14.05.2025 - 3.7 Personal- und Organisationsbericht 2024

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Wortprotokoll

Frau Engelhardt begrüßt zu diesem Tagesordnungspunkt den Leiter des Fachbereichs Personal und Organisation Herrn Keßen.

Herr Keßen stellt den Personal- und Organisationsbericht vor. Vorab erläutert er die Gründe dafür, warum dieser Bericht auch formal in diesem Gremium vorgestellt wird. Es habe vor Jahren den Wunsch aus dem Kreis des damaligen Sozialausschusses gegeben, den Bericht des Fachbereiches Personal und Organisation auch in dieses Gremium einzuspeisen, weil ein paar enthaltene Kennzahlen einen Bezug zu dem Themenfeldern dieses Ausschusses hätten. In dem Bericht gebe es beispielsweise Bezüge zu den Themen „Schwerbehinderte Menschen“ oder „Quote im Bereich der Migration“.  Für etwaige  Fragen stehe er gern zur Verfügung. GGf. würden die Antworten dann dem Protokoll beigefügt.

Herr Meier bittet um Definion des Begriffs „Migrant“. Er interessiere sich dafür, wie sich der Anteil an Migranten in der Verwaltung verändert habe.

Herr Keßen beantwortet die Fragen von Herrn Meier. Man orientiere sich bei der Definition des Begriffs „Migrant“ im Fachbereich Personal und Organisation daran, was Personalämter in NRW als Definition zugrundelegten. Der Anteil von Migranten in der Verwaltung habe sich geringfügig gesteigert, sei aber im Verhältnis immer noch zu wenig. Das sei in anderen Kommunen ähnlich. Es sei ein deutschlandweites kommunales Thema, dass die Menschen mit Migrationshintergrund in der Verwaltung immer noch unterrepräsentiert seien. Man versuche das mit verschiedenen Werkzeugen zu verbessern. Am Ende bliebe es aber für die Einstellung und Übernahme von Auszubildenden immer bei Bestenauslese und nachvollziehbaren Kriterien. Von daher blieben  diese Quoten für die Verwaltung immer noch unbefriedigend und stiegen zu gering und in langsamen Maße.      

Frau Dreher-Sudhoff erläutert, wie der Begriff „Migrant“ im Bericht ihres Erachtens verwendet wird. Sie verweist auf die Aussage im Bericht, dass die Migrantenquote zwischen den Jahren 2015 und 2024 um 7,8 Prozent gestiegen sei. Sie sei der Meinung, dass diese Aussage nicht richtig sei. Ihres Erachtens sei die Quote um 7,8 Prozentpunkte gestiegen und das entspreche einer Steigerung von 47,1 Prozent. Die Begriffe Prozentpunkte und prozentuale Steigerung würden hier an der ein oder anderen Stelle falsch verwendet. Die Steigerung am Stammpersonal sei also gar nicht so schlecht wie dargestellt.       

Stellungnahme der Verwaltung:

„Tatsächlich ist die Migrantenquote in der Hagener Bevölkerung von 2015 zu 2024 um 7,8 Prozentpunkte gestiegen (nicht Prozent). Dementsprechend ist der Satz dazu auf Seite 94 oben falsch. Die übrigen Ausführungen im Bericht treffen aber zu.

 

Im Betrachtungszeitraum (2015 - 2024) hat sich die Zahl der Ausländer*innen in Hagen um rund 50 % erhöht. Die Gesamtbevölkerung wuchs um nur 2 %. Die Zahl der ausländischen Stammkräfte der Stadtverwaltung stieg im gleichen Zeitraum um 91,6 %. Gleichzeitig hat sich die Gesamtzahl der Stammbeschäftigten um 35,6 % erheblich erhöht.

 

Die Abb. 61 auf S. 95  des Berichts zeigt dementsprechend richtig auf, dass die Quoten sich nicht annähern. In der Stadtverwaltung  - wie generell im öffentlichen Dienst -  sind ausländische Beschäftigte unterrepräsentiert.“

 

Herr Keßen macht deutlich, dass man den Bericht nicht aus sozialpolitischer oder sozialwisssenschaftlicher Sicht mache. Man versuche, diese Kennzahlen gleichrangig zu vielen anderen Kennzahlen zu veröffentlichen. Man tausche diese Berichte auch interkommunal aus und benötige aus diesem Grund eine gewisse Deckungsgleichheit. Er sei nicht der Fachmann für diese gesellschaftlichen Entwicklungen. Er könne sich an der Stelle bei der Abfrage nur auf das Thema „Staatsbürgerschaft“ beschränken.

Herr Severcan ist der Meinung, dass die Menschen mit Entscheidungsbefugnis in den höheren Etagen deutlich unterrepräsentiert seien.

Frau Soddemann weist darauf hin, dass – wie auch gerade von Herrn Keßen deutlich erläutert worden sei - diese Statistik, die hier präsentiert würde, keine sozialwissenschaftliche Auswertung sei, weil bestimmte Angaben nur abgefragt werden dürften. Die getätigte Aussage von Herrn Severcan sei ein Eindruck, aber kein Beleg. Man habe hier Menschen in dritter oder vierter Generation, die nicht angeben würden, dass sie einen Migrationshintergrund hätten. Das müsse man zur Kenntnis nehmen. Insofern sei diese Darstellung ein Instrument der Personalwirtschaft und diene der Information und sei unter diesem Aspekt immer unter der Einschränkung zu sehen. Natürlich müsse man nicht darüber diskutieren, dass man in dem Bereich besser werden und die Quoten steigern müsse. Der von Herrn Severcan geschilderte Eindruck in Bezug auf Menschen mit Migrationshintergrund in Führungspositiionen werde von Verwaltungsmitarbeitern so nicht geteilt.     

Herr Severcan nimmt abschließend zu der Aussage von Frau Soddemann Stellung.

Frau Engelhardt dankt Herrn Keßen für seine Ausführungen. 

 

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Beschluss:

 

 

Der Personal- und Organisationsbericht 2023 wird zur Kenntnis genommen.

 

 

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Abstimmungsergebnis:

 

X

 Zur Kenntnis genommen

 

 

 

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Anlagen zur Vorlage

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