25.06.2025 - 6.1 Konzept für eine ÖPNV-Anbindung der Pflegeschul...

Beschluss:
geändert beschlossen
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Wortprotokoll

Herr König erwarte von der Verwaltung, eine kurzfristig umsetzbare und finanzierbare Lösung zu finden. Dies gelte es in der Sitzung zu beschließen.

 

Herr Sporbeck berichtet von seinen Gesprächen mit den Verantwortlichen der Pflegeschule Aschke. Der Lehrbetrieb beginne um 8:30 Uhr und werde um 14:45 Uhr beendet. Den zum Großteil mittels Bahn anreisenden Schülern müsse man eine Busverbindung vom Hauptbahnhof bis zur Schule anbieten. Dies könne über die Verlängerung von Einsatzwagen gewährleistet werden, welche ungefähr ab 7:45 Uhr zur Verfügung stünden. Die Finanzierung solle über die Nahverkehrspauschale erfolgen.

 

Herr Klepper erinnert an den Vorschlag, mit der Pflegeschule über die zeitliche Gestaltung des Lehrbetriebs zu sprechen. Geringfügige Veränderungen ließen es zu, vorhandene Busse bzw. Kapazitäten zu nutzen.

 

Herr König beklagt, dass die Verwaltung die Kritikpunkte und Vorschläge nicht aufgegriffen habe. Die Pflegeschule habe sich für den Standort in Hagen entschieden, weil man davon ausgegangen sei, dass ein direkter Zugang vom Bahnhof ermöglicht werde. Daher müsse man nun alles daransetzen, zumindest eine Anbindung an den ÖPNV sicherzustellen und einen entsprechenden Beschluss zu fassen. Die Lösungsvorschläge von Herrn Sporbeck und Herrn Klepper hätten deutlich geringere Kosten zur Folge, als die in der Vorlage skizzierte Planung.

 

Herr Staat weist die Kritik an der Kostenaufstellung einer Ringlinie zurück. Zwischen 7 und 9 Uhr stehe kein Bus zur Verfügung, da unter anderem die Einsatzwagen für den Schulbetrieb verkehrten. Aufgrund dessen habe man die Beschaffung eines zusätzlichen Fahrzeugs in die Kalkulation miteinbezogen. Die ursprünglich um 7:45 Uhr freiwerdenden Einsatzwagen führen künftig zur „FESH“, welche den Schulbeginn in kooperativer Weise nach hinten verlegt habe. Dieses Vorgehen sei auch hinsichtlich der Pflegeschule wünschenswert. Er verweist auf die vorhandene Haltestelle an der Eckeseyer Brücke, welche mit 400 Metern ebenso weit entfernt von der Einrichtung sei wie jene an der FernUniversität. Zuletzt sei bereits eine leichte Steigerung der Fahrgastzahlen an der Eckeseyer Brücke zu beobachten gewesen. Seiner Ansicht nach sei die Schule dadurch bereits gut angebunden, wenngleich in Zukunft eine eigene Haltestelle möglich sei. Langfristig sei eine Wendemöglichkeit an der Pflegeschule anzustreben.

 

Herr Ludwig betont, dass eine direkte Anbindung sehr wohl positive Auswirkungen auf die Auslastung haben könne. Eine einvernehmliche Lösung über die Schulzeiten müsse möglich sein.

 

Herr Sporbeck gibt zu bedenken, dass man die Anbindungs- und Schulzeiten an den Bahnverkehr koppeln müsse. Im Zeitraum zwischen 7:37 Uhr und 8:09 Uhr komme der Großteil der Schüler aus der Region am Hauptbahnhof an. Durch die Verlängerung der Einsatzwagen, die in dieser Zeit im erweiterten Innenstadtbereich endeten, könne man die Anbindung durch wenige Fahrten gewährleisten. Unabhängig von der Versorgung der „FESH“ stünden in der skizzierten Zeitspanne seiner Kenntnis nach weitere Busse zur Verfügung.

 

Herr König erinnert an die Ausführungen der Verwaltung im HFA, nach denen keine zusätzlichen Busse für die Anbindung der „FESH“ benötigt würden und äußert seine Verwunderung über die nun getätigten Aussagen.

 

Herr Staat sagt zu, die Verlängerung der Einsatzwagen zu prüfen. Er weist auf die Notwendigkeit der Instandhaltung hin, aufgrund derer nicht alle Fahrzeuge uneingeschränkt verfügbar seien. Bezüglich der vorhandenen Haltestelle an der Eckeseyer Brücke macht er den Vorschlag, den Haltepunkt stadtauswärts auf die gesperrte Brücke zu verlegen, um den Schülern einen kürzeren Weg zur Pflegeschule zu ermöglichen.

 

Hinsichtlich der „FESH“ führt er aus, dass bisher nach Haspe verkehrende Einsatzwagen nun nach Vorhalle führen. Da die Kilometerleistung nahezu identisch sei, könne man die Änderung kostenneutral anbieten.

 

Frau Heuer weist darauf hin, dass alle Hagener Schüler ein Recht auf die Anbindung mit dem ÖPNV hätten. Auch an anderen privaten Schulen neben der „FESH“ verkehrten Einsatzwagen. Man müsse jedes schulische Angebot aufgrund der ausgereizten städtischen Kapazitäten wertschätzen.

 

Herr Klepper fasst die gemachten Vorschläge zur Kompromissfindung zusammen. Er erwarte kurzfristige Gespräche mit der Leitung der Schule.

 

Herr Sporbeck konkretisiert die Bedürfnisse der am Hauptbahnhof ankommenden Schüler. Man benötige morgens lediglich zwei bis drei Fahrten zu den Hauptverkehrszeiten der Bahn. Eine darüberhinausgehende Taktung sei nicht erforderlich.

 

Herr Alexander berichtet von den Gesprächen zwischen Verwaltung, Wirtschaftsförderung und der Pflegeschule. Das Zeitfenster für die Anbindung sei in der vorliegenden Form gewählt worden, da die Beschäftigten der Schule vor den Schülern einträfen. Dies komme in der aktuellen Diskussion zu kurz.

 

Herr Ludwig hält fest, dass man nicht allen Beteiligten gerecht werden könne. Vorrangig seien die jungen Menschen zu unterstützen, um an den ÖPNV herangeführt zu werden und die Verkehrswende voranzutreiben. Er trägt einen geänderten Beschlussvorschlag vor und lässt über diesen abstimmen.

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Beschluss:

 

Die Verwaltung wird beauftragt, mit der Pflegeschule Aschke Kontakt aufzunehmen, um eine einvernehmliche Lösung zur Anbindung an den ÖPNV zu finden. Die Vorschläge werden dem UKM bis zur nächsten Sitzung vorgelegt.

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Abstimmungsergebnis:

 

 

Ja

Nein

Enthaltung

CDU

4

 

 

SPD

4

 

 

Bündnis 90/ Die Grünen

3

 

 

AfD

1

 

 

Hagen Aktiv

1

 

 

Bürger für Hohenlimburg / Die PARTEI

1

 

 

FDP

1

 

 

Die Linke

-

-

-

HAK

1

 

 

 

X

 Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

16

Dagegen:

0

Enthaltungen:

0