30.04.2025 - 8.4 Planung eines Parkhauses für das Agaplesion Kli...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 8.4
- Gremium:
- Bezirksvertretung Hagen-Mitte
- Datum:
- Mi., 30.04.2025
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Bearbeitung:
- Jürgen Plewe
- Beschluss:
- vertagt
Wortprotokoll
Hinweis der Schriftführung:
Die Vorlage wurde am Sitzungstag als Tischvorlage ausgelegt und ist als Anlage 8 Bestandteil der Niederschrift.
Einleitend zum Thema erläutert Herr Keune die bisherigen Bemühungen und Lösungsmöglichkeiten, die sich mit der Parkraumproblematik rund um das Agaplesium Klinikum befasst haben. Im weiteren Verlauf umreißt Herr Keune kurz die Gründe, die gegen eine Umsetzung der Variante 2 sprechen. Hervorzuheben sind hier besonders die Schutzansprüche des Baugebietes, die Erschließung über eine Wohnstraße sowie die Nähe zur kleinteiligen Wohnbebauung. Planungsrechtlich ist die Umsetzung eines Parkhauses an diesem Standort nicht durchführbar.
Herr Kuhl führt anhand einer PowerPoint Präsentation in die zwei Varianten der Machbarkeitsstudie ein. Aufgrund der vorherigen Einlassung von Herrn Keune, wird die Variante 2 lediglich kurz angerissen. Die Machbarkeitsstudie hat neben dem Wunsch des Krankenhauspersonals nach einer fußläufigen Erreichbarkeit auch die Barrierefreiheit des in Hanglage befindlichen künftigen Parkhauses zu berücksichtigen. Die derzeitige Parkplatzsituation stellt sich momentan so dar, dass das Klinikum über zwei kleine Parkhäuser mit 270 Stellplätzen verfügt. Der Bedarf wird als doppelt so hoch eingestuft. Die Realisierung dieser zusätzlichen 270 Stellplätze wäre in der Variante 2 gegeben. Allerdings weißt Herr Kuhl darauf hin, dass bei einer Hangsicherung in der Höhe mit einem deutlich höheren Kostenvolumen zu rechnen ist.
Herr Junge stellt die Frage nach einer Zuwegung vom Bergischen Ring aus. Hierzu erklärt Herr Kuhl, dass diese geplant ist. Ebenso wie bei dem bereits bestehenden Parkhaus, ist auch von der Stadtseite das Betreten möglich.
Frau Freund bittet um Aufklärung bezüglich der Stellplatzberechnung, sowie einer möglichen Überbauung des jetzigen Fußwegs von Wehringhausen Richtung Stadtmitte. Darüber hinaus fragt sie an, ob weitere, mögliche Parkflächen auf dem Gelände des Klinikums ebenfalls auf Eignung überprüft wurden.
Hierzu entgegnet Frau Hentrich, dass rein baurechtlich die Stellplatzberechnung als ausreichend erachtet wird. In der Realität werden jedoch schon heute mehr Plätze benötigt. Die Studie habe gezeigt, dass aufgrund der Überschneidungen im Schichtbetrieb in Summe ca. 500 bis 600 Stellplätze benötigt werden. Derzeit werden durch das Krankenhaus bereits 200 Parkplätze im Parkhaus Mittelstadt angemietet. Zu dem Fußweg nach Wehringhausen kann Frau Hentrich Entwarnung geben. Dieser würde selbstverständlich erhalten bleiben. Zur letzten Frage führt Frau Hentrich aus, dass im Rahmen der Studie ebenfalls die hauseigenen Flächen überprüft wurden. Diese kamen aus Sicht der Wirtschaftlichkeit oder auch der Umsetzbarkeit nicht in Betracht.
Frau Buchholz fragt sich, ob nicht auch ein Shuttle-Betrieb von einer anderen Zentralfläche aus, möglich wäre. Sollte dies nicht umsetzbar sein, würde sie zumindest eine Dachbegrünung des Parkhauses begrüßen. Hierzu klärt Herr Kuhl auf, dass sowohl eine Dachbegrünung als auch eine Photovoltaikanlage geplant ist.
Herr Dr. Diepes weißt erneut auf die Alternativlosigkeit der Variante 1 hin, die zweifelsohne aufgrund der Bodenbewegung eine Herausforderung darstellt.
Frau Masuch sieht den Konflikt zwischen einer wirtschaftlichen Lösung für das Klinikum und
dem Hitzeaktionsplan, der unter mehrmonatiger Planung und hoher Beteiligung in unserer Klimanotstandskommune vorangetrieben wurde. Die Bedeutung von Grünflächen und entsiegelter Flächen wurde hier sehr deutlich. Zum anderen weißt Frau Masuch darauf hin, dass nicht nur mit dem eigenen PKW eine Anfahrt erfolgen kann. Auch Firmenwohnungen für Mitarbeiter wären denkbar.
Frau Hentrich möchte dieses Argument entkräften. Auf dem derzeitigen Arbeitsmarkt muss ein Arbeitgeber Anreize bieten. Zu diesen gehört in erster Linie die gute Erreichbarkeit samt Stellplatzangebot, gerade im Hinblick auf die Schichtarbeit.
Frau Masuch lenkt das Augenmerk auf die bereits bestehenden Parkflächen. Hierzu zählen neben den 70 eigenen Stellplätzen, den 200 Stellplätzen im Ärztehaus auch noch die 200 angemieteten Plätze im Parkhaus Mittelstadt. Eine optimalere Nutzung auch in Form von Sharing-Modellen hält sie für eine sinnvolle Alternative.
Frau Hentrich stellt klar, dass die 200 Stellplätze im Ärztehaus nicht ausschließlich dem Personal des Klinikums zur Verfügung stehen. Sie ist jedoch bereit, hierzu weitere Analysen vorzunehmen.
Herr Meier sieht die Variante gerade in einer derartigen Massivität als problematisch. Auch bezüglich der Kostenprognose, ohne Kenntnis der Bodenbeschaffenheit, hat er Bedenken. Er sieht eine deutlich dezentralere Lösung der Parkraumproblematik, da zu viel Grünfläche geopfert werden muss. Demgegenüber steht die vorwiegend ungenutzte Gebäudefläche auf dem Grundstück des Klinikums, sowie die innenliegende Parkfläche, die nicht effizient genug bewirtschaftet wird.
Herr Keune stellt klar, dass die Stadt das Parkhaus nicht finanzieren wird. Vielmehr erfolgt diese durch den Veranlasser. Darüber hinaus klärt er auf, dass empfohlen wird, dass das Grundstück im Eigentum der Stadt Hagen verbleibt. Des Weiteren ist zu beachten, dass die Interessen, wie z. B. die Wirtschaftlichkeit des Parkhauses Mittelstadt gewahrt werden müssen, deren Eigentümer auch die Stadt Hagen ist.
Frau Graf lässt sich ebenfalls über die Berechnung der Stellplätze und die hierfür zur Verfügung zustellende Nutzfläche aufklären. Sie stellt fest, dass bereits jetzt die Mitarbeiter des Klinikums 200 Stellplätze im Parkhaus Mittelstadt belegen.
Frau Hentrich klärt auf, dass bislang 200 Stellplätze angemietet wurde. Weitere 100 Stellplätze werden verbindlich benötigt. Nochmals 100 Stellplätze würden für Besucher benötigt, deren Bedarf nicht gesichert zugesagt werden kann.
Frau Graf bittet Herrn Bald um die Anzahl der insgesamt zur Verfügung stehenden Parkplätze im Parkhaus Mittelstadt. Diese kann er nicht benennen und wird sie nachreichen.
Herr Keune ergänzt, dass die absolute Zahl derzeit nicht zur Verfügung steht, da verschiedene Flächen mit Baulasten belegt sind.
Herr Kuhl gibt einen kurzen Einblick in die Stellplatzverordnung sowie die Bemessungsgrundlage für Kliniken um die Bedarfsberechnung zu verdeutlichen. Er ist bereit, auch diese Zahlen nachzureichen.
Herr Keune fasst zusammen, dass aufgrund der 1. Lesung die Stellplatzfrage noch einmal aufgearbeitet wird und nach Vorliegen aller Daten über die Verfügbarkeit und Nachfrage vorgelegt wird.
Herr Junge fragt sich, ob ein Freiziehen von 200 Stellplätzen im Parkhaus Mittelstadt zugunsten des neuen Parkhauses erfolgen wird.
Empfehlungsbeschluss:
Der Rat stimmt der Planung eines Parkhauses mit mind. 250 Stellplätzen auf der Fläche zwischen Bergischen Ring und Kultopia zu.
Die Verwaltung wird beauftragt, das erforderliche B-Planverfahren durchzuführen.
Der Rat beauftragt die GIV, mit dem AKH als Kostenträger Gespräche über Finanzierung und Bau des Parkhauses aufzunehmen.
Anlagen zur Vorlage
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
|
1
|
(wie Dokument)
|
4,7 MB
|
