14.05.2025 - 6.2 Konzept für eine ÖPNV-Anbindung der Pflegeschul...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6.2
- Gremium:
- Umweltausschuss
- Datum:
- Mi., 14.05.2025
- Status:
- gemischt (Sitzung abgeschlossen)
- Uhrzeit:
- 16:03
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB60 - Verkehr, Immobilien, Bauverwaltung und Wohnen
- Bearbeitung:
- Michele Bifulco
- Beschluss:
- vertagt
Wortprotokoll
Herr Bifulco verweist auf die Kosten in Höhe von 120.000 € und die Zweifel an der Wirtschaftlichkeit für die Erschließung einer einzelnen Einrichtung. Alternativ könne die Schule eigenständig einen Linienverkehr beantragen und finanzieren. Dies sei jedoch durch Frau Aschke ausgeschlossen worden.
Herr Sporbeck äußert sein Unverständnis gegenüber der eingebrachten Vorlage. Im in der vergangenen Wahlperiode eingerichteten Arbeitskreis ÖPNV sei im Jahre 2019 ein Kilometersatz der HST von 4,50 € genannt worden. Die Inflation sei über die Zeit nicht derart hoch gewesen, dass die genannte Summe von 120.000 € zu erklären sei. Vielmehr komme man bei der benötigten Streckenleistung von 11.340 Kilometern im Jahr auf einen aus seiner Sicht unrealistischen Kilometersatz von etwa 11 €.
Er verweist darauf, dass der Aufgabenträger den gesetzlichen Auftrag habe, den ÖPNV zu organisieren. Die Abweichungen hätten bei gründlicher Prüfung auffallen müssen. Man müsse davon ausgehen, dass die HST bei der Berechnung mit einer Neubeschaffung eines Busses sowie dem entsprechenden Arbeitsaufwand kalkuliert habe. Diese Betrachtungsweise müsse man deutlich zurückweisen und auf Grundlage der gemachten Ausführungen eine erneute Prüfung anregen. Man könne bspw. Gespräche mit der Schule führen, den Schulbeginn außerhalb der Hauptverkehrszeiten zu legen, um freie Kapazitäten zu nutzen.
Herr Ludwig bittet um eine weniger scharfe Ausdrucksweise im Gremium.
Herr König verweist darauf, dass man nun die Gelegenheit habe, frühzeitig für eine ÖPNV-Anbindung zu sorgen. Im Industriegebiet Lennetal habe sich die Anreise mittels PKW aufgrund anfangs mangelnder ÖPNV-Versorgung etabliert. Um dieses Phänomen im Bereich hinter dem Hauptbahnhof zu vermeiden, müsse man entsprechende Maßnahmen treffen. Nach der Erschließung der direkten Verbindung zum Hauptbahnhof über einen Tunnel sei die einzurichtende Verbindung ohnehin hinfällig. Das bestehende Haltestellennetz stelle keine realistische Alternative dar. Er beantragt 1. Lesung und bittet um Prüfung von Einsparpotenzialen innerhalb des bestehenden Angebotes der HST.
Herr Klepper schlägt vor, die Anbindung der Schule anstatt mehrerer Stunden im Vor- und Nachmittagsbereich, auf jeweils eine Stunde mit mehreren Fahrten zu begrenzen. Er unterstützt den Wunsch nach 1. Lesung, um weitere Prüfungen zu ermöglichen. Weiterhin betont er die Wichtigkeit von Pflege und Ausbildung in der heutigen Zeit.
Frau Heuer wünscht sich mehr Unterstützung des Vorhabens, gerade vor dem Hintergrund, dass eine hohe Summe in Hagen investiert worden sei und täglich hunderte junge Menschen in die Stadt gebracht würden. Sie schließe sich den Hinweisen an, Einsparpotenziale im bestehenden Liniennetz zu suchen. Sie räumt ein, dass die Haltestelle an der Eckeseyer Straße für die meisten jungen Schüler fußläufig erreichbar sei. Jedoch hätten diese im Vorfeld bereits eine lange Anreise mit verschiedenen Umstiegen und Verkehrsmitteln hinter sich. Zu den Stoßzeiten müsse eine direkte Anbindung gewährleistet werden.
Herr Ludwig lässt über den Antrag auf 1. Lesung abstimmen.
