20.11.2007 - 7 Vorstellung des Projektes Seniorenbegleiter
Grunddaten
- TOP:
- Ö 7
- Sitzung:
-
Sitzung des Seniorenbeirates
- Gremium:
- Seniorenbeirat
- Datum:
- Di., 20.11.2007
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Frau Sauerwein weist darauf hin, dass das der Einladung beigefügte Papier
ein Auszug aus der Seniorenzeitung darstellt und in der vorliegenden Form
lediglich als Vorabinformation dienen sollte. Sie begrüßt als Referenten Herrn
Gebauer vom Caritasverband Hagen e.V.
Herr Gebauer ist als Fachbereichsleiter im Caritasverband u.a. zuständig für
offene beratende Dienste, zudem koordiniert er verschiedene ehrenamtliche
Aktivitäten.
Mittels einer Power-Point-Präsentation stellt er das Projekt
Seniorenbegleiter des Caritasverbandes vor ( die Folien sind der Niederschrift
als Anlage beigefügt ).
Er teilt mit, dass das Projekt Seniorenbegleiter bereits in über 60
Kommunen der Bundesrepublik existiert und sich bewährt hat. Anfang 2007 hat unter
der Federführung des Caritasverbandes ein Gespräch mit anderen Organisationen
stattgefunden um zu klären, in welchen Bereichen in Hagen bei der Seniorenbetreuung Defizite
bestehen. Kooperationspartner wurden im Mai 2007 bei der Auftaktveranstaltung
„Mensch und Motivation“ gefunden.
Zielgruppe des Projekts sind Senioren, die noch in ihrer eigenen Häuslichkeit
leben, denen aber soziale Kontakte im unmittelbaren Wohnumfeld nicht zur
Verfügung stehen. Herr Gebauer weist auf demografische Entwicklungen hin. So
wird der Anteil der über 75-jährigen, der Einpersonenhaushalte in Hagen stark
zunehmen. Familiäre Bindungen gehen zunehmend verloren, womit eine zunehmende
Gefahr der Isolation und Vereinsamung
von Senioren besteht.
Dem soll das Projekt des ehrenamtlichen Seniorenbegleiters
entgegenwirken. Der Seniorenbegleiter soll die Lebenszufriedenheit älterer und
hilfebedürtiger Menschen stärken und diese vor Isolation bewahren, indem er
Zeit zum Zuhören und Gespräche hat und außerhäusliche Aktivitäten persönlich
begleitet. Für diese Tätigkeiten sind Personen aller Altersgruppen geeignet.
Der Seniorenbegleiter soll auf seine ehrenamtliche Tätigkeit vorbereitet
werden. An zehn Abenden werden zunächst Schulungen zu unterschiedlichen Themen
in Bereichen der Seniorenarbeit durchgeführt. Dem schließt sich eine
Praxisphase in Einrichtungen der Altenhilfe an. Der Seniorenbegleiter wird in
seiner Tätigkeit durch professionelle Mitarbeiter begleitet und unterstützt.
Beginn des Projektes ist der Januar 2008. Durch eine gezielte
Öffentlichkeitsarbeit sollen für die Tätigkeit Interessenten geworben werden.
Diese werden zu einem Informationsabend eingeladen. Nach dieser
Motivationsphase soll die Ausbildungsphase von Februar bis April 2008
durchgeführt werden mit anschließender Vermittlung der Seniorenbegleiter.
Kooperationspartner sind der Caritasverband, das Seniorenbüro, Frau Dohms für
den Senioren- und Behindertenbeirat, Vertreter aus der Wohnungswirtschaft und
die Freiwilligenzentrale.
An der sich anschließenden Diskussion beteiligen sich Frau Dohms, Frau Opitz, Frau Sauerwein, Herr Ensberg,
Herr Gebauer, Herr Klein, Herr Kramps
und Herr Thielmann.
Herr Klein spricht die Problematik des Auslagenersatzes für den
ehrenamtlichen Seniorenbegleiter z.B. Fahrtkosten und Eintrittsgelder an. Herr
Gebauer beantwortet die Frage dahingehen, dass jeder Seniorenbegleiter Anspruch
auf einen Auslagenersatz wie zum Beispiel auf Fahrtkosten habe, aber höhere
Kosten durch eine möglichst quartiersnahe
Vermittlung vermieden werden können. Zudem müssen diesbezüglich erste Erfahrungen
gesammelt werden. Die Frage von Herr Kramps, ob bei der Gewinnung ehrenamtlicher
Mitarbeiter für diese Tätigkeit gesehen werden, beantwortet Herr Gebauer dahingehend,
dass er für die Stadt Hagen keine Probleme erwartet. Frau Opitz empfiehlt, in
das Projekt auch Schüler der gymnasialen
Oberstufen einzubeziehen.
Abschließend regt Frau Sauerwein an, dass nach einjähriger
Projektlaufzeit Herr Gebauer einen Erfahrungsbericht vortragen soll.
