04.02.2025 - 5.2 Integriertes Freiraumentwicklungskonzept (IFrEK...

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Wortprotokoll

Frau Selter finde die Vorlage sehr gut, das Konzept stehe aber kontrovers zu manchen Bebauungsplänen. Statt nur ein informelles Planungsinstrument zu sein sollten die Ergebnisse umgesetzt werden.

 

Frau Roth, Freiraum- und Grünordnungsplanung, erläutert, es handle sich als Werkstattbericht um einen Ausschnitt der aktuellen Arbeiten. Ein informelles Konzept sei nicht zu werten wie formale Planungskonzepte, wie Landschaftsplan, Flächennutzungsplan oder Bebauungsplan. Die Stadt sei nicht verpflichtet, solch ein Konzept aufzustellen, aber gut beraten. Es sei Ziel, durch einen politischen Beschluss alle anderen nachfolgenden Planungen an die Aussagen dieses Freiraumentwicklungskonzept zu binden. 

 

Er werde ein Paradigmenwechsel in der Politik geben müssen, zukünftig müsse genau überlegt werden, ob noch Innenentwicklung stattfinden könne, vor allem auf den Grünflächen. Sie verweist auch die im Jahr 2024 in Kraft getretene EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur, die sich auch auf urbane Ökosysteme beziehe und Anforderungen auf eine konsequentere Entsiegelung oder Begrünung.

 

Frau Selter berichtet über den Neujahrsempfang der Architekten, bei dem auch eine Abkehr von dem Bau Einfamilienhäuser hin zum Aufstocken vorhandener Gebäude und Erhalt der Grünflächen propagiert wurde.

 

Aus Sicht von Herrn Bühren müsste das Potential der brachliegenden Flächen auch stärker genutzt werden, wie z. B. im Nahmertal.

 

Unter Aussagen von Frau Stiller-Ludwig, Frau Roth und Herrn Welzel wird kritisiert, dass nicht alle Planungen zusammen betrachtet werden. Frau Roth weist darauf hin, es sei sinnvoller und kostengünstiger, vorbeugende Maßnahmen für den Natur- und Klimaschutz als die Nachsorge bei extremen Situationen zu betreiben. Herr Welzel kritisiert, die Windenergiebereiche seien gerade in Bereichen, die stark durch das Hochwasser 2021 beeinträchtigt wurden, vorgesehen; eine Bautätigkeit würde durch Bodenverdichtung die weitere Gefahr des Wasserabflusses erhöhen. Die Planungen würden nicht zusammenpassen.

 

Frau Selter bedankt sich bei Frau Roth.

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Anlagen zur Vorlage