden müssen. Er möchte wissen, ob sich an der
Sachlage etwas geändert hat.
Herr Grothe erklärt, dass sich die Aussage auf die Stichstraße zwischen Nordumgehung
und Preußerstraße bezieht. Diese Flächen wurden seinerzeit gefördert. Das, was
jetzt veräußert werden soll, betrifft nicht die geförderten Flächen.
Herr Kayser möchte wissen, ob das Gesamtvorhaben bereits bauordnungsrechtlich geprüft
und bescheidfähig ist.
Herr Grothe antwortet, dass es zum jetzigen Zeitpunkt noch keinen Bauantrag der Fa.
Stahlkontor gibt. In Gesprächen mit der Firma wurde deutlich gemacht, dass auf
der dann ehemaligen Straße nur Lagernutzung in Frage kommt, da unter dem
Straßenbelag Versorgungsleitungen verlaufen werden. Gebäude werden nur auf den
heutigen Flächen der Bezirksverwaltungsstelle und der Bauhöfe errichtet werden
können. Eine GI-Nutzung scheidet hier aus.
Herr Thieser erklärt, dass in 2 Bürgerdiskussionsrunden und Sitzungen der Bezirksvertretung
Haspe den Betroffenen mitgeteilt wurde, was in diesem Bereich beabsichtigt ist.
Es wurde deutlich mitgeteilt, dass es nicht um die Verlagerung von Anwohnern
geht und überlegt werden muss, wie der Bereich städtebaulich entwickelt wird.
Aufgrund der Nordumgehung hat die Preußerstraße ihre Funktion verloren. Es geht
nun darum, sich ernsthaft über die Zukunft Gedanken zu machen. Herr Thieser
weist darauf hin, dass im Anschluss an die Informationsveranstaltungen von
interessierter Seite Ängste bei den Anwohnern geschürt wurden, die dazu geführt
haben, dass nun erneut ein Bürgerantrag vorliegt. Er macht deutlich, dass die
Betroffenen persönlich bekannt sind und auch persönlich informiert wurden. Herr
Thieser geht davon aus, dass alle Fragen vernünftig geklärt werden können. In
Richtung HGW formuliert er die Bitte, dass diese nicht weitere Fertiggaragen
errichten und sich Gedanken machen möge, wie sie die Entwicklung in den
nächsten 15 - 20 Jahren sieht.
Herr Kayser möchte wissen, was die rechtliche Grundlage für die Entwidmung der Straße
ist.
Herr Grothe teilt mit, dass die Entwidmung im öffentlichen Straßenraum aufgrund straßenrechtlicher
Regelungen erfolgt. Mit dem Ergebnis dieser Verwaltungsvorlage wird das weitere
Vorgehen vorbereitet. Er stellt die Planauslegung, die Möglichkeit, Bedenken zu
äußern und die Befassung mit den Bedenken in Aussicht.
